Für Tierfreunde im besten Alter

Paradiesisch schön… Schauspielerin Marion Kracht im Interview

Paradiesisch schön… Schauspielerin Marion Kracht im Interview

WOW – paradiesisch schön und einfach VEGGIE! Schauspielerin Marion Kracht setzt sich gemeinsam mit PETA für eine gesunde und tierfreundliche Ernährung ein.

Paradiesisch schön… Schauspielerin Marion Kracht im Interview: Die beliebte Schauspielerin Marion Kracht lebt vegetarisch – ihre Familie zieht mit und so sind die Krachts gesund und fröhlich und damit ein tolles Vorbild für Familien, die tierfreundlich leben möchten.

Marion Kracht ernährt sich schon lange vegetarisch und das ist bestimmt mit ein Grund dafür, warum sie heute – mit über 50 Lebensjahren – noch genauso gut aussieht, wie als „Tina“ in der beliebten 80er Jahre TV-Serie „Diese Drombuschs“.

PETA50Plus hat sich mit ihr getroffen, um ein persönliches und zugleich offenes Gespräch über ihr vegetarisches Leben, ihre Familie und ihre Denkweise zu führen.

PS: Gerade im Handel erschienen ist das Kochbuch von Marion Kracht! Es präsentiert tolle vegetarische und vegane Gerichte. Wir dürfen fünf Exemplare verlosen. Machen Sie jetzt mit und nehmen Sie an der Verlosung teil!

 

Marion Kracht im Gespräch

Marion-Kracht-AnsichtSeit wann lebst du fleischfrei und warum?

Ich lebe seit 1989 vegetarisch. Damals war ich in Indien unterwegs und habe mit eigenen Augen gesehen, wie schlecht Tiere behandelt werden, die für die Fleischproduktion sterben. Diese Zustände wollte ich nicht länger unterstützen und habe mich schnell entschieden, Fleisch von meinem Speiseplan zu streichen. Kuhmilch und Eier esse bzw. trinke ich mittlerweile auch nicht mehr. Beides schmeckt und bekommt mir nicht.

Du hast zwei Söhne, wie klappt das vegetarische Leben in der Familie?

Mein großer Sohn ist 16 Jahre alt, und er lebt seit seiner Geburt vegetarisch. Ihm haben Fleisch und Wurst nie geschmeckt und er hat alles was ihm angeboten wurde, wieder ausgespuckt. Auch heute isst er liebend gerne Obst und Gemüse, aber keine Fleischersatzprodukte – einfach, weil er sie nicht mag. Mein zweiter Sohn ist 12 Jahre alt und hat einige Jahre Fleisch gegessen. Mit sieben Jahren wurde er neugierig und hat angefangen, Fragen zu stellen. Natürlich war ich ehrlich mit ihm und habe ihm gesagt, dass die Wurst auf seinem Brot aus dem Fleisch von Kühen oder Schweinen hergestellt wurde. Dann hat er selbst entschieden, kein Fleisch mehr zu essen. Außerdem hat er sich über die Überfischung der Weltmeere informiert und ist dann mit 8 Jahren ganz Vegetarier geworden. Dazu muss ich sagen, dass es bei uns sowieso sehr selten Fleisch oder Fisch zu essen gab, wir waren schon damals im Grunde eine vegetarische Familie.

Wie kommst du als Veggie am Filmset zurecht?

Vegetarierin zu sein, ist heute überhaupt kein Problem mehr. Vor 25 Jahren galt ich da noch als ziemlich irre (lacht). Damals musste ich in der Regel die Beilagen essen, und das hat dann immer wieder zu größeren Komplikationen für den Caterer geführt. Ich habe das gleiche Geld gezahlt wie die Fleischesser und es nicht verstanden, was schwer daran ist, ein angemessenes vegetarisches Gericht anzubieten. Mittlerweile ist das Angebot am Set gewachsen und es gibt immer mindestens eine fleischfreie Option. Wir bestellen das Essen in der Regel vor und da kann es passieren, dass der Koch plötzlich fast ausschließlich vegetarisch kocht, weil auch die Fleischesser sich für die pflanzliche Option entscheiden. Das ist natürlich toll. Wo es allerdings wirklich schwierig ist, sich vegetarisch zu ernähren, ist auf Veranstaltungen. Da wird gnadenlos Fleisch serviert und ich habe manchmal echte Schwierigkeiten. überhaupt etwas zu essen zu finden. Ich appelliere daher an alle Vegetarier: „Bitte fragt nach, wenn euch etwas fehlt.“ Nur so merken Veranstalter, Cafés oder Restaurants, dass sie ihr Angebot erweitern müssen.

Wie wirkt sich deine Ernährung auf Körper und Seele aus?

Auf meine Seele sowieso sehr gut, weil ich durch meine Ernährungsentscheidungen dazu beitrage, meinen Kindern eine Welt zu hinterlassen, in der sie noch einigermaßen glücklich und gesund leben können. Körperlich habe ich mich sehr schnell sehr gut gefühlt. Ich bin so viel fitter, seitdem mein Körper nicht mehr einen Großteil der Energie für das Verdauen von Fleischprodukten verwendet. Und diese Energie habe ich dann eben frei für andere Dinge und Projekte. Außerdem bin ich kaum noch krank. Erkältungskrankheiten, die mich früher oft erwischt haben, ziehen heutzutage in der Regel an mir vorbei.

Ende April ist dein erstes Kochbuch „Kracht kocht“ im Cadmos Verlag erschienen. Erläutere uns doch einmal kurz das Konzept.

Das Konzept des Kochbuchs ist bislang einzigartig, denn wir bieten alle Rezepte in vegetarischer und veganer Variante an. Mir war es wichtig zu zeigen, wie leicht sich Gerichte ganz ohne tierische Produkte zubereiten lassen. Zweitens habe ich bewusst auch Alltagsgerichte gewählt, um Neuvegetariern – und solchen, die es werden wollen – zu zeigen, dass auch die gewohnten Speisen ohne Fleisch gut schmecken und gelingen. Meistens ist es nur eine Kleinigkeit, die wir verändert haben, um zum Beispiel aus einem vegetarischen Gericht ein rein pflanzliches zu machen. Manchmal ist aber auch ein ganz neues Rezept herausgekommen und das ist ja auch spannend. Unterteilt sind die Gerichte in Vorspeisen, Suppen, Salate, Hauptgerichte und Süßspeisen. Im Mittelteil gibt es viele Kleinigkeiten wie Salatsoßen, Chutneys oder geröstete Kapern für Salat und Suppe. Es sind auch viele Leckereien dabei, die wir auf Reisen kennengelernt haben. Zum Beispiel Malai Kofta aus Indien oder Salmorejo aus Spanien. Und das erste Rezept, das ich bei Alfred Biolek in der Sendung gekocht habe (lacht). Zu jedem Gericht gibt es dann noch eine persönliche Anekdote, denn ich habe hier wirklich die Lieblingsspeisen meiner Familie zusammengestellt. Dreiviertel der Rezepte sind übrigens glutenfrei.

Welchen Tipp gibst du Neuvegetariern und solchen, die es werden wollen?

Fleischessen ist im Grunde eine Angewohnheit, und jede Gewohnheit wirkt möglicherweise auf den ersten Blick schwer zu durchbrechen. Interessierte sollten es einfach ausprobieren und nicht zu streng mit sich sein. Vielleicht starten sie mit zwei fleischfreien Tagen pro Woche, steigern dann auf drei und stellen so stückweise um, bis das Fleisch ganz verschwunden ist. Denn eins ist klar: Die positiven Effekte der vegetarischen Ernährung zeigen sich schnell und ich bin sicher, dass sie niemand mehr missen möchte, wenn er sie erst einmal gespürt hat.

Welchen tierfreundlichen Tipp kannst du Menschen über 50 Lebensjahren geben, damit sie so fit und attraktiv wie du werden oder bleiben können?

In jedem Alter tut es gut, sich vegetarisch zu ernähren. Aber gerade, wenn man auf die Wechseljahre zugeht – und die betreffen ja auch Männer –, gibt es ja das eine oder andere Zipperlein, das sich durch eine vegetarische Ernährung zumindest lindern lässt. Je weniger tierische Produkte Menschen zu sich nehmen, desto geringer ist zum Beispiel die Gefahr, übergewichtig zu werden. Der Energiehaushalt kommt in Schwung und die Bewegung an der frischen Luft fällt leichter. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, sinkt und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Vegetariern seltener. Ich mache Yoga, laufe und habe ein Rudergerät zuhause. Und auch als Familie sind wir sehr aktiv und genießen Ausflüge und Urlaube in der Natur. Das alles fällt leichter, wenn man sich fit und energiegeladen fühlt. Mein Mann ist übrigens auch seit einigen Jahren Vegetarier – und zwar freiwillig (lacht). Die Gespräche in der Familie haben ihn überzeugt. Das ist vielleicht noch ein wichtiger Schlusssatz für die männlichen Leser, die eventuell mit Vorurteilen zu kämpfen haben, was eine fleischfreie Ernährung betrifft: Mir imponiert nichts mehr als ein Mann, der Mitgefühl mit Lebewesen hat und weiß, dass seine Entscheidungen Auswirkungen auf die Umwelt haben. Das ist wahre Männlichkeit. Also traut euch! (lacht)

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