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Nachhaltige Garnelen – die Zukunft ist da

Nachhaltige Garnelen – die Zukunft ist da

Die Zukunft nachhaltiger „Meeresfrüchte“ ist synthetisch. Forscher entwickeln „Garnelen“, für die beim Verzehr kein Tier leiden muss, Menschen nicht ausgebeutet werden und Natur und Klima nicht belastet werden. PETA50Plus über eine tolle Entwicklung.

Nachhaltige Garnelen – die Zukunft ist da: Autos ohne Fahrer, Themenparks aus virtueller Realität, menschliches Gewebe aus 3-D-Druckern – es scheint fast so, als gäbe es in unserer modernen Welt jeden Tag eine neue technologische Errungenschaft. Diese Innovationen werden zweifelsohne das Leben vieler Menschen verbessern. Doch was könnte aufregender sein, als eine Innovation, die die ganze Welt verbessern kann? Und da kommen wir zu Garnelen aus dem Labor.

Sie haben richtig gehört: Garnelen. Vielleicht haben Sie schon von Forschern gelesen, die Rindfleischburger aus echten Rinderzellen herstellen. Doch aktuell sind alle Augen auf die Erschaffung eines der kleinsten Lebewesen der Welt gerichtet – und zwar von Grund auf. Diese Garnele unterscheidet sich von anderen im Labor gezüchteten Fleischarten darin, dass sie kein tierisches Protein enthält. Wie soll das aber funktionieren? Forscher haben Garnelen auf molekularer Basis analysiert, um so eine Nachbildung aus Algen und anderem pflanzlichen Eiweiß erstellen zu können. Das Ergebnis ist ein Produkt, das sich echt anfühlt und echt schmeckt – und zwar so echt, dass ein führender Technikkonzern es bereits für seine Kantine bestellt hat.

Und dabei sind synthetische Garnelen viel mehr als nur eine Art Science Fiction – sie sind von absoluter Notwendigkeit.

Garnelen sind faszinierende Tiere

Garnelen sind faszinierende soziale Lebewesen. Sie kommunizieren mittels Tönen und polarisiertem Licht; eine Garnelenart gilt sogar als lautestes Tier der Welt. Einige leben in komplexen Kolonien, die einem Bienenstock ähneln, andere bleiben ein Leben lang bei ihrem Partner. Sie können über sechs Jahre alt werden.

Doch diese bemerkenswerten Eigenschaften spielen keine Rolle mehr, wenn die Garnelen auf unserem Teller liegen. Wir zerren sie aus ihrem Zuhause im Wasser, zerreißen ihr Exoskelett und werfen sie in kochendes Wasser.

Nachhaltige Garnelen - die Zukunft ist da! Foto: PETA USA

Nachhaltige Garnelen – die Zukunft ist da! Foto: PETA USA

Garnelen Produktion - Leid für Mensch, Tier und Natur

Doch nicht nur Garnelen leiden aufgrund unserer Gier: Wir wollen jede Menge Garnelen zu einem niedrigen Preis. Doch diese billige Garnelen-Massenware ist ein ökologisches Desaster: Die Schiffe, die mit Netzen Garnelen fangen, töten auch zehntausende bedrohte Meeresschildkröten. Andere Garnelen werden auf Farmen gezüchtet, die voller Antibiotika, Düngemitteln, Pestiziden, Ausscheidungen und anderen Abwässern stecken. Und trotz ihrer kleinen Körpergröße ist der ökologische Fußabdruck von Garnelen von beachtlichem Ausmaß – ca. 10 Mal schädlicher als der von Rindfleisch.

Und auch Menschen leiden. Ermittlungen in Thailand haben gezeigt, dass die 7 Milliarden Dollar schwere Garnelenexportindustrie des Landes häufig moderne Sklaverei bedeutet. Die Zwangsarbeiter – darunter auch Kinder und Opfer von Menschenhandel – halten bis zu 16 Stunden am Tag ihre Hände in eiskaltes Wasser, während sie Garnelen schälen und ausweiden. Die Garnelen werden dann rund um den Globus verschickt und landen auch in unseren Supermärkten und Restaurants.

Garnelen sind Tiere, keine Produkte.

Garnelen sind Tiere, keine „Produkte“ mit einem Kilopreis!

Garnelen aus dem Labor - Zeit für Veränderung

Garnelen aus dem Labor haben keinen dieser Nachteile. Die durch Laborfleisch verursachten Treibhausgasemissionen sind bis zu 96 Prozent niedriger als die der traditionellen Fleischproduktion. Es wird auch kein Ökosystem und keine Nahrungskette gestört. Kein Mensch muss stundenlang Garnelen pulen, da die Laborgarnelen keine Schale haben. Und im Gegensatz zu angeblich „artgerecht produziertem“ Fleisch, für das die Tiere dennoch misshandelt und geschlachtet werden, ist dieses Fleisch wahrhaft tierfreundlich.

Synthetische Garnelen – was sollte man daran bitteschön nicht lieben? Die Zukunft ist so nah, dass man sie geradezu schmecken kann.

Sobald dieses Produkt in Deutschland im Handel erhältlich sein wird, berichten wir natürlich darüber.

Mehr Informationen

PETA.de/Shrimps

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Wir danken unseren Kollegen von PETAPrime für diesen Artikel.

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