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Tierisches Landleben – Idylle oder Massenproduktion?

Tierisches Landleben – Idylle oder Massenproduktion?

Was passiert wirklich in den Ställen und wie geht es den Tieren? PETA50Plus möchte es genau wissen und schaut nach…

Tierisches Landleben – Idylle oder Massenproduktion? Sanft geschwungene Hügel, Bauernhöfe und auf den Weiden glückliche Kühe. Hühner laufen frei über die Wege und Wiesen, verträumt scharren sie im Mist. Schweine und ihre Kinder suhlen sich in einer Pfütze und schnuppern am erdigen Boden nach frischem Futter.

Das ist das Bild, das man sich gerne macht, wenn man an Landleben und die Lebensumstände von Tieren in der Landwirtschaft denkt.

Doch diese Idylle entspricht nicht der Realität. Was uns die Werbeindustrie gerne vermitteln möchte – durch die Wahl von paradiesischen Bildern und klangvollen Namen – erzeugt beim Konsumenten zumeist ein positives Gefühl und Vertrauen in Produkte, die es nicht verdient haben.

Damit Sie informiert sind, zeigt PETA50Plus auf, was wirklich in den Ställen stattfindet.

Kühe und Kälbchen

Nur wenige Tage nach der Geburt werden die Kälber von ihrer Mutter getrennt. Da die Milch der Kuh für die menschliche Ernährung beansprucht wird, werden die Jungtiere in „Kälberboxen“ mit künstlicher Nahrung versorgt. Bereits kurze Zeit nach einer Geburt werden die Kühe durch künstliche Besamung erneut befruchtet. Für die männlichen Kälbchen endet das junge Leben nach nur wenigen Monaten im Schlachthaus, denn für sie gibt es keine weitere Verwendung. Weibliche Tiere werden aufgezogen und so schnell wie möglich in der „Milchproduktion“ ausgebeutet. Durch Züchtung und nicht artgerechtes Milchleistungsfutter gibt eine Kuh mittlerweile bis zu 40 Liter Milch am Tag – ihre natürliche Leistung hingegen sind maximal 10 Liter. Obwohl Kühe eigentlich eine Lebenserwartung von 15 Jahren und mehr haben, wird eine Kuh in der Milchproduktion im Schnitt nur fünf Jahre alt – dann ist sie ausgelaugt, für den Landwirt unwirtschaftlich und wird getötet. Hinzu kommen zumeist unhygienische Ställe und die Enthornung der Tiere. Das körperliche und seelische Leid der Tiere ist immens. Kühe sind feinfühlige Herdentiere, die einander erkennen und Freundschaften schließen.

Schweine und Ferkel

Rund 66.000 Schweinemastanlagen gibt es in der Bundesrepublik. PETA-Recherchen zeigen immer wieder, dass die ohnehin ungenügenden Bestimmungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung regelmäßig und dauerhaft missachtet werden. Die Tiere werden wie „Produkte“ behandelt. Enge, Gestank und unhygienische zustände sind Schweinealltag. Weibliche Schweine sind ausschließlich dazu da, um Nachwuchs zu bekommen. Sie werden in einen Stand eingesperrt der so eng ist, dass sie sich darin nicht bewegen können. Der Platz auf hartem Spaltboden ist gerade ausreichend, um sich hinzulegen. Zu kleine Schweine-Babys werden sofort nach der Geburt getötet – ihre Aufzucht „lohnt“ sich nicht. Die meisten Schweine sehen nie eine Weide, eine Pfütze oder Suhle. Sie leben ohne Tageslicht in klimatisierten Stallanlagen. Gefüttert werden sie mit Tiermehlen und große Mengen an Medikamenten (u.a. Antibiotika) werden ihnen verabreicht. Das Leben ist kurz und entbehrungsreich. Dabei sind Schweine schlau, sensibel und treu wie Hunde.

Hühner und Küken

Leider wird ihr Leben als so unbedeutend erachtet, dass einschlägige Statistiken häufig nicht einmal die Zahl der getöteten Tiere angeben, sondern nur das Gesamtschlachtgewicht – und das beläuft sich allein in Deutschland auf über 1 Million Tonnen.
Im Jahr 2012 wurden in Deutschland knapp 700 Millionen Hühner geschlachtet. Diese Zahl umfasst Hühner, die in der Fleischindustrie gezüchtet werden, sowie sogenannte Legehennen, die in der Eierwirtschaft nicht mehr profitabel sind und deshalb nach etwa einem Jahr geschlachtet werden.
Für 2012 wurde der Pro-Kopf-Jahresverbrauch an Eiern auf 217 Stück geschätzt. Immer mehr dieser Eier stammen inzwischen aus dem Ausland. 2009 wurden 7 Milliarden Eier importiert; somit kommt bereits jedes dritte Ei aus dem Ausland. Jedes Huhn hat in der konventionellen Haltung sowie Platz, wie ein DIN A4-Blatt groß ist. Damit sie sich aufgrund von Dichtestress nicht verletzten, werden ihre Schnäbel abgebrannt – ohne Betäubung. 50 Millionen männliche Küken werden direkt nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast – ich Leben ist wertlos. Sie eignen sich nicht zur Mast und legen keine Eier.

Davor sind auch Bio-Eier keine Rettung. Hierzu ein Statement von Bioland: „Für die Hähnchenmast und die Legehennenhaltung gibt es jeweils spezielle Zuchtlinien (Hennen, die genügend Eier legen, und Masthühner, die genug Fleisch ansetzen). Das bedeutet, dass männliche Tiere aus der Legehennenzüchtung aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur Mast geeignet sind und in den Brütereien tatsächlich getötet werden. Über die Art der Tötung entscheidet der Brüterei-Betrieb selber.“

Das hat kein Huhn verdient. Sie sind intelligent, kommunizieren per Lauten schon mit ihren Kindern, wenn diese noch in den Eiern sind.

Puten und ihre Kinder

Putenfleisch ist von Anfang bis Ende der ‚Produktionskette‘ mit Krankheit und großem Leid verbunden. Denn die überzüchteten Puten können sich auf biologischem Weg nicht mehr fortpflanzen , daher werden die Elterntiere gewaltsam künstlich befruchtet – viele Tiere werden dabei verletzt. Auch ‚Bio-Putenjungtiere‘ können von Elterntieren aus solchen Zuchteinrichtungen stammen. In Puten-Elternfarmen befruchtete Eier werden an Brütereien geliefert, die die geschlüpften Küken an Mastbetriebe weiterverkaufen. Nach einer Mastzeit von nur 21 Wochen bei Hähnen und 16 Wochen bei Hennen werden die Tiere zum Schlachthof transportiert und getötet. Die natürliche Lebenserwartung von Puten beträgt dagegen bis zu 15 Jahre. Da die Puten-Hochleistungshybriden auf immer mehr Gewicht und rasantes Wachstum gezüchtet werden, sind Muskeln und Skelett der Tiere schnell überlastet – Beinschwächen, Skelettveränderungen und Herz-Kreislauf-Probleme sind die Folge. Angesichts der Tatsache, dass die Zuchtmerkmale von den Elterntieren vererbt werden, ist das Leiden der Nachkommen bereits vorprogrammiert. Putenfleisch ist unter anderem aufgrund des hohen Antibiotikaeinsatzes und der Gefahr von Krankheitserregern wie Salmonellen und Campylobacter nicht nur ein Tierqualprodukt, sondern auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit.

Gänse und Küken

In der Aufzucht werden tausende Gänse in kürzester Zeit auf ein maximales Gewicht gemästet. Dies führt zu schmerzhaften Gelenkentzündungen, verkrüppelten und gebrochenen Beinen, Atemnot und Herzanfällen. In der drangvollen Enge der Massentierhaltung kommt es vielfach vor, dass die schwachen Tiere zu Tode getrampelt werden. In den Mastfarmen werden die meist erst 10 Wochen alten Gänsekinder kopfüber ans Fließband gehängt, welches sie – zumeist schlecht betäubt – zu einem rotierenden Messer fährt, das ihnen die Köpfe abtrennt. Zuvor werden viele Gänse ohne Betäubung gerupft, um Daunen zu gewinnen. Dabei werden den Tieren im Akkord sämtliche weichen Federn vom Körper gerissen; häufig kommt es hierbei vor, dass große Hautstücke mit ausgerissen werden. In Deutschland ist der Lebendrupf an sich verboten. Jedoch gibt es ein Schlupfloch: In der Mauser dürfen die Tiere gerupft werden. Und wer kontrolliert schon bei all den Betrieben und Daunen, ob diese wirklich genau dann den Tieren entrissen wurden…? Niemand.

Gänse haben einen großen Beschützerinstinkt und können vertraute von fremden Personen sehr gut unterscheiden. Sie leben in großen Gruppen und sind sehr sozial.

Schafe und Lämmer

Lämmer werden mit eiweißreicher Nahrung sehr schnell gemästet, sie sollen in kurzer Zeit viele Muskeln und viel Fett ansetzen, um dann schon nach wenigen Wochen getötet zu werden. Die Schafmutter wird erneut geschwängert. Nach ca. 5 Geburten lässt auch ihre „Leistungsfähigkeit“ nach und sie wird ebenfalls getötet. Ein trostloses Schicksal. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 1 074 905 Schafe geschlachtet (Destatis 2010). Innerhalb eines Monats werden allein in Deutschland oft über 100 000 Lämmer und Schafe getötet. Die Mehrheit davon sind Lämmer, erst wenige Wochen jung. Viele Schafe leiden an Hufkrankheiten, die schmerzhaft sind. Auch die Prozedur der Schur ist für die sensiblen Tiere eine Tortur: Geschoren wird zumeist im Akkord, dabei wird brutal mit den Tieren umgegangen und häufig werden ihnen ganze Hautpartien vom Körper gerissen. Die Wunden bleiben oft unbehandelt, da Zeitaufwand und Kosten zu hoch sind.

Schafe sind liebevolle Mütter, ihre Kinder erkennen sie am Geruch und kümmern sich rührend um sie. Sie leben in Herden und genießen das Grasen auf großen, saftigen Weiden.

Kaninchen und ihre Babies

Etwa 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch kommen nach Angaben der Bundesregierung jedes Jahr auf deutsche Teller – dies entspricht etwa 30 Millionen Kaninchen. Der Großteil davon, etwa 33.000 Tonnen, wird in Deutschland unter unwürdigen Haltungsbedingungen produziert. Per Gesetz stehen Kaninchen in der Zucht nur 600 cm2 und Kaninchen in der Mast sogar nur 300 cm2 zur Verfügung – also nicht einmal 2,5 bzw. 1,5 DIN-A4-Seiten pro Tier. Durch chronische Langeweile und zu wenig Platz verletzen sich die Tiere oft gegenseitig oder selbst. Ihr Bewegungsapparat verkümmert und meist müssen die sensiblen Tiere ihr Leben lang auf Gitterböden sitzen – schmerzlich entzündete Pfoten, Wirbelsäulenverkrümmungen und Gelenkprobleme sind die Folge. Käfig an Käfig sitzen Tausende Tiere in großen Hallen, ähnlich grausam wie bei Hühnern in der Legebatterie. Die Luftqualität ist aufgrund der Kotberge unter den Käfigen meist sehr schlecht, und so bekommen viele Kaninchen Atemwegserkrankungen und Augenentzündungen von der ammoniakverseuchten Luft. Die bewegungsfreudigen Tiere haben keinerlei Möglichkeit, ihr arttypisches Verhalten, wie weite Sprünge, tiefes Buddeln und ausgiebige Futtersuche, auszuüben.

Auch der Transport der Tiere zum Schlachthof ist eine grausame Praxis. Die Kaninchen werden in Kisten verfrachtet und unter großem Stress transportiert. Im Vorfeld müssen sie häufig hungern – dies soll zu einer besseren Fleischqualität führen – was für Tiere, deren Verdauung nur mit einer kontinuierlichen Nahrungsaufnahme funktioniert, eine große Belastung darstellt. Bei der Schlachtung sind die Tiere häufig unzureichend betäubt und erleben den Kehlschnitt noch ganz bewusst.

Kaninchen leben in sozialen Gruppen und bauchen viel Bewegung und Auslauf. Sie sind überaus reinlich. Sie pflegen Freundschaften und putzen sich gegenseitig. Das Gruppenleben ist für sie sehr wichtig, damit sie ein glückliches Leben führen können.

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