Für Tierfreunde im besten Alter

Neue Recherche: So leiden Kaninchen, Hamster und Co.

Neue Recherche: So leiden Kaninchen, Hamster und Co.

Augen auf bei der Suche nach einem vierbeinigem Freund! PETA50Plus informiert über das Leiden von Kaninchen, Hamster, Maus & Co., die man im Handel kaufen kann.

Neue Recherche: So leiden Kaninchen, Hamster und Co. Sie gucken einen mit großen Augen an, ihr Fell ist weich und sie sind sehr niedlich. Vor allem Kinder wünschen sich zumeist einen tierischen Freund. So stehen Kaninchen, Hamster, Mäuse, Ratten und andere kleine Tiere gerne auf den Wunschzetteln und viele Großeltern möchten den Wunsch der Enkelkinder erfüllen.

Doch aufgepasst! Wissen Sie, unter welchen Umständen die Tiere „produziert“ werden, die dann in Baumärkten und Tierfachgeschäften verkauft werden?

PETA50Plus hat einen Blick in solche „Produktionen“ geworfen und berichtet hier über die neueste Recherche von PETA Deutschland e.V.

So sieht die Lebenswelt der Tiere wirklich aus
Kot, Enge, Krankheit und Lieblosigkeit sind der Regelfall im "Tierhandel". Foto: (c) PETA

Schmutz, Enge, Krankheit und Lieblosigkeit sind der Regelfall im „Tierhandel“. Foto: (c) PETA

In den Betrieben werden Hunderttausende von Meerschweinchen, Hamstern, Kaninchen, Vögeln, Ratten oder Mäusen für den deutschen Heimtierhandel „produziert“. Die Videoaufnahmen der Tierrechtsorganisation zeigen Regale voller vernachlässigter Kleintiere, übereinandergestapelt in winzigen Plastikboxen oder überfüllten Käfigen. Unter ihnen befinden sich unzählige tote, verdurstende, kranke und verletzte Tiere. Diese Betriebe decken einen bedeutenden Teil des gesamten deutschen Marktes ab. Über zwischengeschaltete Großhändler beliefern die Zuchtanlagen sowohl kleine Zoofachhändler als auch große Ketten wie OBI, Hagebaumarkt, Fressnapf, Dehner, Das Futterhaus, Raiffeisenmarkt und Zoo & Co.

Bei ihren Recherchen stießen die Ermittler vielfach auf tote Tiere, die einfach zwischen ihren Artgenossen liegen gelassen wurden. Die Überlebenden fristen ihr Dasein häufig inmitten ihrer eigenen Ausscheidungen. Bei vielen der sensiblen Lebewesen führt der Stress der engen und nicht annähernd tiergerechten Gefangenschaft zu Kannibalismus. In einer der größten Zuchteinrichtungen fanden die Ermittler zahlreiche Gefriertruhen voller toter Tiere, die offensichtlich den schlechten Bedingungen zum Opfer gefallen waren. Auch die Leichen der als Reptilienfutter gezüchteten Kleintiere sind zu Tausenden in den Truhen gelagert.

Der Experte zum Thema

„Im Baumarkt oder Zoogeschäft sehen es die Kunden den Tieren nicht an, doch wo die Hamster, Meerschweinchen oder Vögel herkommen, herrschen Verzweiflung, Tod, Krankheit und Kannibalismus“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Ein großer Teil der bundesweit im Handel angebotenen Tiere wird in Massenzuchten unter katastrophalen Zuständen ‚produziert‘. Jeder Käufer läuft Gefahr, diese unhaltbaren Praktiken zu unterstützen.“

PETA fordert für die Tiere...

Die Tierrechtsorganisation fordert die Baumärkte und Zoofachhändler auf, den Verkauf lebender Tiere umgehend zu beenden und stattdessen mit örtlichen Tierheimen zur Vermittlung heimatloser Tiere zusammenzuarbeiten. Zudem appelliert PETA an die Politik, gesetzliche Vorgaben für den Handel und die Haltung von sogenannten Heimtieren zu erlassen.

Aufgrund der vielen dokumentierten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz erstattete PETA bei mehreren Staatsanwaltschaften in Deutschland und in den Niederlanden Strafanzeigen gegen insgesamt elf Züchter und Großhändler.

Das können Sie tun

PETA50Plus appelliert an alle Kunden, das Leid zu stoppen und niemals ein Tier im Handel oder bei einem Züchter zu kaufen. Wer einen tierischen Mitbewohner bei sich aufnehmen möchte, sollte sich an ein Tierheim wenden und ein hilfsbedürftiges Lebewesen adoptieren. Jedes Jahr werden etwa 300.000 Tiere in deutschen Tierheimen abgegeben oder einfach ausgesetzt.

Bitte erklären Sie besonders den Kindern in Ihrem Umfeld, dass jedes Tier hohe Haltungsansprüche hat und viel Liebe und Pflege benötigt. Tierkinder, die man im Handel kauft, werden schnell erwachesen und fristen dann häufig ein ungeliebtes und entbehrungsreiches Leben in kleinen Käfigen. Das darf nicht sein! Unterstützen Sie junge Tier-Fans bei der Pflege und suchen Sie gemeinsam im Tierheim – und nach reiflichen Vorabüberlegungen und -vorbereitungen – die passenden tierischen Freunde aus.

Denn: Wenn niemand mehr ein Tier im Handel kauft, werden sie auch nicht mehr „produziert“. Der Konsument trägt Verantwortung und jeder Einzelne kann zu einer positiven Veränderung beitragen.

Weitere Informationen
PETA.de/Heimtierhandel
PETA.de/Heimtierschutzgesetz
PETA.de/Zoohandel

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