Für Tierfreunde im besten Alter

Tötung von „überschüssigen“ Tieren in Zoos kein Einzelfall

Nach Giraffenschlachtung im Zoo Kopenhagen: PETA erklärt, warum die Tötung von „überschüssigen“ Tieren auch in deutschen Zoos kein Einzelfall  ist.

Nachdem der junge Giraffenbulle Marius am gestrigen Sonntag im Zoo von Kopenhagen per Bolzenschuss getötet wurde, kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die unkontrollierten Zuchtprogramme der im Zooverbund EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) vertretenen Zoos. Europaweit werden jährlich tausende Überschusstiere „produziert“, um den Besuchern regelmäßig neue Publikumslieblinge bieten zu können. PETA wirft den Zoos vor, die Besucher mit dem Artenschutz-Argument zu täuschen. Denn wie im Fall des Giraffenjungtiers Marius wird ausschließlich für die Gefangenschaft gezüchtet – Auswilderungen sind bei den meisten Tierarten nicht möglich oder für die Zoos zu kostspielig.

Wichtige Informationen über Zoos:

Der Tod von Marius zeigt das tierverachtende System, das Zoos in Wirklichkeit betreiben. Bei der Überschussproduktion von Tierbabys geht es nicht um Tier- oder Artenschutz, sondern nur um höhere Besucherzahlen und Prestige. Für Tiere sind Zoos nichts anderes als Gefängnisse – manchmal sogar mit Todestrakt.

Auch in deutschen Zoos werden überzählige Tiere im großen Stil entsorgt. Im Mai 2011 wurden im Zoo Magdeburg 27 Zebrafinken getötet, um Platz für die attraktiveren Goldamadinen (ebenfalls eine Finkenart) zu schaffen. Im November 2012 wurde im Tiergarten Nürnberg mindestens ein seltener Prinz-Alfred-Hirsch – ebenfalls aus Platzgründen – erschossen.

Was passiert mit den zahlreichen Tieren, die eines Tages keine niedlichen Babys mehr sind?

Viele Zoos entledigen sich auf andere Weise der Tiere: jährlich verkaufen deutsche Zoos tausende Tiere an dubiose Tierhändler. Oft verschwinden sie nach der Transaktion in dunklen Kanälen. PETA hat anhand von Handelsdokumenten nachgewiesen, dass der Zoo Berlin in den letzten Jahren mehr als tausend Tiere an den dubiosen Tierhändler Werner Bode verkaufthat. Besonders brisant: der Tierhändler zählt unter anderem ein Tierversuchslabor sowie ein Exotenrestaurant zu seiner Kundenliste.

PETA setzt sich grundsätzlich für ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Gefangenschaft ein. Tiere in zoologischen Einrichtungen weisen durch die artwidrigen Haltungsbedingungen in der Regel schwere Verhaltensstörungen auf. Besucher lernen in Zoos nichts über die natürlichen Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren.

Weitere Informationen:
PETA.de/ZooSkandal2011
PETA.de/Zoo

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen