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Über Milchquote und Kuhleid

Über Milchquote und Kuhleid

Zum 1. April 2015 ist innerhalb der EU die Milchquote gefallen. Was das für das Leben der Kühe bedeutet, erläutert PETA50Plus

Saftige Weiden, glückliche Kühe? Nein. Bisher reglementierte die Milchquote die Menge an Milch, die jeder Landwirt innerhalb der EU produzieren durfte. Verkaufte ein Betrieb mehr Milch, als er durfte, so wurde die Mehrmenge mit einer Strafzahlung belegt. Seit dem 1. April 2015 gibt es diese Regelung nun nicht mehr.

Das widerrum bedeutet, dass die Milch-Erzeuger unter noch größeren Preiskampf mit den Molkereien geraten, da jetzt das „Produkt Milch“ in unendlicher Literzahl verfügbar sein wird.

Schon jetzt werden Kühe ausgebeutet und führen ein entbehrungsreiches Leben in den Ställen. Ab jetzt werden die Bedingungen noch härter: Noch mehr Milch muss jede Kuh geben, damit sie „rentabel“ ist. Wird die Leistung nicht erbracht, so wird sie im Schlachthaus getötet. Sie hat kein Recht auf ihr eigenes Leben.

Durch das Ende der Milchquotenregelung besteht nun die Gefahr, dass dieses grausame Schicksal noch mehr Kühen und Kälbern widerfährt, da die Landwirte weitestgehend selbst entscheiden können, wie viel Milch sie von den gequälten Kühen ‚produzieren’ lassen. Zudem ist nicht auszuschließen, dass die Betriebe weiter wachsen werden.

PETA50Plus erklärt, warum vegane Kost für Senioren Tierleid verhindert.

Die Expertin zum Thema

„Seit dem 1. April 2015 gibt es keine Milchquote mehr für deutsche Milchbauern – das bedeutet, sie müssen sich nicht mehr nach der festgelegten Quote von 1984 richten, sondern können wieder mehr Milch produzieren“, so Lisa  Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Während Befürworter und Kritiker der Milchquotenregelung sich mit Marktpreisschwankungen oder neu gewonnener Eigenverantwortung beschäftigen, möchten wir von PETA auf das Leid der Millionen Kühe in den Milchbetrieben aufmerksam machen. Denn ganz gleich, ob mit oder ohne Quote: Kühe und Kälber werden kurz nach der Geburt schmerzlich voneinander getrennt, da es ohne die jährliche Geburt eines Kalbes auch keine Muttermilch gäbe. Außerdem werden die sensiblen Tiere für eine immer höhere Milchleistung regelrecht krank gezüchtet und im Stall oftmals nicht artgerecht gehalten und ernährt. Nach etwa fünf Jahren ist ihr Körper so erschöpft, dass sie unter großer Angst in den Schlachthof transportiert und auf qualvolle Art getötet werden.“

Wissenswertes über Kühe

Studien haben gezeigt, dass Kühe Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge deutlich verstehen – ein klares Zeichen für höherentwickelte kognitive Fähigkeiten. Kühe können beispielsweise den Hebel einer Tränke betätigen, wenn sie durstig sind. Sie können auch mit ihrem Kopf auf einen Knopf drücken, um Weizen zu erhalten, wenn sie hungrig sind. Forscher haben zudem herausgefunden, dass Kühe nicht nur Probleme lösen können, sondern sie auch wie Menschen die intellektuelle Herausforderung genießen und sich freuen, wenn sie eine Lösung finden.
Die Forschung belegt, dass Kühe ganz eindeutig den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung kennen — ein absolut zuverlässiges Zeichen für das Vorhandensein fortgeschrittener kognitiver Fähigkeiten. Wie Menschen und andere Tiere lernen auch Kühe schnell, Dingen fernzubleiben, die ihnen wehtun, wie z.B. Elektrozäunen und bösartigen Menschen.

Aufgrund ihrer komplexen sozialen Interaktionen besitzen Kühe auch die Fähigkeit, voneinander zu lernen, ein weiteres Anzeichen für ihre Intelligenz, die vergleichbar ist mit der eines Hundes und etwas höher angesiedelt als bei einer Katze. Nach Angaben der Humane Society of the United States (Amerikanischer Tierschutzbund), lernt der Rest einer Kuhherde daraus, wenn eine einzelne Kuh an einem Elektrozaun einen Schlag bekommt, und wird ihn folglich meiden. Nur ein kleiner Teil der Herde wird daher jemals einen Schlag bekommen.

Sie haben eine ausgeprägte Persönlichkeit und – so die jüngste Forschung – sind sehr intelligente Tiere mit einem Langzeitgedächtnis. Tierverhaltensforscher haben herausgefunden, dass Kühe auf sozial komplexe Weise interagieren, im Laufe der Zeit Freundschaften entwickeln, zuweilen Kühen grollen, die sie schlecht behandelt haben, und innerhalb ihrer Herden soziale Hierarchien bilden. Sie verfügen über eine Vielzahl an Emotionen und die Fähigkeit, sich über die Zukunft Sorgen machen zu können.

Was Sie tun können

Die vegane Ernährung schützt Kuh und Kalb vor Ausbeutung und Tod und ist zudem gesund sowie lecker – probieren Sie bei Ihrem nächsten Einkauf deshalb die zahlreichen pflanzlichen Produkten, die es heutzutage gibt. Melden Sie sich für unser kostenloses Veganstart-Programm an und erhalten Sie 30 Tage lang Rezepte und Tipps rund um das vegane Leben per E-Mail. Man ist immer jung genug, um ein tierfreundliches und veganes Leben zu beginnen.

Weitere Informationen

PETA50plus.de/tierisches-landleben-idylle-oder-massenproduktion/

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