Für Tierfreunde im besten Alter

Neue Richtlinien für Tiere im Zoo

Das Agrarministerium veröffentlichte nun die neuen Richtlinien für sogenannte Zootiere – auch die neuen Haltungsvorgaben sind unzureichend. Für die Tiere bleiben dringend notwendige Verbesserungen ihrer Lebensumstände aus.

Aktuell wurde im Bundeslandwirtschaftsministerium das überarbeitete „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“, das sogenannte Säugetiergutachten, vorgestellt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. war an der Überarbeitung beteiligt und kritisiert die neuen Haltungsvorgaben nun als unzureichend – denn signifikante Verbesserungen im Tierschutz wurden erfolgreich abgewehrt.

Das ist kein schönes Leben. Foto: (c) PETA

Das ist kein schönes Leben. Foto: (c) PETA

Obwohl die wissenschaftliche Faktenlage für viele Tierarten deutlich größere Gehege rechtfertigt, konnten sich die Zoos mit Verweis auf ihre angespannte finanzielle Situation in den meisten strittigen Fällen durchsetzen. Die Vorstellung der neuen Zoorichtlinien fällt zusammen mit Medienberichten vom vergangenen Wochenende, denen zufolge deutsche Zoos flächendeckend Psychopharmaka beispielsweise bei Menschenaffen und Delfinen einsetzen, um die Tiere an das Leben in den kleinen Gehegen anzupassen. PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Psychopharmaka für Tiere in Zoos und appelliert an das Bundeslandwirtschaftsministerium, die neuen Richtlinien um ein Verbot von Psychopharmaka zu ergänzen.

Die Sichtweise von PETA: Die neuen Zoorichtlinien sind nicht dazu geeignet, artgerechte Lebensbedingungen zu bieten. Zoobesucher werden weiterhin verhaltensgestörte Tiere in viel zu kleinen Gehegen zu sehen bekommen. Es ist daher zu befürchten, dass Zoos weiterhin Psychopharmaka verabreichen, um der Öffentlichkeit eine heile Welt von glücklichen Tieren vorzutäuschen.

PETA setzt sich grundsätzlich für ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Gefangenschaft ein. Tiere in zoologischen Einrichtungen weisen durch die artwidrigen Haltungsbedingungen in der Regel schwere Verhaltensstörungen auf. Besucher lernen in Zoos nichts über die natürlichen Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren. Insbesondere bedrohte Tierarten wie Menschenaffen, Bären oder Raubkatzen können grundsätzlich nicht wieder ausgewildert werden, da sie im Zoo wichtige Verhaltensweisen nicht erlernen.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/ZooIrrtümer

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