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Täter gesucht: Wolf im Landkreis Bautzen erschossen

Täter gesucht: Wolf im Landkreis Bautzen erschossen

PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Tierrechtsorganisation vermutet Täter in Jägerkreisen

Wölfe brauchen Schutz. Foto: (c) A.-C. Hein / PETA

Wölfe brauchen Schutz. Foto: (c) A.-C. Hein / PETA

18. Dezember 2013 – Täter gesucht: Ein männlicher Wolfswelpe wurde am vergangenen Freitagmorgen bei Hermsdorf im Landkreis Bautzen tot aufgefunden. Eine Untersuchung des Tieres durch das Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ergab, dass der junge Wolf von 31 Schrotkugeln getroffen wurde. Laut Presseberichten ermittelt nun die Staatsanwaltschaft, um den oder die Täter zu finden. Durch das Bundesnaturschutzgesetz ist der Wolf in Deutschland eine streng geschützte Tierart, auf Verstöße stehen hohe Strafen.

Um die Ermittlungen der Polizei zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA.

„Wir gehen davon aus, dass der Täter in lokalen Jägerkreisen zu finden ist“, so Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Es wäre nicht das erste Mal, dass Mitglieder der Jägerschaft einen natürlichen Konkurrenten mit einem gezielten Schuss ausschalten. Seit Jahrhunderten setzen Jäger alles daran, natürliche Raubfeinde erheblich zu dezimieren, damit sie ihre eigene Jagdlust ungehindert rechtfertigen und befriedigen können.“

Problematisch an der Situation: 2012 wurde der Wolf in Sachsen in das Jagdrecht aufgenommen, genießt allerdings eine ganzjährige Schonzeit. Offiziell ist er dadurch aber der Jägerschaft und ihrer Aufsicht unterstellt, was der Akzeptanz des Wolfes und seinem Schutz zuwiderläuft.

PETA fordert ein generelles Verbot der „Hobbyjagd“. Eine Reduktion des Wildtierbestandes durch Jäger ist nicht erforderlich. Auch namhafte Biologen wie Prof. Dr. Josef Reichholf von der TU München vertreten die Auffassung, dass waldbewohnende Tierpopulationen selbst zu Zeiten von Wolf und Bär durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten reguliert wurden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd
PETA.de/Jagdunfaelle

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