Für Tierfreunde im besten Alter

Zoo – nein danke!

Zoo – nein danke!

Tiere sind einfach toll. Wild, stark und in Freiheit! Ein Leben in Gefangenschaft, eingesperrt, um Menschen zu unterhalten ist ein entbehrungsreiches Leben.

Zoo – nein danke! Beim Anblick von Tieren bekommen die meisten Kinder glänzende Augen und gerne möchte man Kinder glücklich sehen – das ist klar! Aber auf Kosten anderer Lebewesen  – sowie im Zoo  – sollte man besser darauf verzichten und lieber Kontakt zu Tieren suchen, die gerne und freiwillig zu uns kommen. Nur in der Natur und durch tolle Filmaufnahmen können Kinder wirklich etwas über Tiere aus der Wildniss lernen.

PETA50Plus gibt Ihnen 10 Gründe mit auf den Weg, die verdeutlichen, warum Zoos kein Spaß für die Tiere sind.

Nein danke! Die Top-10-Gründe gegen Tiergefängnisse

1 - Zoos behaupten, sie betreiben Artenschutz
Falsch – denn Artenschutz bedeutet ausschließlich, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen. In Gefangenschaft geborene Tiger, Bären, Menschenaffen, Löwen, Giraffen, Eisbären und viele weitere Tierarten können niemals ausgewildert werden. Die Haltung einer Tierart in permanenter Gefangenschaft hat nichts mit Artenschutz zu tun.

2 - Zoos behaupten, sie vermitteln Wissen über Tiere

Falsch – denn in Zoos können Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnisse nicht ausleben. Die Besucher können nicht sehen, wie Vögel fliegen, Geparden rennen oder Affen in Bäumen klettern. Soziale Interaktionen, die Nahrungssuche oder das Paarungsverhalten werden weitgehend unterdrückt. Der Anblick verhaltensgestörter oder apathischer Tiere zeigt Zoobesuchern ein völlig falsches Bild von Tieren auf. Einer wissenschaftlichen Studie von 2007 zufolge gibt es keinen Beleg dafür, dass Zoos Wissen über Tiere vermitteln [1].

3 - Zoos behaupten, den Tieren im Zoo geht es gut
Falsch – denn viele Tiere in Zoos sind sichtlich verhaltensgestört, weil sie zu einem eintönigen und abgestumpften Leben in Gefangenschaft verdammt sind. Studien beweisen das Gegenteil [3,4].

Zoos züchten regelmäßig mehr Tiere, als sie unterbringen können. Mit den Tierbabys sollen Besucher angelockt werden. Die „Überschusstiere“ werden in der Regel getötet oder an Tierhändler verkauft. PETA hat nachgewiesen, dass allein der Zoo und Tierpark Berlin zwischen 2007 und 2009 über 1.000 Tiere an den dubiosen Tierhändler Werner Bode verkaufte [4]. Zu den Kunden des Tierhändlers zählten anderem ein Tierversuchslabor und ein Exotenrestaurant.

4 - Zoos behaupten, die Zurschaustellung von Tieren begeistert Menschen für den Artenschutz
Trostloses Leben im Zoo Berlin. Foto: (c) PETA

Trostloses Leben im Zoo Berlin. Foto: (c) PETA

Falsch – denn als der Zoo Berlin im Jahr 1844 als einer der ersten Zoos in Deutschland seine Pforten öffnete, lebten in Asiens Wäldern noch weit über 100.000 Tiger [5]. Trotz der Behauptung der Zoos, die Zurschaustellung von Tieren in Gefangenschaft würde Menschen für den Erhalt von Tierarten sensibilisieren, ist die weltweite Tigerpopulation seitdem auf aktuell nur noch 3.200 Individuen geschrumpft. Bei anderen Tierarten ist der Rückgang ähnlich dramatisch, insbesondere in den letzten 40 Jahren. Kein Zoo der Welt hat durch das Einsperren von Tieren zu einer messbaren Bewusstseinsveränderung in der Bevölkerung beigetragen. Einer Studie von 2007 zufolge gibt es keinen Beleg dafür, dass Zoos den Besuchern Interesse am Thema Artenschutz vermitteln [1].

Im Gegenteil: Die absurde Behauptung, dass Tierarten in Zoos langfristig überleben können, wiegt die Öffentlichkeit in trügerischer Sicherheit. Für viele Menschen verliert der Erhalt der natürlichen Lebensräume von Tieren an Bedeutung, denn Zoos geben vor, die Gefangenschaft im Zoos sei mit Artenschutz gleichzusetzen.

6 - Zoos behaupten, sie unterstützen Artenschutzprojekte wirkungsvoll vor Ort
Falsch – denn obwohl einige Zoos einen geringen Bruchteil ihres jährlichen Budgets für Naturschutzprojekte ausgeben, erhalten fast alle Zoos in Deutschland insgesamt mehrere Dutzend Millionen Euro an Subventionen aus städtischen Kassen. Würden diese Steuergelder unmittelbar in den Erhalt der natürlichen Lebensräume bedrohter Tierarten fließen, wären viele Tiere heute nicht vom Aussterben bedroht. Doch die Zoos geben das Geld lieber für kostspielige Zuchtprogramme aus – für Tierarten, die niemals ausgewildert werden können.

7 - Zoos behaupten, heutzutage sind keine Wildfänge mehr erforderlich
Falsch – denn viele Tiere in deutschen Zoos sind Wildfänge, insbesondere Elefanten, Menschenaffen, Meeressäugetiere, Korallen, Haie und andere Fischarten. Auch künftig werden Zoos nicht ohne Wildfänge auskommen können, denn insbesondere sensible Tierarten vermehren sich unter den mangelhaften Haltungsbedingungen in Zoos kaum. Trotz koordinierter Zuchtprogramme verarmt der Genpool der vergleichsweise wenigen Individuen schnell. Viele Zoos setzen daher mittlerweile auf Inzucht. Dies bringt jedoch regelmäßig Tiere mit schweren genetischen Defekten hervor, die nicht überlebensfähig sind und meist eingeschläfert werden [6]. Zoos sind daher immer bestrebt, den Tierbestand mit „frischem Blut“ zu ergänzen.

8 - Zoos behaupten, dass sie Tiere einsperren, um sie zu schützen
Knast - für einen Unschuldigen. Foto: (c) PETA

Knast – für einen Unschuldigen. Foto: (c) PETA

Falsch – denn es nützt keinem Tier, in Zoo-Gefangenschaft vor dem Aussterben bewahrt zu werden. Für Tiere sind Zoos nichts anderes als Gefängnisse. Der Erhalt einer Tierart in immerwährender Gefangenschaft nutzt nur dem Menschen und bietet ihm beispielsweise die Möglichkeit, auf genetisches Material zurückgreifen zu können. Dies ist eine sehr egoistische bzw. anthropozentrische Sichtweise. Echter Tier- und Artenschutz schützt Tierindividuen und Tierarten um ihrer selbst willen, nicht für die Zwecke des Menschen

9 - Zoos behaupten, dass sie Tiere einsperren, um sie später auszuwildern

Falsch
– denn bei dem weitaus größten Anteil aller Tierarten in deutschen Zoos (über 85 %) handelt es sich nicht um gefährdete Arten [2]. Viele gefährdete Tierarten hingegen, wie Menschenaffen, Raubkatzen und Bären, können nicht wieder ausgewildert werden. Langfristig erfolgreiche Auswilderungen können Zoos kaum vorweisen, und das lebenslängliche Einsperren von unzähligen Tieren und ihren Nachkommen ist durch diese Einzelfälle nicht zu rechtfertigen.

10 - Zoos behaupten, sie halten alle behördlichen Haltungsrichtlinien ein
Falsch – denn laut einer 2012 veröffentlichten Studie über die Tierhaltung in deutschen Zoos [2] erfüllten knapp ein Drittel der Gehege nicht einmal die behördlich vorgegebenen Mindestanforderungen.

Mehr Informationen

http://www.peta50plus.de/psychopharmaka-gestaendnis-im-zoo-wuppertal/

http://www.peta50plus.de/vier-grunde-mit-enkelkindern-keinen-zoo-zu-besuchen/

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Quellen:

[1] Lori Marino et al. (2010): Do Zoos and Aquariums Promote Attitude Change in Visitors? A Critical Evaluation of the American Zoo and Aquarium Study. In: Society and Animals 18, 126-138
[2] Der EU ZOO Report – Deutschland (2012): Eine Untersuchung zur Umsetzung und Durchsetzung der Richtlinie 1999/22/EG des Rates über die Haltung von Wildtieren in Zoos. Born Free/ENDCAP et al.
[3] Birkett LP, Newton-Fisher NE (2011): How Abnormal Is the Behaviour of Captive, Zoo-Living Chimpanzees? PLoS ONE 6(6): e20101. doi:10.1371/journal.pone.0020101
[4] PETA.de/Zooskandal2011
[5] Brian Nattrass (2002): Dancing with the Tiger: Learning Sustainability Step by Natural Step
[6] Artikel auf n-tv vom 25.07.2012: “Inzucht-Vorwurf gegen Berliner Zoo“ http://www.n-tv.de/panorama/Loewen-Baby-wird-eingeschlaefert-article6811261.html. Abruf am 10.03.2014

 

 

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