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Tierschutzsprecher der Union sabotiert Pelzfarmverbot

Tierschutzsprecher der Union sabotiert Pelzfarmverbot

Pelzfarmverbot in Deutschland: Unfassbar – der Tierschutzsprecher der Union sabotiert den Gesetzesentwurf von Agrarminister Schmidt. PETA50Plus fordert politische Konsequenzen für  Dieter Stier und endlich ein rasches Ende von Pelzfarmen in Deutschland.

Tierschutzsprecher der Union sabotiert Pelzfarmverbot, bedeutet das, es gibt doch keinen Tierschutz mit der Union? In der Debatte um ein Ende der Pelztierhaltung in Deutschland verzögert sich im Bundestag die Vorlage des Gesetzestextes für ein Pelzfarmverbot. Besonders pikant: Ausgerechnet Dieter Stier, tierschutzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, lehnt das Tierschutzvorhaben ab.

Dies geht aus der Antwort seines Büros auf ein Schreiben der Tierrechtsorganisation PETA hervor. Dabei erfüllen die acht in Deutschland noch vorhandenen Pelzfarmen nicht die aktuellen Anforderungen der Tierschutznutztierhaltungsverordnung und werden nur wegen laufender Gerichtsverfahren weiterbetrieben . Grundsätzlich begeht die Branche systematischen Rechtsbruch, den Stier offensichtlich unterstützt. PETA hatte erst im November 2015 alle Abgeordneten des Bundestags gebeten, das Vorhaben von Bundesrat und Bundesregierung zu unterstützen.

Der Experte zum Thema

„Wir lehnen Stierkampf zwar kategorisch ab, aber in diesem Fall werden wir ihn führen. Wir werden Dieter Stier das rote Tuch zeigen“, so Frank Schmidt, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA Deutschland e.V.  „Stier verhöhnt das Leiden und Sterben zig-tausender Tiere und missachtet gleichzeitig die Fachkompetenz der Bundestierärztekammer, die sich für ein Pelzfarmverbot ausspricht.“

PETA im Kampf gegen Pelzfarmen

PETA befürwortet ein schnelles Verbot der Pelztierhaltung im Tierschutzgesetz mit Übergangsfristen bis spätestens 2018. Bereits seit 2011 weigern sich die Betreiber der Nerzfarmen, die geltenden Mindestanforderungen der Tierschutznutztierhaltungsverordnung für Tiere auf Pelzfarmen umzusetzen, obwohl ihnen der Verordnungsgeber vorab bereits eine Übergangsfrist von fünf Jahren gewährte.

Pelzfarm/Nerzfarm in Deutschland. Foto: (c) PETA

Pelzfarm/Nerzfarm in Deutschland. Foto: (c) PETA

Seit Jahrzehnten dokumentieren PETA und andere Tierrechtsorganisationen das Leid verletzter, verhaltensgestörter und vernachlässigter Tiere auf Pelzfarmen in Deutschland. Die Haltung anspruchsvoller Wildtiere in enorm restriktiver Käfighaltung ohne jede Beschäftigungsmöglichkeit ist aus wissenschaftlicher Sicht und im Hinblick auf die Grundbedürfnisse der Tiere ungenügend. Pelzfarmverbote existieren bereits in Österreich, Großbritannien und Slowenien. Die überragende Mehrheit der Bundesbürger  findet das Tragen von Pelz nicht in Ordnung, was eine deutliche Ablehnung der Tötung von Tieren für das „Luxusprodukt“ Pelz zum Ausdruck bringt.

Weitere Informationen

PETA.de/Illegale_Pelzfarmen

Pelz.PETA.de

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