Für Tierfreunde im besten Alter

Wildtier-Attraktionen im Ausland

Wildtier-Attraktionen im Ausland

Wildtier-Attraktionen im Ausland sollen Touristen anlocken. Aufgepasst! PETA50Plus gibt Tipps, was man nicht machen sollte.

Augen auf bei tierischen Touristenattraktionen: Mit dem Sommerurlaub steht die schönste Zeit des Jahres vor der Tür. Doch während die Feriengäste ihre freie Zeit in vollen Zügen genießen, werden exotische Tiere vielerorts unter oftmals desolaten Bedingungen als Besucherattraktionen eingesetzt. Ob Elefanten-Trekking, Delfin-Shows oder Auffangstationen – Wildtierexperte Peter Höffken von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erklärt, bei welchen Angeboten Vorsicht geboten ist.

„Wer auf einer Auslandsreise faszinierende Tiere zu Gesicht bekommen möchte, sollte darauf achten, nicht auf Offerten oder Showprogramme mit misshandelten Tierbabys oder Wildtieren hereinzufallen“, rät Peter Höffken den Urlaubern. „Gerade in Touristenhochburgen wird oft mit tierischen Attraktionen gelockt, doch die Lebensbedingungen der Tiere sind teilweise so katastrophal, dass viele Touristen ihren Besuch bereuen. Es ist vor allem wichtig, die Anbieter von tierquälerischen Angeboten nicht mit dem Kauf eines Tickets zu unterstützen.“

Aufgepasst bei diesen Angeboten!
Wildtier-Auffangstationen: Auffangstationen, die von Urlaubern ruhigen Gewissens besucht werden können, stellen ihre Schützlinge nicht für Shows oder Trekkingtouren zur Verfügung. Gute Einrichtungen unterbinden Nachzuchten, weil das begrenzte Platzangebot für Tiere in Not benötigt wird. Touristen sollten darauf achten, dass die Unterbringung der Tiere großzügig und naturnah gestaltet ist. Besucherberichte im Internet helfen, eine Vorauswahl zu treffen.

Elefanten- und Kamel-Trekking: In Thailand und anderen Ländern Asiens ist das Elefanten-Trekking fester Bestandteil vieler Tour-Angebote. Was den Touristen jedoch nicht gezeigt wird: Die sensiblen Riesen werden von klein auf mit einem spitzen Haken geschlagen und mit tagelangem Anbinden gefügig gemacht. Wer auf einem Elefanten reitet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich um ein schwer misshandeltes Tier handelt, dessen Wille mit körperlicher und seelischer Gewalt gebrochen wurde. Beim Kamelreiten beispielsweise in Ägypten werden die Tiere ebenfalls oft geschlagen und müssen viele Stunden in der sengenden Sonne ausharren.

Tiershows, Zoos und Delfinarien: Immer mehr ausländische Zoos lassen ihre Tiere in fragwürdigen Showprogrammen auftreten. Teilweise werden die Tiere dabei sogar vor den Augen der Besucher geschlagen. Der reisende Tierfreund sollte Zoos und Delfinarien unbedingt meiden, denn auch die beengten und nicht-artgerechten Unterbringungen rufen bei den Besuchern meist Entsetzen hervor. In vielen Ländern gibt es keine adäquaten Gesetze, die Tiere vor Missbrauch und schlechten Haltungsbedingungen schützen.

Foto-Shootings mit exotischen Tieren: Insbesondere in Asien und Lateinamerika ziehen windige Geschäftemacher mit kleinen Äffchen, Tiger- oder sogar Elefantenbabys durch die Touristenhochburgen, um Urlauber zu spontanen Foto-Shootings mit den exotischen Tieren zu animieren. Von solchen Angeboten sollten Reisende unbedingt Abstand nehmen, denn dahinter verbergen sich stets traurige Fälle von Tierquälerei. Für die Tierkinder, die häufig ihrer Mutter gewaltsam entrissen wurden, bedeutet das ständige Herumreichen puren Stress. Viele dieser Tiere sterben aufgrund der Strapazen und unzureichender Versorgung verfrüht.

Stierkämpfe: In Spanien, Frankreich und einigen Ländern Lateinamerikas gibt es noch immer blutige Stierkämpfe, bei denen die Tiere durch zahlreiche Lanzenstiche langsam zu Tode gequält werden. Die meisten Arenen können – wie in Spanien – nur durch den ständigen Zustrom von Touristen überleben. Stierkämpfe gehören daher auf die Tabu-Liste jedes tierfreundlichen Urlaubers.

Was Sie tun können

Informieren Sie Freunde und Familie über die Tierattraktionen im Ausland. Empfehlen Sie tolle Unternehmungen, für die kein Tier leiden muss. Klären Sie andere Urlauber auf, denn nur wenn kein Tourist mehr Geld für solche Aktionen bezahlt, wird sich das Leben der Tiere verändern.

Mehr Informationen zum Thema

PETA50plus.de/thailand-reisen-tiger-tempel-ist-tierverachtend/

PETA50plus.de/turkei-hunde-und-katzen-leiden-fur-den-tourismus/

PETA50plus.de/stierkampf-in-spanien-tradition-oder-grausame-tortur-zur-touristenbelustigung/

PETA50plus.de/nepal-elefanten-qual-fur-touristen/

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen