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PETA-Tipps: Tiergerechte Kaninchenhaltung im Winter

Kaninchen brauchen viel Pflege und Artgenossen. Foto: (c) PETA

Kaninchen brauchen viel Pflege und Artgenossen. Foto: (c) PETA

Temperaturen bis in die Minusgrade, winterliches Wetter mit Kälte, Schnee und großer Feuchtigkeit. Besonders bei Frost häufen sich die Anfragen bei der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nach tiergerechter Kaninchenhaltung im Winter.

 

In der Regel kommen Kaninchen mit Kälte besser zurecht als mit hochsommerlicher Hitze oder Heizungsluft. Ein anspruchsvoll gestaltetes Außengehege ist für gesunde und gut genährte Kaninchen mit dichtem Winterfell auch im Winter eine gute Lösung. Es müssen allerdings einige Vorkehrungen getroffen werden, damit Kaninchen den Winter gesund und glücklich verbringen können.

 

PETA-Kampagnenleiterin und Kleintierexpertin Charlotte Köhler hat wichtige Informationen zusammengestellt.

PETAs Tipps auf einen Blick:

 

  • Mit der Haltung von Kaninchen im Freien, kann nicht in der kalten Jahreszeit begonnen werden. Um ein Winterfell entwickeln zu können, müssen die Tiere bereits in den warmen Monaten in ein Außengehege ziehen.
  • Kaninchen sollten grundsätzlich in Gruppen von mindestens zwei Tieren gehalten werden. Gerade im Winter ist ein artgleicher Partner nicht nur für ein glückliches und tiergerechtes Leben, sondern auch zum wärmenden Kuscheln unverzichtbar.
  • Die Haltung von Kaninchen in kleinen, handelsüblichen Käfigen ist das ganze Jahr über abzulehnen – in der kalten Jahreszeit kann diese tierschutzwidrige Unterbringung in der Außenhaltung Lebensgefahr für die Tiere bedeuten.
  • Der Kaninchengruppe muss ein großes und witterungsfestes Gehege mit gut isolierten, windgeschützten und trockenen Schutzhütten zur Verfügung stehen. Reichlich Nistmaterial wie Stroh und Heu hilft, der Kälte zu trotzen. Nur eine ausreichende Auslauffläche kann gewährleisten, dass sich die Tiere genug bewegen können, um sich warm zu halten.
  • Auch im Winter müssen Kaninchen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Tierhalter sollten Tränke und Napf mindestens zweimal am Tag kontrollieren und eventuell gefrorenes Wasser austauschen. Es empfiehlt sich zusätzlich zur Trinkflasche eine Schale mit Wasser bereitzustellen, hier kann bei großem Frost das Eis abgeleckt werden, um ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.
  • Vereistes Obst und Gemüse kann zu gefährlichen Verdauungsstörungen führen. Daher empfiehlt es sich, circa 3x täglich eine Hand voll Frischfutter pro Kaninchen im Gehege bereit zu stellen. Was nach 1 Stunde nicht gefressen wurde, wird wieder eingesammelt und aus dem Freilauf entfernt. Das beugt Magenproblemen vor.
  • Es ist wichtig darauf zu achten, dass das Futterheu keine Schimmel- und Feuchtstellen in der Lagerung erfahren hat.Die Sporen sind für Kaninchen lebensgefährlich, Heu mit Schimmelstellen darf nicht verfüttert werden, das gesamte Paket bzw. der ganze Ballen sind dann zu entsorgen.
  • Kaninchen, die an sich außer Frischkost und Heu kein Zusatzfutter benötigen, sollten zur kalten Jahreszeit auch ab und an Nüsse wie Sonnenblumenkerne, Walnüsse und Cashewkerne in kleinen Mengen erhalten. Aufgrund des hohen Energiebedarfs in der kalten Jahreszeit benötigen Kaninchen in Außenhaltung mehr Nahrung um ihr Gewicht zu halten. Nüsse haben einen hohen Energiegehalt und sie schmecken den Kaninchen sehr gut. Auch getrocknete Blüten und Laub sind beliebte Zusatzfutter im Winter. Es ist darauf zu achten, kein Fertigfutter mit Zucker und Getreide zu füttern – diese beiden Dinge sind häufig in handelsüblichem Futter enthalten.
  • Spontane Temperaturwechsel sind auch für gesunde Kaninchen zu vermeiden. Auch in einer besonders kalten Nacht sollten Tierhalter ihre Schützlinge deshalb nicht kurzfristig in die geheizte Wohnung nehmen. Spezielle Wärmekissen für Tiere – die im Internet erhältlich sind – können in den Schutzhütten ausgelegt werden, um die Tiere warmzuhalten.
  • Kaninchenhalter müssen ihre Schützlinge auch in den Wintermonaten gut beobachten: Ist ein Tier nicht mehr aktiv und zeigt sich auffällig aufgeplustert und apathisch, sollte ein Tierarzt konsultiert werden.
  • Alte und kranke Kaninchen müssen ebenso wie Kaninchen die zuchtbedingt kein Winterfell entwickeln vor kalten Temperaturen geschützt werden. Sie sollten den Winter nicht in Außenhaltung verbringen.

 

Weitere Informationen zu unseren tierischen Freunden finden Sie hier:

PETA.de/Haustiere

 

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