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Stiftung Warentest entlarvt falsch deklarierten Pelz

Stiftung Warentest entlarvt falsch deklarierten Pelz

Man möchte es nicht glauben, aber es ist wahr. Die Stiftung Warentest entlarvt falsch deklarierten Pelz an Kleidungsstücken. PETA fordert von der Bundesregierung eine längst überfällige Pelzdeklaration für Deutschland.

Stiftung Warentest entlarvt falsch deklarierten Pelz  – ein Fall von Verbrauchertäuschung. Noch immer werden in Deutschland zahlreiche Produkte mit falsch deklariertem Pelz verkauft – das bestätigt nun auch eine aktuelle Stichprobe der Stiftung Warentest in Berlin. In 20 besuchten Geschäften wurden bei der Untersuchung vier Jacken und eine Mütze mit undeklarierten Pelz gefunden. PETA fordert vom Deutschen Bundestag und der Regierungskoalition eine konsequente Kennzeichnung der Art, Herkunft und Haltungsbedingungen von Pelzen. Nur so können Verbraucher eine bewusste Entscheidung treffen, ob sie die qualvolle Haltung und Tötung sogenannter Pelztiere – also Nerzen, Waschbären, Chinchillas und Co – mitfinanzieren möchten oder nicht. Zudem plädiert die Tierrechtsorganisation für verstärkte Kontrollen der ordnungsgemäßen Textildeklaration durch die zuständigen Behörden.

Der Experte zum Thema

„Aus China gelangen immer wieder mangelhaft gekennzeichnete oder als Kunstpelz deklarierte Pelze in den deutschen Handel – teils auch Mützen oder Jacken mit Katzen- und Hundefell“, warnt Frank Schmidt, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Um die Verbraucher vor unbeabsichtigten Fehlkäufen von Pelz zu schützen, muss die Regierung endlich die Umsetzung einer klaren Pelzdeklaration in Deutschland beschließen. Kunden raten wir bis dahin, die Finger von verdächtigen Pelzbesätzen oder Fellbommeln zu lassen.“

Hintergrundwissen

Erst im Dezember 2015 deckte das ZDF-Magazin WISO undeklarierte Pelze in Stuttgart auf. Gemeinsam mit PETA wurden drei Jacken und ein Paar Handschuhe mit Pelz gefunden, die nicht den laut EU-Textilkennzeichnungsverordnung vorgeschrieben Hinweis „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ aufwiesen. Die Händler wurden mittlerweile von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg abgemahnt.

Das Leiden der Tiere für Pelz

Das Schicksal von Millionen Tieren wie Füchsen, Nerzen, Waschbären, Kaninchen, Chinchillas – aber auch Hunden und Katzen – die ihres Felles wegen gezüchtet werden, ist grausam: Die sensiblen Lebewesen werden durch Elektroschocks getötet, erschlagen, ertränkt, erwürgt oder lebendig gehäutet. In China werden nach Ermittlungen von PETA pro Jahr schätzungsweise mehr als zwei Millionen Katzen und Hunde für Pelz getötet und ihr Fell an Parkas und Mützen in die ganze Welt exportiert – häufig falsch deklariert.

Haendler toeten die Tiere noch vor Ort mit Eisenstangen. Foto: (c) c-PETA-D-Manfred-Karremann

Haendler toeten die Tiere noch vor Ort mit Eisenstangen. Foto: (c) c-PETA-D-Manfred-Karremann

Unternehmen, die mit gutem Beispiel voran gehen
Zahlreiche Kauf- und Modehäuser haben in den vergangenen Jahren den Pelzverkauf eingestellt, darunter C&A, Karstadt, Zara, Mango, Otto, Escada, Galeria Kaufhof und Hallhuber. Nach einem vom Bundesrat initiierten Gesetzesentwurf gegen Pelztierhaltung befürwortete auch das Bundeskabinett im August 2015 ein Verbot der Haltung sogenannter Pelztiere in Deutschland. Ein Gesetzestext soll dieses Jahr dem Bundestag zur Debatte vorgelegt werden.

Was Sie tun können

Jeder einzelne Verbraucher kann den Tieren helfen – einfach, indem er entscheidet, Pelz weder zu kaufen noch zu tragen. Verantwortungsvolle Modedesigner wie Harald Glööckler, Stella McCartney und Calvin Klein zeigen bereits ihre pelzfreie Kollektionen und setzen damit Trends. Schauen Sie beim Shoppen genau hin! Sind Sie nicht sicher, ob es sich doch um echten Pelz handelt, kaufen Sie das Produkt bitte nicht. Modische Accessoires sind das Leiden der Tiere nicht wert!

Weitere Informationen

PETA50plus.de/echtpelz-oder-kunsthaar

PETA50plus.de/lieber-pelztraeger-ein-offener-brief

Hier ist die Veröffentlichung der Stiftung Warentest zu lesen.

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