Für Tierfreunde im besten Alter

Wolf im Landkreis Görlitz erschossen

Erneut wurde ein Wolf erschossen – unverständlich und eine Straftat. PETA unterstützt die Suche nach dem oder den Tätern:

Wölfe haben ganzfährig Schonzeit und dürfen nicht gejagd werden. Foto: (c) A.-C.-Hein / PETA

Wölfe haben ganzjährig Schonzeit und dürfen nicht gejagd werden. Foto: (c) A.-C.-Hein / PETA

Täter gesucht: Am vergangenen Freitagvormittag wurde laut Medienberichten bei Weißkeißel im Landkreis Görlitz ein toter männlicher Wolf aufgefunden. Eine Untersuchung des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ergab, dass er an den Folgen eines Bauchschusses verstorben ist. Da Wölfe nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland streng geschützt sind und ihre Tötung eine Straftat darstellt, ermittelt nun die Kriminalpolizei. Um die Ermittlungen der Behörde zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA.

„Wir gehen davon aus, dass der Täter in lokalen Jägerkreisen zu finden ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass Mitglieder der Jägerschaft einen natürlichen Konkurrenten mit einem gezielten Schuss ausschalten.“ so Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Seit Jahrhunderten setzen Jäger alles daran, die natürlichen Raubfeinde erheblich zu dezimieren. Denn dann können sie ihre Jagdlust ungehindert ausleben, die unter dem Deckmantel des Naturschutzes stattfindet.“

Problematisch an der Situation: 2012 wurde der Wolf in Sachsen in das Jagdrecht aufgenommen, genießt allerdings eine ganzjährige Schonzeit. Offiziell ist er dadurch aber der Jägerschaft und ihrer Aufsicht unterstellt, was der Akzeptanz des Wolfes und seinem Schutz zuwiderläuft.

Bereits im Dezember 2013 wurde ein Wolfswelpe bei Hermsdorf im Landkreis Bautzen aufgefunden, er wurde durch 31 Schrotkugeln getötet. Der Täter wurde noch nicht ermittelt.

PETA fordert ein Verbot der „Hobbyjagd“. Eine Reduktion des Wildtierbestandes durch Jäger ist nicht erforderlich. Auch namhafte Biologen wie Prof. Dr. Josef Reichholf von der TU München vertreten die Auffassung, dass waldbewohnende Tierpopulationen selbst zu Zeiten von Wolf und Bär durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten reguliert wurden.

Weitere Informationen:
PETA.de/themen/Jagd
PETA.de/jagdunfaelle

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