Für Tierfreunde im besten Alter

Warum der Schutz von Tieren, Menschen und Umwelt zusammen gehören

Warum der Schutz von Tieren, Menschen und Umwelt zusammen gehören

Warum der Schutz von Tieren, Menschen und Umwelt zusammen gehören: „Es ist doch viel wichtiger, erst einmal den Menschen zu helfen, bevor man den Tieren hilft!“ – Viele von Ihnen kennen bestimmt dieses oder ähnliche „Argumente“, die Mitmenschen nennen, wenn es um die Frage geht, weshalb man sich aus Überzeugung für unsere Mitgeschöpfe stark macht. PETA50Plus erklärt, was Sie in Zukunft darauf antworten können.

Der Schutz der Tiere schließt den Schutz der Menschen in keiner Weise aus. Ganz im Gegenteil: Wer tierfreundlich lebt, trägt sogar aktiv zum Kampf gegen die Zerstörung unserer Umwelt und den Hunger in der Welt bei!

Welthunger

Eine Milliarde Menschen weltweit haben nicht genug zu essen. Jeden Tag sterben Tausende Kinder an den Folgen des Welthungers. Gleichzeitig gibt es heute genügend Nahrungsgüter auf der Welt, um die gesamte Menschheit angemessen ernähren zu können. Allein in der EU werden so große Mengen an Fleisch konsumiert, dass die benötigten Futtermittel, wie etwa Getreide, nicht nur in der EU angebaut, sondern zum großen Teil importiert werden müssen – größtenteils aus Regionen, in denen Menschen Hunger leiden.

Um 1 kg Fleisch zu „produzieren“, müssen bis zu 16 kg Getreide eingesetzt werden. Eine Fläche von 40 Hektar, die für den Anbau von Futtermitteln zur Fleischproduktion genutzt wird, bringt demnach am Ende nur 10 Kilo Fleisch hervor. Auf der gleichen Landfläche könnten rund 180 Kilo proteinreiche Sojabohnen angebaut werden, mit denen 17 Mal so viele Menschen vor dem Verhungern gerettet werden könnten. Papst Franziskus bemerkte diesbezüglich ganz richtig, dass „Jeder Einzelne [sic!] sich klar machen [müsse], wie er zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung beitragen könne. Die Menschen in den reichen Ländern müssten sich von der Überzeugung verabschieden, dass ihre Alltagsgewohnheiten keine Auswirkungen auf die Hungernden weltweit hätten“. (1)

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Klimawandel

Zu den Hauptverursachern unserer Umweltkrise zählt die Tierwirtschaft. Hier werden neben Ammoniak die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in unvorstellbar großen Mengen erzeugt. In der im Mai 2015 erschienen Studie der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung heißt es, dass weniger Fleischkonsum „eine geringere Klimabelastung und weniger Ressourceneinsatz von Ackerflächen, die für den Futtermittelanbau benötigt werden, von Getreide, das den Tieren zugefüttert wird, und von Wasser und Energie“ ermöglicht. Dasselbe gilt jedoch auch für den Konsum tierischer Produkte, da die Tiere unter denselben Bedingungen gehalten werden müssen wie „Schlachttiere“. Das Worldwatch Institute fand im Bericht Livestock and Climate Change heraus, dass die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten für mindestens 32,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr verantwortlich ist – das ist über die Hälfte aller weltweiten Ausstöße von Treibhausgasen (2) und somit mehr als der gesamte Straßenverkehr!

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Was jeder Einzelne tun kann!

Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren und desto mehr zerstören wir unsere Erde. Es ist also nahezu paradox, für den Schutz unseres Planeten und unserer Mitmenschen einzutreten und gleichzeitig auf Rührei, Milchkaffee und Schinken zu bestehen. Denn auch wenn der Biss ins Schinkenbrot zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen zeigt, dürfen wir die gravierenden Folgen nicht unterschätzen. Wenn Sie in Zukunft also auf jemanden treffen, der es Ihnen zum Vorwurf macht, dass Sie vegan leben, klären Sie ihn über die Auswirkungen auf: Der Umstieg auf eine vegane Lebensweise ist die effektivste Möglichkeit, Gutes für unsere Mitgeschöpfe, unsere Mitmenschen und unseren Planeten zu tun!

 

Wir danken unseren Kollegen von „Christen für Tiere“ für den Artikel.

Weitere Informationen

PETA50plus.de/gute-grunde-warum-es-keinen-fleisch-essenden-umweltschutzer-gibt

Erkenne-den-zusammenhang.de

Quellen

 

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