Für Tierfreunde im besten Alter

Mensch, warum nur? Über Tierleid und Verantwortung

Mensch, warum nur? Über Tierleid und Verantwortung

Was kann der Einzelne unternehmen, um Tieren zu helfen? Wie verhalten sich Unternehmen, um Konsumenten für sich zu gewinnen? Und warum findet systematisch bedingtes Tierleid überhaupt statt? PETA50Plus über Tiere, Rechte und Verantwortung.

Eigentlich wäre es doch ganz einfach: Würden sich alle nach der goldenen Regel des sozialen Verhaltens richten, so gäbe es kein systematisch erzeugtes Leid. Denn: „Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu!“

… bringt eigentlich alles zum Thema ethisches Verhalten auf den Punkt. Oder?

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Der Blick in die Realität sieht anders aus

Wohin man blickt und welche Medien man auch konsumiert, überall ist Tierleid zu sehen: Sei es für Nahrungsmittel, Bekleidung, Unterhaltung, Tierversuche oder auch einfach bei den Menschen zu Hause. Überall werden Tiere schlecht behandelt. Die Beweggründe sind vielschichtig – von Unwissenheit über Gleichmut bis hin zu Profitgier hat der Mensch alles im Repertoire, um anderen Lebewesen Leid zuzufügen.

Warum also ändern wir dies nicht?

Dass die Ausbeutung von Tieren nicht richtig ist, liegt auf der Hand. Leid und Schmerzen für Produkte und Konsum in Kauf zu nehmen, das ist falsch. Fragt man den Einzelnen, so stimmt er dem meist zu.

Dennoch führt die Erkenntnis häufig nicht zum Handeln. Warum nur? Wer erkannt hat, das Fleisch von toten Tieren stammt, die oftmals unter unwürdigen Bedingungen lebten und getötet wurden, kann dieses doch eigentlich nicht mehr essen. Wer einen Bericht über Pelz und Daunen gesehen und erkannt hat, dass den Tieren bei lebendigem Leib die Federn ausgerissen und das Fell von ihren Körpern abgezogen wird, kann solch ein Produkt doch nicht mehr tragen oder sich damit wärmen wollen. Wer darüber informiert wird, wie sehr Kühe unter der Produktion von Milch leiden, dass ihnen die Kälbchen weggenommen werden, die jungen Bullen nach wenigen Wochen getötet werden und die Kühe ihr Leben zumeist in dunklen, dreckigen Ställen verbringen, der kann doch keine Milch mehr trinken oder genussvoll Sahnetorte essen?

Die Kette der Beispiele ließe sich endlos weiterführen. Interessant ist die dahinter stehende Frage, warum sich der Mensch trotz all dieser Tatsachen so häufig für Dinge entscheidet, die mit Tierleid verbunden sind. Die Antwort darauf ist vielschichtig. Häufig hat der Einzelne das Gefühl, seine Entscheidungen könnten „ja doch nichts verändern“. Manchmal ist es auch Unwissenheit und eine damit einhergehende Entfremdung vom Tier, die tierunfreundliche Entscheidungen gangbar macht.

Foto: (c) Jo McArthur - We Animals

Foto: (c) Jo McArthur – We Animals

Jeder ist Teil des Ganzen

Eigentlich ist es ganz einfach: Jede tierfreundliche Entscheidung zählt – jeden Tag! Es ist der Einzelne, der das Leben von Tieren nach und nach verbessern kann. Denn der Konsument hat eine machtvolle Position. Produziert wird, was sich verkauft.

So kann sich jeder bei all seinen Entscheidungen fragen, welche Variante eine ethische und tierfreundliche ist. Beim Einkauf ist jeder Griff zu tierfreundlichen Produkten ein Schritt zu einer Veränderung.

Natürlich haben dies auch schon die großen Konzerne bemerkt. Noch nie gab es so viele tierische Bio-Produkte, Labels für „Tierwohl“ und Zertifizierungen für „fairen Handel“. Auch hier ist der Konsument gefragt, diese stets kritisch zu hinterfragen: Denn Tierleid versteckt sich gerne hinter bunten Bildern und Siegeln, die suggerieren, dass Tiere ein schönes Leben hatten, und damit einen Impuls zum Kauf geben sollen. Doch seien wir ehrlich: Fast jedes dieser Leben endet im Schlachthaus – das ist weder ethisch noch schön noch angenehm. Das ist mit Angst, Panik und Schmerzen verbunden. Für JEDES Tier.

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Was Sie tun können

Erkennen Sie, dass Sie selbst Teil der Veränderung sind. Es geht nicht darum, immer in allem perfekt zu sein. Es geht vielmehr darum, sich so ethisch wie möglich zu verhalten und bei Entscheidungen nicht nur an das eigene Wohl zu denken, sondern auch an das von Tieren und anderen Menschen.

Wenn sich Millionen von Menschen tierfreundlich verhalten, ist damit schon ein wichtiger Schritt für die Rechte der Tiere getan! Denn dann wird sich die Produktvielfalt nach und nach immer weiter verändern und Erzeugnisse ohne Tierleid werden die Regale füllen.

Machen Sie mit – entdecken Sie, wie schön ein bewusstes und tierfreundliches Leben ist!

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Tiere sind keine Sachen!

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