Für Tierfreunde im besten Alter

Was macht es mit Menschen, Tiere zu töten?

Schweine im Stall. Foro: (c) Stefan-Schwarz_pixelio.de

Schweine im Stall. Foro: (c) Stefan-Schwarz_pixelio.de

Was ich mich schon immer gefragt habe: Was macht das Töten von Tieren – zu welchem „Zweck“ auch immer – mit den Menschen? Wer in die Augen seines Opfers gesehen und den unglaublichen Schrecken darin wahrgenommen hat, muss doch einen anderen Weg gehen, oder? Unzählige Male pro Tag bringen Menschen Tiere um – im Schlachthaus, in Tierversuchen, bei der Jagd, in der Pelz“gewinnung“, in Sachen unerwünschter Nachwuchs; es scheinen sich mehr als genug Hartgesottene zu finden. Die wenigsten tun es aus purer Not.

Seit letztem Samstag habe ich wieder verschärft darüber nachgedacht, wie diese Wechselwirkung sich wohl anfühlt. Ich war auf einem Seminar, in dem es auch darum ging, sich in sein Gegenüber hineinzufühlen, um Empathie, um die Spiegelneuronen. Wie wir heute wissen, „feuern“ die gleichen Neuronen in unseren eigenen Köpfen, wenn wir einen anderen Menschen bei etwas beobachten. Jemand ist traurig? Wir leiden mit. Vielleicht ist das auch der Grund fürs Mitgähnen!

Was ist wohl mit den Spiegelneuronen im Kopf derjenigen, die Robben erschlagen oder Tag für Tag Rinder schlachten? Gibt es unterschiedliche Hirnstrukturen von Menschen oder sind einige in der Lage, diesen Spiegel zu ignorieren? Eine spannende Frage! Und wenn ich in eine Extremsituation käme und nur überleben würde, indem ich Tiere äße oder ihre Felle abzöge? Ich hoffe, dass diese Überlegung für mich für alle Zeit nur eine theoretische bleiben wird. Und dass angsterfüllte Blicke aus Tieraugen immer mehr Menschen dazu bewegen, ihr schändliches Tun einzustellen.

Dieser Beitrag stammt von unserer Gastautorin Petra Große-Stoltenberg, vielen Dank dafür!

 

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