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Wieso geben Kühe Milch?

Wieso geben Kühe Milch?

Unglaublich aber wahr! Laut einer GFK-Umfrage wissen über die Hälfte aller Deutschen nicht, dass Kühe ein Kalb zur Welt bringen müssen, um Milch zu geben. PETA50Plus klärt auf!

Wieso geben Kühe Milch? Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt: Über die Hälfte aller Deutschen kann diese Frage nicht richtig beantworten. Mehr als ein Drittel, insgesamt 35,6 Prozent der 1.000 Studienteilnehmer glaubt, dass eine Kuh grundsätzlich immer Milch gibt. 23,4 Prozent haben keine Antwort.

Fakt ist jedoch: Genau wie Menschen produzieren Kühe nur dann Milch, wenn sie ein Kind zur Welt gebracht haben. Um die komplette Milch der Nahrungsmittelindustrie zur Verfügung zu stellen, wird der Mutter ihr Kalb kurz nach Geburt weggenommen – mit fatalen körperlichen und psychischen Folgen für die Tiere.

Das sollte jeder Wissen!
Der Mensch ist verantwortlich für das entbehrungsreiche Leben der Kühe. Foto: (c) Jo McArthur, Weanimals.org

Der Mensch ist verantwortlich für das entbehrungsreiche Leben der Kühe. Foto: (c) Jo McArthur, Weanimals.org

Als Milchmaschinen gezüchtete Tiere

Die Kuhmütter werden in den Betrieben meist künstlich besamt – mit ausgewähltem Sperma, um möglichst „leistungsstarken“ Nachwuchs zu zeugen. Nach neun Monaten, einer ebenso langen Schwangerschaft wie bei einer Frau, gebärt die Kuh ihr Kalb. Nun würde die Mutter ihren Nachwuchs liebevoll umsorgen, doch das Neugeborene wird ihr sofort oder nur wenige Stunden nach der Geburt weggenommen, mit billiger Ersatznahrung versorgt und alleine in einer kleinen Kälberbox oder mit anderen Jungtieren untergebracht. Nicht selten schreien Mutter und Kind tagelang nacheinander. Durch die immens hohe, unnatürliche Milchleistung von bis zu 50 Liter am Tag, die nicht tiergerechte Haltung im Stall und die Fütterung mit hohem Kraftfutteranteil wird eine Kuh nach etwa vier bis fünf Jahren unwirtschaftlich für den Landwirt und getötet. Nicht selten sind Kühe erneut schwanger, wenn ihnen im Schlachthaus die Kehle durchtrennt wird – für das ungeborene Kalb bedeutet dies den qualvollen Erstickungstod im Mutterleib.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist kein Lebewesen auf Milch angewiesen, die nicht von seiner eigenen Mutter stammt. Deshalb braucht auch der Mensch keine für Kälber bestimmte Muttermilch. Ganz im Gegenteil: Der Konsum von Kuhmilch wird beim Menschen mit Krankheiten wie Krebs, Adipositas und Akne in Verbindung gebracht, die durch Ernährung mitverursacht werden können. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Milch in Deutschland betrug dabei laut Milchindustrie-Verband e.V. im vergangenen Jahr rund 57 Liter.[1]

Darüber hinaus sind Milchprodukte laut der modernen Forschung wohl ursächlich mit verantwortlich für brüchige Knochen im Alter. Entgegen der landläufigen Meinung, Milchprodukte würden die Knochen „stärken“. Alles wichtige zu diesem Thema findet der interessierte Leser im PETA50Plus-Magazin. Dieses kann kostenfrei bestellt werden oder mit einem Klick heruntergeladen werden.

PETA für Tierrechte und ein gesundes Leben

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine moderne Definition der Grundnahrungsmittel ein: Bislang wurden hierzu unter anderem Fleisch und andere tierische Produkte gezählt und dementsprechend günstiger besteuert. Doch sollten aus ernährungsphysiologischer, ökologischer und tierrechtlicher Sicht keine tierischen Produkte, sondern pflanzliche Eiweißquellen die Proteine für die menschliche Ernährung liefern. PETA fordert die Politik auf, tierische Produkte aus der Liste der Grundnahrungsmittel zu streichen und dafür gesunde Lebensmittel mit einem verminderten Steuersatz zu belegen.

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Quelle:

[1] http://www.milchindustrie.de/uploads/tx_news/ProkopfDeutschland_Mopro_1990-2014_Homepage.pdf

Hinweis: Die in diesem Text veröffentlichte Meinung entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

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