Für Tierfreunde im besten Alter

Ratten sind kitzelig und kichern beim Spielen

Ratten sind kitzelig und kichern beim Spielen

Ratten sind entzückende Tiere! Doch ihr Image ist leider nicht sehr gut und in Tierversuchen sterben jedes Jahr Millionen von ihnen in schmerzhaften und tierunwürdigen Versuchen.

Fair ist das nicht! Vor diesem Hintergrund hat Gastautorin Bettina Schneider sich intensiv mit den liebevollen Nagern beschäftigt und versucht durch Aufklärung die Vorurteile gegen Ratten zu negieren.

 

Ratten sind kitzelig und kichern beim Spielen
  • …wen interessierts, dass Ratten liebevolle Tiere sind, die lebenslange Freundschaften eingehen?
  • …wen interessierts, dass sie schlau und erfinderisch sind und dass sie kichern, wenn sie Spaß haben?
  • …wen interessierts, dass Ratten genau wie Hunde und Katzen gute Mütter sind und jederzeit ihre eigene Sicherheit für den Nachwuchs aufs Spiel setzen?    
  • …wen interessierts, dass Ratten auf angebotene Leckerbissen verzichten und lieber zu Hilfe eilen, wenn ein Artgenosse in Gefahr ist?
  • …wen interessierts, dass Ratten sogar Mimik erkennen können?

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Die sensiblen und hochintelligente Tiere werden als derart unwichtig erachtet, dass sie in vielen Ländern durch keinerlei Gesetze geschützt sind. Selbst innerhalb der europäischen Union ist es noch immer legal, sie zu vergiften, zu verbrühen, zu verstümmeln, sie unsäglichem Leid auszusetzen. Warum? Weil es leider niemanden interessiert…

Wer sich ein wenig mit dieser Spezies beschäftigt weiß, dass die kleinen Nager unglaublich intelligent, sozial und sensibel sind, weit entfernt von ihrem Image als Ekeltier, das ihnen hartnäckig anhaftet.

Ratten gehören zu den intelligentesten Heimtieren, sie werden rasch zahm und sind sehr menschenbezogen. Sie verfügen über ein hoch entwickeltes Sozialsystem und ein breites Repertoire an Lautäußerungen (für Menschen nicht hörbar). Der unbehaarte Schwanz ist ein wichtiges Regulativ der Körpertemperatur und dient beim Klettern zur Balance.

Ratten sehen nicht besonders gut, dafür sind Tast-, Geruchs- und Gehörsinn hervorragend ausgebildet. Sogenannte „Tasthaare“ an der Schnauze und über den Augen ermöglichen eine ausgezeichnete Orientierung, auch im Dunkeln. Das feine Näschen ortet Nahrung über große Entfernungen. Auch Rudelmitglieder erkennen sich am Geruch und das eigene Revier wird mit Duftspuren markiert. Ratten können mit ihren beweglichen Ohren selbst noch Töne hören, die im Ultraschallbereich liegen.

Ratten brauchen ihre Familie

Am glücklichsten fühlen sich die sozialen Nager in der Gruppe, denn Ratten haben einen ausgeprägten Sinn für Zusammenhalt und Familienleben. Einzelhaltung ist daher nicht artgerecht. Untereinander herrscht eine strenge hierarchische Ordnung. Um Konflikte zu lösen oder schon im Vorfeld zu vermeiden, verfügen Ratten über ein reichhaltiges Repertoire an Verhaltensformen und  Lautäußerungen. Der Nachwuchs wird gemeinsam großgezogen und Gruppenkuscheln und die hingebungsvolle Fellpflege untereinander, ist eine der beliebtesten Beschäftigungen.

Ratten können sogar lachen. Wenn sie als junge Tiere miteinander spielen, dann stoßen sie in schneller Folge hohe Pfeiftöne aus. Ihr Lachen signalisiert Artgenossen, dass es sich um ein Spiel handelt. Neben Primaten sind Ratten die einzigen Tiere, bei denen Lachen nachgewiesen worden ist. Die Nager lassen sich von vertrauten Menschen sogar gern spielerisch kitzeln, und auch dann piepsen sie freudig in 50-kHz-Tönen.

Genau wie Menschen und alle anderen Tiere spüren auch Ratten Schmerz

 Werden die sensiblen Nager in Käfige gesetzt und für Tierversuche missbraucht, können sie sich einsam fühlen, Angst haben  und depressiv werden.

Etwas 90 Prozent aller Tiere, die weltweit zu invasiven Tierversuchen missbraucht werden, sind Mäuse und Ratten. Das bedeutet, dass Millionen von ihnen  aufgeschnitten werden oder grausame Operationen ohne Schmerzmittel erleiden müssen.

Da Ratten unfähig sind sich zu erbrechen, sind sie das „ideale“ Testobjekt für giftige und ätzende Substanzen. Sie werden skrupellos benutzt, um an ihren Körpern und Organen zu experimentieren. Ratten werden bei grausamen Versuchen und Sicherheitsprüfungen als Messinstrumente missbraucht oder zur Aus- und Weiterbildung sinnlos gequält und getötet.

Meist erhalten sie keinerlei tierärztliche Versorgung und man lässt sie dann in überfüllten, dreckigen Laborkäfigen elend dahinvegetieren und sterben.

Es ist längst bekannt und wissenschaftlich erwiesen, dass Ratten Schmerz, Angst, Einsamkeit und Freude empfinden können, genau wie wir Menschen. Die sozialen Tiere haben je nach Gefühlslage verschiedene Gesichtsausdrücke und kommunizieren über Laute, die das menschliche Ohr nicht hören kann.

Doch obwohl sie Schmerz spüren und wie Hunde oder Katzen leiden, erwiesenermaßen intelligent und mitfühlend sind, werden sie am häufigsten für Tierversuche eingesetzt. Sie sind ein billiges „Abfallprodukt“ und bei Tierversuchen das Lebewesen der ersten Wahl, wenn es um „medizinischen Fortschritt“ oder Entwicklung von kosmetischen Produkten geht.

Übrigens erkennen die Ratten dann sogar den Schmerz ihrer Artgenossen an deren Mimik. Aber wen interessierts ???

Falls es DICH interessiert, nimm Dir bei der nächsten Petition gegen Tierversuche eine Minute Zeit für eine Unterschrift.

Denn: TIERVERSUCHE SIND VERBRECHEN!

Wir danken für diesen tollen Gastartikel!

Über Bettina Schneider
(c) privat / Bettina Marie Schneider

(c) privat / Bettina Marie Schneider

Die ehemalige Flugbegleiterin ist 54 Jahre alt und konnte sich durch ihren Beruf ein Bild über die Lebensbedingungen von Tieren in der Welt machen. Viel Leid und Elend ist ihr dabei begegnet. Heute schreibt die engagierte Tierschützerin in ihrem eigenen Blog „Gutes-Karma-to-go“ über die facettenreichen Themen des Lebens. Darüber hinaus bloggt sie für die Huffington Post und beim Schweizer Magazin 50+.

Doch sie tut noch mehr, sie packt an und hilft syrischen Flüchtlingen, ihren Familien und ihren Tieren. Mit dem von ihr gegründeten Verein: “Frieden für Pfoten – Peace4Paws“ hilft sie, wo immer es möglich ist – Danke Bettina!

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