Für Tierfreunde im besten Alter

Wechseljahre ohne Tierleid durchleben

Wechseljahre ohne Tierleid durchleben

Wie soll man nachts gut schlafen und neue Kräfte tanken, wenn immer wiederkehrende Schwitz-Attacken und innere Unruhe einen wachhalten? Dazu Stimmungsschwankungen, die jeden persönlich aber auch das soziale Umfeld stark belasten können. Die Wechseljahre erwischen alle Frauen und es gibt zahlreiche Wege, wie man sich in dieser Zeit helfen kann.

Wechseljahre ohne Tierleid durchleben: Wie die Wechseljahre (Klimakterium) verlaufen ist sehr individuell und von einigen Kriterien abhängig. Viele Frauen leiden unter Hitzewellen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme, nicht immer eine leicht Zeit – auch für Familie und Freunde.

In Deutschland ist ein häufig verschriebenes Östrogenpräparat für Wechseljahrsbeschwerden Presomen (oder Premarin). Es basiert auf PMU (Pregnant Mare Urin): Urin von schwangeren Stuten. Auch diese weiblichen Wesen leiden unter den Wechseljahren, wenn auch auf eine ganz andere Art. Für die Pharma-Industrie sind solche natürlichen Veränderungen des Körpers, die zuverlässig bei jeder Frau eintreten, eine nie endende Einnahmequelle. Viele Informationen über mögliche Beschwerden und Folgen sind übertrieben und eine Behandlung mit Medikamenten ist nicht immer nötig.

Das Leiden der Stuten für Presomen
Das Leben der Stuten in der PMU-Gewinnung. Angebunden - ohne Platz und Bewegung. Foto: (c) PETA USA

Das Leben der Stuten in der PMU-Gewinnung. Angebunden – ohne Platz und Bewegung, immer schwanger. Foto: (c) PETA USA

Die Stuten – aktuell ca. 75 000 weibliche Tiere – leben in speziellen Farmen in USA und Kanada. Während der elf Monate dauernden Schwangerschaft sind sie sieben Monate Tag und Nacht im Stall in einem engen Ständer festgebunden. Ein Dauerkatheter fängt den Urin auf, der Beutel ist fest fixiert, um keinen Tropfen des teuren Stoffes zu verlieren. Sie können sich nicht hinlegen und ausruhen. Bewegungsmangel schädigt die Glieder. Wunden, entzündete Augen, geschwollene Beine und Unterleib sind an der Tagesordnung.
Trinkwasser wird nur in kleinen Mengen angeboten, denn der Urin soll so hochkonzentriert wie möglich sein. Dadurch werden Nieren und Leber geschädigt. Viele Stuten sterben frühzeitig an diesen “Nebenerscheinungen”. Wenn sie bis zur Geburt überleben, werden die Fohlen – ein unerwünschtes Nebenprodukt – gemästet, geschlachtet oder an Händler verkauft.

Hilfe aus der Natur

Es gibt viele Präparate pflanzlichen Ursprungs, die genauso wirksam sind und für die kein Tier leiden muss. Die Naturheilkunde bietet viele Möglichkeiten, denn in zahlreichen Pflanzen sind Wirkstoffe enthalten, die den menschlichen Hormonen sehr ähnlich sind (Phytohormone). In Soja und damit allen Sojaprodukten sind zum Beispiel neben anderen Phytohormonen auch Isoflavone enthalten, die dem Östrogen sehr ähnlich sind. Frauen, die viel Tofu essen, sind dadurch also schon besser geschützt vor den Beschwerden. Wer an Wechseljahrsbeschwerden leidet, der entscheidet sich am besten für Produkte ohne Tierleid. Sind Medikamente mit „enthält PMU“ gekennzeichnet, so sollte man die Finger besser dafür lassen! Für das eigene Wohl und das der Stuten.

Des Weiteren helfen Yoga und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, eine Balance zwischen Körper und Seele herzustellen. Es ist wichtig, sich selber und die Veränderungen des eigenen Körpers zu akzeptieren und als Normalität zu empfinden. Wer sich gegen die biologische Weiterentwicklung psychisch wehrt, bei dem Fallen die Symptome stärker ins Gewicht und sind viel belastender. Man sollte es sich selber wert sein, das Neue an sich zu entdecken und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Eine gesunde und tierfreundliche Lebensweise können helfen, sich positiver zu fühlen und diesen Lebensabschnitt mit offenen Armen zu begrüßen.

Was Sie tun können

Bitte kaufen Sie keine Produkte, die PMU / Presomen oder Premarin enthalten. Hinter der Kennzeichnung „Aus natürlicher Herkunft“ steht das Leid von tausenden von Stuten – das kann für den weiblichen Körper nicht gut sein! Berichten Sie Ihren Freundinnen vom Leiden der weiblichen Pferde und greifen Sie auf pflanzliche Produkte zurück. Wenn niemand mehr Produkte mit Tierleid kauft, werden sie eines Tages nicht mehr produziert. Der Konsument trägt mit jeder Kaufentscheidung Verantwortung für sich und alle anderen Lebewesen.

Alles Gute wünscht die Redaktion von PETA50Plus

 

 

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