Für Tierfreunde im besten Alter

Modemythen über Pelz, Leder und Wolle

Modemythen über Pelz, Leder und Wolle

Hätten Sie’s gewusst? 

PETA50Plus:Modemythen über Pelz, Leder und Wolle

 

Sommermode ohne Tierleid ist voll im Trend, denn immer mehr Menschen glauben die Modemythen über Pelz, Leder und Wolle nicht mehr. Der Modekonzern „Esprit“ hat gerade eine ganze Kollektion an veganen Sneakern (das sind modische Turnschuhe) in den Handel gebracht. Sie alle tragen das Label „PETA approved Vegan“ – damit verbürgt sich PETA dafür, dass bei diesen Kleidungsstücken keine Teile tierischen Ursprungs verwendet wurden. Das offizielle Label findet mehr und mehr Anklang bei den Konsumenten – toll!

Denn: Wer vegane Kleidung kauft, entscheidet sich gegen die Verwendung von tierischen Materialien. Manche Verbraucher fragen sich jedoch, ob das wirklich nötig ist. Ist Leder nicht ohnehin nur ein „Abfallprodukt“ der Fleischindustrie? Müssen Schafe nicht sowieso geschoren werden, damit ihnen nicht zu warm wird? Frank Schmidt von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. schafft Klarheit, was hinter diesen Produkten steckt und plädiert für Mode aus Pflanzen- und Kunstfasern.

 

Drei Mythen, drei Produkte und unter welchen Bedingungen sie wirklich produziert werden

1.„Pelz ist ein Naturprodukt“. Das behaupten die Pelzverbände zwar, doch die Ökobilanz von Echtpelz ist verheerend schlecht. Im Vergleich zu Kunstpelz verursacht ein Nerzmantel ganze 300 kg klimaschädliches CO2 und ist damit etwa sechs Mal schädlicher als ein Kunstpelzmantel aus Synthetik. Grund: Die Aufzucht der Nerze dauert mehrere Monate, in denen die Tiere tonnenweise Fisch- und Fleischnahrung erhalten und entsprechend viel Gülle produzieren. (1) Tiere auf Pelzfarmen führen ein entbehrungsreiches Leben in zumeist sehr verschmutzten Käfigen mit Gitterrosten, die so eng sind, dass sich die Tiere kaum bewegen können. Zudem sind sie Hitze und Kälte darin schutzlos ausgesetzt.

2. „Leder ist ein Abfallprodukt der Fleischindustrie“. Tatsächlich ist Leder bei der Schlachtung von Rindern, Lämmern oder Schweinen das nach dem Fleisch wirtschaftlich wichtigste tierische Produkt. Die globale Lederindustrie setzt mit Schuhen, Handtaschen, Möbel- und Autositzbezügen pro Jahr etwa 77,5 Milliarden US-Dollar um. (2) Wie PETA-Ermittlungen in Asien ergeben haben, werden auch die angeblich „heiligen Kühe“ millionenfach in illegale Schlachthäuser in Indien oder in das Nachbarland Bangladesch geschmuggelt. Die Häute dieser halb verhungerten Kühe, die größtenteils aus der Milchproduktion kommen, sind häufig wertvoller als das wenige Fleisch und werden von Gerbereien und Ledermanufakturen aus aller Welt über intransparente Lieferketten gekauft. (3)

3. „Schafe müssen geschoren werden“. Auch diese Behauptung ist nur ein Mythos, denn ohne die Einmischung des Menschen wäre die Schafschur zwischen Spätfrühling und Sommeranfang nicht erforderlich. Erst im Verlauf der Domestizierung hat der Mensch dem ursprünglichen Mufflon seinen natürlichen Fellwechsel, die starren, dicken Deckhaare und die dunklere Fellfarbe weggezüchtet, damit er den Tieren möglichst viel weiße, weiche Unterwolle am Stück abschneiden kann. Wie aktuelle Videoaufnahmen von PETA USA bei der Schur in Australien und in den USA beweisen, werden die Schafe bei der Schur von Arbeitern systematisch geschlagen, getreten und verletzt, denn pro Tier bleiben bei der Akkordarbeit nur ein bis zwei Minuten Zeit. (4)

Das „PETA-Approved Vegan“-Logo für vegane Styles oder komplett vegane Modeunternehmen ist eine Orientierungshilfe für Verbrauer. Eine Liste aller Unternehmen, die bereits zertifiziert wurden, finden Sie hier.

 

Quellen:

(1)   Marijn Bijleveld (2013): Natural mink fur and faux fur products, an environmental comparison, CE Deflt.

(2)   Mwinyikione Mwinyihija (2012): Emerging World Leather Trends and Continental Shifts on Leather and Leather goods Production, Leather and Leather Products Institute (LLPI-COMESA).

(3)   Leder.PETA.de

(4)   Wolle.PETA.de

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