Für Tierfreunde im besten Alter

Tierschutz – keine Frage des Alters

Tierschutz – keine Frage des Alters

Wer in Not geraten ist, der benötigt Hilfe. Das gilt für Menschen, wie für Tiere. Es ist eine Frage der soziale Verantwortung und des persönlichen Gefühls dazu, wie man sich in unserer Gesellschaft für Hilfsbedürftige einsetzen möchte.

Ein motivierender Artikel von  PETA50Plus-Gastautor Dr. Henri Schlömer.

Tierschutz – keine Frage des Alters: Die Flüchtlinge, die sich nach Europa und besonders nach Deutschland retten, sind in diesen Tagen in allen Schlagzeilen und lösen eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Freiwillige sind hochwillkommen – besonders auch solche, die den Flüchtlingen aufgrund ihrer Lebenserfahrung und Ausbildung jenseits der ersten Not helfen können, sich in Deutschland zurechtzufinden. Vor allem die Generation der über Fünfzigjährigen bzw. der Ruheständler eignet sich hierfür oft besonders, da sie häufig über die notwendigen Fähigkeiten und die Zeit, um effizient zu helfen, verfügt.

Die älteren Menschen in unserer Gesellschaft sind heute auch nach dem Berufsleben noch geistig und körperlich viel besser disponiert, als dies noch vor zwanzig, dreißig Jahren der Fall war. Dazu ist es noch keiner Generation im Ruhestand wirtschaftlich so gut gegangen wie heute. Schon gar nicht ist die ältere Generation heutzutage grundsätzlich eher hilfsbedürftig, sondern in vielen Fällen absolut „einsatzfähig“. Vielmehr stellen ältere Menschen heute eine große gesellschaftliche Ressource in puncto Energie und Fähigkeiten dar, die im ehrenamtlichen Bereich viel Gutes bewirken kann und keinesfalls brachliegen sollte.

Das gilt natürlich auch für Tierrechte. Grundsätzlich können alle Talente, Erfahrungen und Kenntnisse älterer Menschen für den Schutz der Tiere eingesetzt werden. Ehemalige Handwerker können Tierheime instand setzen, pensionierte Angestellte den täglichen Papierkrieg von Tierschutzorganisationen bewältigen, IT-Fachleute die immer wichtiger werdende digitale Welt im Tierschutz organisieren, Marketingspezialisten können Fundraising-Kampagnen begleiten etc. Die Liste ließe sich fast unendlich fortsetzen.

Darüber hinaus gibt es viele Aufgaben, die keine Spezialkenntnisse voraussetzen, sondern lediglich die Bereitschaft und die Zeit, etwas für den Schutz unserer Mitlebewesen zu tun. Jeder kann helfen – sei es in der Logistik und Umsetzung von Demos oder der Organisation von Kampagnen, der Durchführung von Petitionen und Aktionen usw.

Es gibt niemals zu viel Unterstützung, und die Arbeit geht nicht aus. Natürlich sind Tierrechte verglichen mit dem o. g. Flüchtlingsbeispiel leider kein so großes gesellschaftliches Thema und der persönliche Einsatz ist auch mit viel weniger „Glamour“ verbunden. Auch hier hilft die Abgeklärtheit älterer Menschen, die wissen, was sie können und nicht auf die Öffentlichkeit angewiesen sind, um Lohn in ihrer Arbeit zu finden.

Umso mehr braucht der Tierschutz Menschen, die nicht nur mit dem Herzen dabei sind, sondern auch mit dem Kopf, und denen die Verbesserung der Lebensumstände der Tiere persönliche Befriedigung ist. So mancher mag in dieser Arbeit auch eine Möglichkeit sehen, anderen etwas von dem Glück zurückzugeben, das man im Leben erfahren hat. Das gilt in besonderem Maße für Menschen, die nach ihrem Berufsleben gesund und materiell abgesichert sind.

Diese Freiheiten und Möglichkeiten, die ältere Generationen vor uns nie in diesem Ausmaß hatten, stellen gleichzeitig aber auch eine Verpflichtung dar, diese Möglichkeiten nicht zu verschwenden, sondern sie zu nutzen und auch für andere einzusetzen. Tiere in Not können sich nicht allein helfen; sie brauchen die Hilfe von Menschen, denen das „Dolcefarniente“ im Alter nicht genug ist, und die ihre Kraft und Fähigkeiten nach dem Berufsleben nicht vergeuden wollen.

Die Tiere warten auf Sie – worauf warten Sie?

Über den Autor
(c) privat / Henri Schlömer

(c) privat / Henri Schlömer

Dr. Henri Schlömer setzt sich für Tiere ein. Er betrachtet unsere Gesellschaft kritisch und setzt für große Veränderungen auf den Einzelnen. Denn: Wenn alle Menschen sich bewusst für ihr Handeln entscheiden, kann viel verändert werden. Verantwortung liegt bei jedem Menschen, der mündige Bürger engagiert sich und hilft mit, wo Hilfe benötigt wird.

Steckbrief:

Geb.  1959 in Westfalen, Diplom-Ökonom

Verheiratet, keine Kinder, 1 Tierheimhund

Beruf: Privatier, davor 27 Jahre Manager in der Industrie

 

PETA50Plus dankt dem Gastautor für diesen Beitrag!

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