Für Tierfreunde im besten Alter

Was der Körper alles braucht

Was der Körper alles braucht

Fit, gesund und vital – das möchte jeder sein! Damit dies funktioniert, benötigt der Körper zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Eine rein pflanzliche – also vegane – Ernährung enthält all das, was der Körper auch im Alter benötigt, um lange aktiv und gesund zu bleiben. Tierische Proteine belasten den Organismus und scheinen nach neuester Forschung Krankheiten zu begünstigen.

PETA50Plus hat eine Reise durch den Körper unternommen. Lesen Sie jetzt, was nachhaltig gut tut und was langfristig schadet! Wir erklären, wie sich vegane Senioren gesund ernähren und warum sie meistens länger aktiv und fit bleiben.

 

Das Herz

Unser Herz, das in Ruhe rund 70 Mal pro Minute schlägt und so unseren ganzen Körper mit Blut versorgt, wird selbst über die Herzkranzarterien/-gefäße versorgt. Bei einer Verengung dieser Gefäße, der sogenannten Arteriosklerose, wird die betroffene Region des Herzmuskels mangelhaft mit Sauerstoff versorgt und geht bei vollständigem Gefäßverschluss zugrunde. Dann spricht man von Herzinfarkt. Arteriosklerotische Erkrankungen stellen nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland dar. Langzeitstudien haben ergeben, dass die Sterblichkeitsrate von Veganern aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wesentlich geringer ist als die der Fleischesser. Hierfür verantwortlich sollen unter anderem ein erhöhter Konsum von rotem Fleisch und die damit verbundene erhöhte Zufuhr von gesättigten Fettsäuren sein. Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass auch bakterielle Abbauprodukte der nicht-essentiellen Aminosäure Carnitin, die nur in Fleisch vorkommt, mit Arteriosklerose in Verbindung gebracht werden.

Die protektive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren gegen Arteriosklerose wird immer wieder diskutiert. Omega-3-Fettsäuren finden sich z. B. in großen Mengen in Chiasamen und Leinöl.

Das Gehirn

Unser Gehirn braucht Glucose, und zwar rund 140 g am Tag. Diese muss nicht in Form von einfachem Zucker zugeführt werden, sondern kann dem Gehirn auch vom Körper durch den Abbau von komplexen Kohlenhydraten bereitgestellt werden. Komplexe Kohlenhydrate finden sich in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Gemüse. Für eine gute Nervenleistung sind zudem B-Vitamine sehr wichtig, die sich beispielsweise reichlich in Vollkornprodukten finden.

Studien haben aufgezeigt, dass das Risiko einer Demenzerkrankung bei Menschen, die Fleisch und Fisch verzehren, doppelt so hoch ist wie das Risiko von Menschen, die diese Produkte nicht konsumieren. Weitere Studien haben ergeben, dass Menschen, deren Ernährung aufgrund des Konsums von Fleisch, Eiern und Milch reich an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren ist, ein höheres Risiko einer Erkrankung an Morbus Alzheimer, der häufigsten Form der Demenz, aufweisen. Diese Ernährungsweise begünstigt vermutlich die Entstehung von oxidativen Schädigungen der Neuronen und von Ablagerungen im Gehirn.

Augen

Für den Sehvorgang unerlässlich ist Retinal, ein Derivat des Vitamins A. Vitamin A kann der menschliche Körper aus ca. 40 verschiedenen Carotinoiden mit Provitamin-A-Aktivität selber herstellen. Einer der wichtigsten Vertreter mit Provitamin-A-Aktivität ist β-Carotin. β-Carotin, das auch andere Wirkungen im Körper hat wie z. B. als Antioxidans, kommt zusammen mit einer Vielzahl anderer Carotinoide in fast allen pflanzlichen Lebensmitteln vor, insbesondere in stark gefärbten Obst- und Gemüsesorten. Sehr gute Quellen sind Grünkohl, Spinat, Möhren und Paprika. Die Bioverfügbarkeit wird durch Fettzugabe und Verarbeitung des Lebensmittels verbessert.

Es werden auch immer wieder andere Substanzen, sogenannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, diskutiert, die eine positive Wirkung auf das Auge haben. Da wir das Zusammenspiel von pflanzlichen Inhaltsstoffen noch immer nicht vollends verstanden haben, ist es jedoch sinnvoller, statt eines isolierten Pflanzeninhaltsstoffes immer den Verzehr ganzer Pflanzen vorzuziehen.

Auch das Auftreten von Augenerkrankungen scheint durch die Ernährung beeinflusst zu werden. So weisen Veganer laut einer Studie im Vergleich zu Vegetariern und Fleischessern das niedrigste Risiko einer Erkrankung an einer Katarakt (Grauer Star) auf. Fördernd für die Augengesundheit scheint eine Kost zu sein, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen, besonders Vitamin C und E, sowie Carotinoiden ist.

Knochen

Das knöcherne Skelett des Menschen setzt sich bei Erwachsenen aus etwa 200 Einzelknochen zusammen. Ihre Mineralisierung und somit ihre Stärke und Widerstandskraft gegenüber Stürzen oder anderen äußeren Kräften ist von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren abhängig. Sowohl die Versorgung mit Calcium, Vitamin D als auch körperliche Bewegung spielen eine entscheidende Rolle.

Vitamin D kann bei ausreichender Sonneneinstrahlung in der Haut selber gebildet werden (und ist damit streng genommen kein Vitamin). Auch einige Arten von Pilzen sind Vitamin-D-Quellen. Für Menschen mit dunkler Haut, alte Menschen oder Menschen, die sich wenig im Freien aufhalten, aber auch im Winter kann eine Supplementierung oder der Verzehr angereicherter Lebensmittel sinnvoll sein.

Calcium kann man einfach nebenbei mit calciumreichem Mineralwasser aufnehmen. Aber auch Mandeln, Chiasamen und dunkelgrünes Blattgemüse stellen gute Calciumquellen dar.

Für das Osteoporose-Risiko ist aber nicht nur die Calciumzufuhr entscheidend. Studien haben ergeben, dass das Frakturrisiko in Ländern mit hoher Calciumzufuhr höher ist als in Ländern mit niedriger Calciumzufuhr. Als mögliche Ursache für dieses „Calcium-Paradoxon“ wird eine erhöhte Zufuhr an tierischem Protein diskutiert, die das Frakturrisiko zu erhöhen scheint.

Haut

Unsere Haut ist nicht nur eine reine Hülle, sondern übernimmt viele biologische und mechanische Funktionen. Sie ist der Sonneneinstrahlung aber oft ungeschützt ausgesetzt. Von Carotinoiden, die in vielen Pflanzen vor allem stark gefärbt vorkommen, wird ein gewisser Lichtschutzeffekt angenommen. Ebenfalls wichtig mit ihrer antioxidativen Wirkung sind die Vitamine E und C, um z. B. die negativen Effekte von UV-Strahlungen aufzufangen. Vitamin E kommt reichlich in Nüssen, Pflanzensaaten und -keimen und den daraus hergestellten Ölen vor. Vitamin C ist in frischem Obst und Gemüse enthalten. Vitamin D wirkt in der Haut als Hormon auf Wachstum und Zelldifferenzierung.

Manche tierischen Produkte hingegen scheinen einen negativen Effekt auf die Schönheit unserer Haut zu haben. Forscher konnten einen Zusammenhang zwischen einem erhöhten Milchkonsum insbesondere in der Kindheit bzw. Pubertät und Akne feststellen. Dabei scheinen die Milchproteine eine entscheidende Rolle zu spielen. Der zugrunde liegende Mechanismus steht auch im Zusammenhang mit einem erhöhten BMI, Insulinresistenz und einem früheren Einsetzen der Pubertät.

Darm

Unser Darm ist nicht nur ein wichtiges Verdauungsorgan, sondern auch essentiell in der Immunabwehr. Bei der Versorgung der äußeren Darmzellen (des Darmepithels) und dem Schutz vor äußeren Einflüssen sind Ballaststoffe sehr wichtig. Ballaststoffe binden nicht nur Stoffe aus der Nahrung, sondern verkürzen auch die Transitzeit im Darm. Dies senkt beispielsweise das Darmkrebsrisiko. Ballaststoffe werden zudem im Dickdarm von den dort ansässigen Bakterien fermentiert, und die Endprodukte dienen den Zellen der Darmschleimhaut als wichtige energieliefernde Substanzen.

Die Aufnahme von tierischen Lebensmitteln scheint im Darm, insbesondere im Dickdarm, das Risiko einer Krebserkrankung zu erhöhen. Vor allem rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte verursachen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Dickdarmkrebs (gleiches gilt auch für das Risiko einer Erkrankung an Prostata-, Lungen- oder Magenkrebs). Auch Käse und andere Lebensmittel, die reich an tierischem Fett sind, fördern die Entstehung von Dickdarmkrebs.

Gelenke

Für die im wahrsten Sinne reibungslose Funktion unserer Gelenke sind ein gesunder Gelenkknorpel und eine gesunde Gelenkkapsel unabdingbar. Wichtiger Bestandteil bei beiden ist Kollagen. Für dessen Biosynthese ist, wie bereits beschrieben, Vitamin C sehr wichtig. Wie wichtig unsere Gelenke sind, wird uns aber meistens erst bewusst, wenn sie nicht mehr gut funktionieren. Dies ist z. B. bei der Arthrose der Fall. Zwar ist die Möglichkeit der diätischen Beeinflussung der Arthrose begrenzt, doch eine ausreichende Zufuhr von Vitamin E und C und von den Spurenelementen Zink und Selen ist zu empfehlen. Durch eine ausreichende Zufuhr von Magnesium und Zink kann z. B. die Kollagenbildung gefördert werden. Zink ist in Getreidekeimen, Nüssen, Ölsamen und Vollkornprodukten enthalten. Selen findet sich in Hülsenfrüchten, Getreide, Paranüssen und Steinpilzen. Gute Magnesiumquellen sind Weizenkeime, Weizenkleie und Sonnenblumenkerne sowie generell Vollkornprodukte Hülsenfrüchte und Nüsse.

Bei rheumatischen Erkrankungen wie Gicht und rheumatischer Arthritis konnte in Studien eine Verbesserung der Krankheitssymptome durch eine therapiebegleitende vegane Ernährung nachgewiesen werden. Grund hierfür scheint u. a. die fehlende Aufnahme der Arachidonsäure zu sein, eine Fettsäure die nur in tierischen Produkten vorkommt und im Körper entzündungsfördernd zu wirken scheint.

 

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