Für Tierfreunde im besten Alter

Mehr EU-Mittel für Schulobstprogramm

Mehr EU-Mittel für Schulobstprogramm

Bundeslandwirtschaftsminister plant mehr EU-Mittel für Schulobstprogramm: PETA begrüßt Schmidts Forderung und macht auf zahlreiche tierleidvolle Agrarsubventionen aufmerksam.

 

Gut für die junge Generation und gut für die Tiere: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt möchte die EU-Mittel für das deutsche Schulobst- und Schulgemüseprogramm erhöhen. Denn nur mit mehr finanziellen Mitteln kann die Förderung von noch mehr Schulen umgesetzt werden. Dies ist wichtig, um Kinder so früh wie möglich an eine gesunde Ernährung heranzuführen.

PETA50Plus begrüßt diese Forderung und weist gleichzeitig auf die Milliardenbeträge hin, die jedes Jahr von der EU und dem Bund an die tierverachtende Fleisch-, Milch- und Eierindustrie ausgezahlt werden. Die Tierrechtsorganisation appelliert an den Bundeslandwirtschaftsminister und die EU-Kommission, stattdessen diese Steuergelder für tierfreundliche Projekte wie das Schulobstprogramm oder die bio-vegane Landwirtschaft bereitzustellen und dadurch jungen Menschen den Einstieg in eine gesunde Lebensweise zu erleichtern.

Denn: Es ist an der Zeit, nicht mehr mit Steuergeldern in Schlachthäuser, Mega-Ställe und schlecht laufende Schulmilchprogramme zu investieren, sondern in eine nachhaltige, gesundheitsfördernde und tierfreundliche Zukunft. Wenn dies auf Bundes- und EU-Ebene nicht endlich geschieht, dann zahlt jeder Bürger weiterhin für Tierquälerei, Klimabelastung und ungesunde Produkte.

Wissenschaftlich bewiesen ist zudem, dass eine ausgewogene Kinderernährung nachweislich ein gesundes Essverhalten im Erwachsenenalter fördert. Demnach kann durch das Schulobst- und Schulgemüseprogramm langfristig die Häufigkeit ernährungsbedingter Krankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und verschiedene Krebsarten gesenkt werden.

 

Die Subventionen zum Vergleich

Europaweit werden hierfür jährlich 150 Millionen Euro Gemeinschaftsbeihilfe für die EU-Mitgliedsstaaten bereitgestellt. Für das Schuljahr 2014/2015 stehen Deutschland davon rund 22,8 Millionen Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: Deutschlands größtes Milchunternehmen Nordmilch bekam im Jahr 2011 circa 9 Millionen Euro an Subventionen. Erstaunlich ist, dass vom Staat nur die Zahlungen an juristische Personen offengelegt werden müssen. Laut einem Gerichtsurteil besteht jedoch keine Pflicht, Zahlungen an Privatpersonen zu veröffentlichen. Ein Großteil der Subventionen kann dadurch nicht nachverfolgt werden.

Förderungswürdig ist zudem die bio-vegane Landwirtschaft.  Sie ist eine umweltschonende und tierfreundliche Art der Produktion von Nahrungsmitteln, bei der beispielsweise keine chemischen oder tierischen Dünger verwendet werden.

Eine vegane Lebensweise bedeutet aktiven Tier- und Umweltschutz, die Schonung von Ressourcen und den Schutz von Menschenrechten sowie eine gesunde und schmackhafte Ernährung.

 

Was Sie tun können

Berichten Sie den Kindern in Ihrem Umfeld über eine tierfreundliche und gesunde Ernährung. Leben Sie vor, wie köstlich diese ist und vermitteln Sie der nachwachsenden Generation Mitgefühl für alle Lebewesen. Die Homepage www.PETAkids.de informiert Kinder und junge Jugendliche über das vegane Leben und berichtet über spannende Themen. Schauen Sie doch gemeinsam mit Kindern einmal virtuell bei uns vorbei.

 

Weitere Informationen

Veganstart.de
PETA.de/Themen/Ernährung
Liste deutscher Empfänger für Agrarsubventionen im Jahr 2012

Biovegan.org

 

Titelfoto / Quelle: Rita Thielen / Pixelio.de

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