Für Tierfreunde im besten Alter

Pferdekutschen – Gefahr für Tier und Mensch

Pferdekutschen – Gefahr für Tier und Mensch

Erneuter Negativ-Rekord: Mindestens 122 Verletzte bei 76 Pferdekutschen-Unfällen in 2014. PETA fordert Bundesverkehrsministerium auf, endlich ein Pferdekutschen-Verbot zu etablieren.

Pferdekutschen – Gefahr für Tier und Mensch: Mit einer Kutschfahrt verbinden noch immer zahlreiche Menschen ein Gefühl von Romantik und Nostalgie. Doch es ist an der Zeit die Augen zu öffnen und sich genau anzusehen, ob dieses Bild der Realität entspricht. Die sensiblen Tiere müssen bei Hitze und Kälte, bei Wind und Wetter eine schwere Kutsche ziehen, häufig umgeben vom schnellen und lärmenden Stadtverkehr. Immer wieder brechen Tiere vor einer Kutsche zusammen, dann können sie zumeist nur noch durch einen Tierarzt eingeschläfert werden. So ein Leben ist eine Qual für die Herdentiere! Sie gehören auf die Weide, zusammen mit Artgenossen – nur so können sie glücklich sein.

Der Negativ-Rekord in Zahlen

PETA hat die Schicksale der Tiere im Blick und veröffentlicht daher jetzt die aktuelle Pferdekutschen-Unfallstatistik für das vergangene Jahr. Berücksichtigt wurden alle Zwischenfälle im deutschsprachigen Raum. Nachdem 2013 bereits ein Negativ-Rekord mit 50 Unfällen und 98 Verletzten verzeichnet wurde, kam es 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit insgesamt 76 Unfällen nochmal zu deutlich mehr Unglücken als im Vorjahr. Insgesamt starben dabei zwei Menschen, 122 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Zudem kamen acht Pferde ums Leben, 17 Tiere erlitten Verletzungen. In Deutschland gab es mit 60 Unfällen und 88 Verletzten wieder die meisten Unglücke – ebenfalls ein neuer Negativ-Rekord.

Der Experte zum Thema

„Es ist absurd, Pferde im Straßenverkehr einzusetzen. Als Fluchttiere erschrecken sie oft schon durch geringe Störungen, bei den 76 Unfällen im Jahr 2014 war meist nur ein Geräusch der Auslöser für eine Tragödie“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Die Risiken sind extrem hoch. Während für Kraftfahrzeuge höchste Sicherheitsstandards gelten, dürfen Kutschen noch wie im Mittelalter über Straßen fahren. Wir fordern ein Verbot von Pferdekutschen als Beförderungsmittel, zum Schutz von Mensch und Tier.“

PETA schreibt an den Bundesverkehrsminister

Angesichts der wiederholt tragischen Bilanz hat PETA das Bundesverkehrsministerium erneut in einem Schreiben aufgefordert, ein Verbot von Pferdekutschen im Straßenverkehr zu prüfen. Die Tierrechtsorganisation weist das Bundesverkehrsministerium darauf hin, dass die häufig schweren Verläufe der Unfälle auch auf fehlende Sicherungsvorrichtungen wie Gurte und Airbags sowie mangelhafte Beleuchtung und unzureichende Bremssysteme zurückzuführen sind. Daher ist ein Vergleich mit den Unfallzahlen aus dem Kraftfahrzeugbereich nicht zielführend: Die Sicherheit motorisierter Fahrzeuge wird im Gegensatz zu Pferdekutschen ständig weiter entwickelt und aktuellen Standards angepasst.

Mit gutem Beispiel voran: In Rothenburg ob der Tauber wurde 2010 nach einem schweren Pferdekutschenunfall ein Kutschverbot im Innenstadtbereich beschlossen und vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.

Was Sie tun können

Bitte machen Sie keine Fahrt mit einer Pferdekutsche! Wenn niemand mehr eine solche Tortour in Anspruch nimmt, wird es das Angebot eines Tages nicht mehr geben. Pferde sind die Freunde der Menschen, sie sind sensible Wesen, die dieses Leben nicht verdient haben. Wer eine Kutschfahrt macht, der trägt eine Mitschuld am Leiden der Tiere.

Weitere Informationen
PETA.de/Pferdekutschen
PETA.de/Pferdekutschenunfaelle

Foto: (c) frei / pixabay.de

 

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