Für Tierfreunde im besten Alter

Nürnberg verbietet Anti-Zoo-Werbung

Nürnberg verbietet Anti-Zoo-Werbung – Werbeflächenanbieter lehnen PETA-Plakate gegen Delfinarium-Besuch ab.

Ist die Meinungsfreiheit in Gefahr? Vor Beginn der Sommerferien sollten große PETA-Plakate die Stadt Nürnberg zieren, doch Werbung zur Aufklärung über das Leben von Delfinen in Delfinarien wollen die Anbieter von Werbeaußenflächen nicht aufhängen. Ziel der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. ist es, mit der Werbung auf die bedrückende Situation der Meeressäuger aufmerksam machen. Die Plakate zeigen einen Delfin und den Text: „Die Größe meines Beckens beträgt 0,0001 % meines natürlichen Lebensraumes. Bitte kaufen Sie kein Ticket für das Delfingefängnis.“ Mit diesem Statement bringt PETA prägnant zum Ausdruck, wie tierverachtend Delfinarien sind. Die Tierrechtsorganisation hat kein Verständnis für die Entscheidung der Werbeflächenanbieter, denn während viele Nürnberger ihre Sommerferien am Meer genießen werden, sind die Meeressäuger in Nürnberg zu einem Leben im engen, kahlen und gechlorten Betonpool verdammt, in dem sie sich zu Tode langweilen.

Dieses Plakat hätte in Nürnberg aufgehängt werden sollen. Foto: (c) PETA

Dieses Plakat hätte in Nürnberg aufgehängt werden sollen. Foto: (c) PETA

„Jeder Nürnberger hat das Recht zu erfahren, wie das Leben der Delfine wirklich aussieht“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA Deutschland e.V. „Die sogenannte ‚Delfinlagune‘ bietet den Tieren nur ein Zehntausendstel der Fläche, die sie im Ozean täglich durchstreifen würden. Das ist Freiheitsberaubung.“

Delfine in Freiheit genießen das Meer, die frische Luft und das Leben. Im Delfinarium wird ihnen alles genommen, was ihr natürliches Leben ausmacht. Sie können weder mit Artgenossen in den Wellen spielen, noch in der Strömung treiben; anstelle von Sand gibt es nur Beton. Sie können nicht so tief tauchen, wie sie möchten, und mit drei Flossenschlägen haben sie bereits das Beckenende erreicht. Statt Spielen und Jagen im offenen Meer wird nur „gespielt“, wenn der Pfleger zur „Showtime“ pfeift. Und auch nur, weil toter Fisch gefüttert wird.

„Delfine sind hochintelligente und sensible Tiere mit einem ‚Ich-Verständnis‘, das nach traditionellem Verständnis allein dem Menschen zu eigen ist“, sagt der Ethikprofessor Thomas White. Das bedeutet auch, dass der Delfin sich seiner Gefangenschaft bewusst ist und darunter leidet. „Delfine dürfen folglich nicht wie Sklaven für Tiershows vermarktet und als Zoo-Eigentum betrachtet, sondern müssen mit Achtung behandelt werden“, führt Professor White aus.

PETA fordert den Zoo Nürnberg daher auf, die verbleibenden Delfine in eine betreute Meereslagune zu übersiedeln. Jede noch so kleine Meeresbucht bietet den Delfinen ein artgerechteres Umfeld als ein Betonpool. Im Jahr 2013 übersiedelte das „Conny-Land“ in der Schweiz seine Delfine in eine Meeresbucht auf Jamaika.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/themen/Delfinarien
PETA.de/Delfinimportverbot

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