Für Tierfreunde im besten Alter

Schweine: Schlau und sensibel

Schweine: Schlau und sensibel

Schweine sind faszinierende Tiere – hoch intelligent und lernfähig wie Hunde. PETA50Plus zeigt auf, was wir Menschen diesen Tieren antun.

Schweine sind klüger als Hunde und genauso freundlich, loyal und mitfühlend. In einer natürlichen Umgebung sind sie sozial, verspielt und beschützend, sie gehen Beziehungen miteinander ein, träumen und erkennen ihre Namen. Ganz unglaublich: Schweine können weitaus erfolgreicher Videospiele spielen als Hunde oder einige Primaten. Zu der Frage, wie die kognitive Entwicklung eines Schweins mit der eines dreijährigen Kindes verglichen werden kann, antwortete Professor Donald Bloom von der Veterinärmedizinischen Abteilung der Cambridge Universität: „(Schweine) haben die kognitiven Fähigkeiten, um sehr intelligent zu sein, sogar mehr als Hunde und sicherlich mehr als ein dreijähriges Kind“.

Der Alltag der meisten Schweine ist von Leid, Schmerzen und Entbehrungen gekennzeichnet. Warum behandelt eine moderne Gesellschaft Tiere so schlecht, obwohl man wissenschaftliche Kenntnis über deren Gefühle und Intelligenz hat?

Das Leben in der Intensivtierhaltung ist für Schweine geprägt von Schmutz, Enge, Schmerzen und Trostlosigkeit.

Bei PETA-Undercover-Aufnahmen in einer Ferkelaufzuchtanlage im Kreis Lippe dokumentierten Ermittler der Tierrechtsorganisation im Oktober 2014 akute Missstände: Unter anderem entdeckte das Team tote Ferkel, offensichtlich leidende, apathische und kranke Tiere. Die Videoaufnahmen zeigen Schweine ohne große Bewegungsmöglichkeit, die dicht aneinander gedrängt liegen oder stehen. Ein Jungtier hing in einer von der Decke herabhängenden Kette fest, andere Ferkel zeigten offensichtliche Atemprobleme. Tote Tiere lagen in einem Zuweg zu den Stallungen, weitere Kadaver waren in einer Mülltonne zu sehen. Im Wirtschaftsraum der Intensivtierhaltung standen Antibiotikapackungen offen herum. PETA erstattete aufgrund der tierschutzwidrigen Umstände Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Detmold.

Gesetze werden missachtet

Rund 66.000 Schweinemastanlagen gibt es in der Bundesrepublik. PETA-Recherchen zeigen immer wieder, dass die ohnehin ungenügenden Bestimmungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung regelmäßig und dauerhaft missachtet werden. Die Ferkel in der Lipper Anlage hatten ausnahmslos kupierte Schwänze, obwohl diese Prozedur in NRW nur noch in Ausnahmefällen gestattet ist.

Ein 2010 verabschiedeter Erlass des NRW-Umweltministeriums erlaubt das betäubungslose Abschneiden der Ferkelschwänze nur, wenn der Eingriff unerlässlich ist. Damit solch ein Einzelfall eintritt, müsste ein Mäster u.a. eine tierärztliche Beratung nachweisen, den Tieren ausreichend Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten und für ein gesundes Stallklima sorgen. Im Herbst 2013 deckte PETA ähnliche Missstände in einer Ferkelaufzuchtanlage in Welver – ebenfalls NRW – auf: Die Staatsanwaltschaft Arnsberg bestätigte die Vorwürfe der Tierrechtsorganisation, der Landwirte zahlte eine hohe Geldbuße.

Alltag - nicht Einzelfall

Das Dramatische: Diese unwürdigen Lebensumstände der Schweine sind kein Einzelfall! In der sogenannten Produktion von Tieren sind Vergehen dieser Art an der Tagesordnung. Das daraus resultierende Leiden der Tiere – das wir Menschen ganz bewusst den Tieren antun – ist unermesslich.

PETA fordert

PETA fordert ein schärferes Vorgehen gegen landwirtschaftliche Unternehmen, die gegen die ohnehin schon geringen Gesetzesauflagen verstoßen. Außerdem sollten bei Vergehen vermehrt Tierhaltungsverbote ausgesprochen werden oder Verfahren zur Gewerbeuntersagung geführt werden.

Was Sie tun können

Im Namen der Tiere bitten wir Sie, kein Fleisch und andere tierische Produkte zu kaufen. Denn der Konsument hat sehr großen Einfluss auf die angebotenen Waren. Wenn niemand mehr Tierqualprodukte kauft, werden diese nicht mehr hergestellt. Viele Menschen stehen in enger emotionaler Verbindung zu Hunden, Katzen, Pferden und anderen liebenswürdigen Tieren. Stellen Sie sich vor, es wäre ihr tierischer Freund, dem all dies widerfahren würde – das würde niemand wollen. Zudem ist es wichtig, dass wir Kindern empathischen Umgang mit allen Lebewesen vermitteln – so können sie zu mitfühlenden Erwachsenen heranreifen.

Weitere Informationen

PETA50plus.de/streicheln-oder-essen/

PETA50plus.de/darf-man-tiere-essen/

PETA50plus.de/veganstart-jetzt-mitmachen/

PETA50plus.de/das-gesundheits-abc/

 

 

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