Für Tierfreunde im besten Alter

Magdeburg: Dackel stirbt an Rasierklingen-Köder

Magdeburg: Dackel stirbt an Rasierklingen-Köder

Dackel stirbt: Rasierklingen-Köder auf Magdeburger Hundewiese ausgelegt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Magdeburg: Dackel stirbt an Rasierklingen-Köder: Nach dem Besuch einer Hundewiese „Am Fuchsberg“ erbrach ein Dackel am Mittwoch mehrere kleine Rasierklingenstückchen. Bei der anschließenden tierärztlichen Untersuchung in einer Magdeburger Tierklinik wurden im Magen- und Darmtrakt des Hundes weitere Rasierklingenteile festgestellt. Diese hatten bereits Blutungen verursacht, so dass der 18 Monate alte Dackel eingeschläfert werden musste.

Die Magdeburger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Um die Suche nach dem oder den Tierquäler/n zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte telefonisch unter 01520 – 73 733 41 oder per E-Mail an PETA oder direkt an das Polizeirevier Magdeburg unter der Telefonnummer 0391 – 54 61 74 0. Tierhalter, deren Hunde Opfer der Köder wurden, sollten unbedingt bei der Polizei Anzeige erstatten.

Die Expertin zum Thema

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder gefahrlos ausgeführt werden können“, betont Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die präparierten Köder auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein. Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Rasierklingen oder Ähnlichem gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.“

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hat ein Tier einen vergifteten oder mit scharfkantigen oder spitzen Gegenständen präparierten Köder gegessen, muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht höchste Lebensgefahr, da das Tier an inneren Verletzungen qualvoll sterben kann. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Zentrales Melderegister wird gefordert

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Heimtierschutzgesetz

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund
PETA.de/Erste-Hilfe-fuer-den-Hund

 

 

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