Für Tierfreunde im besten Alter

Lyrik von Gabriele Kirch: Heitere Zirkuswelt

Lyrik von Gabriele Kirch: Heitere Zirkuswelt
Heitere Zirkuswelt
( ICE HH-Berlin )

Es fliegt die Landschaft
Die Gedanken auch
Leicht und frei
Im Morgenlicht
Des aufkeimenden Frühlings
 
Nichts schränkt sie ein
Nichts macht sie klein
Am Fenster des Zuges
Vor den Augen und
Hinter den Augen
 
Bis plötzlich
Ein Kamel auftaucht
Ein Elefant daneben
Auf kleinstem Raum
Stehen sie ruhig
Ganz ruhig stehen sie
Zu ruhig
Am Rande der ICE Strecke
 
Die Landschaft fliegt  weiter
Ein Bild nur bleibt hängen
Vor den Augen und
Hinter den Augen
Das Leichte und Freie
Weicht stillem Grauen

 

Über Tiere im Zirkus

Eine farbenfrohe Pracht verschleiert die Tatsache, dass die Tiere im Zirkus Gefangene sind, die dazu gezwungen werden, unnatürliche und oft sogar schmerzvolle Darbietungen zu erbringen, die einige Menschen „Unterhaltung“ nennen. Mittlerweile verliert der Zirkus mit Tieren mehr und mehr an Attraktivität, denn der breiten Öffentlichkeit ist zunehmend bekannt, dass die Tiere rücksichtslos behandelt, in absoluter Beengtheit gehalten und oft bis zum letzten Atemzug ausgenutzt werden.

Mangelhafte Haltungsbedingungen für die Tiere
Tiere, die zumeist von Natur aus sehr aktiv sind, müssen den überwiegenden Teil ihres Lebens in winzigen Transportkäfigen verbringen; diese dürfen sie oft nur für die wenigen Minuten ihrer Darbietungen in der Manege verlassen. Elefanten werden Tag und Nacht an zwei Beinen angekettet, anstatt wie ihre Artgenossen in der Natur kilometerlange Wanderungen im Kreise ihrer Familie zu unternehmen. Die „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ formulieren lediglich Mindestanforderungen, doch selbst diese werden oft mit stillschweigender Billigung der Amtsveterinäre noch unterschritten. In den Käfigen, Transportwagen und Zelten müssen die Tiere auf engstem Raum leben – weit entfernt von einem annähernd artgerechten Leben. Doch selbst diese Mindestanforderungen werden oft nicht erfüllt, da Zirkusse durch das ständige Reisen nur kurz an einem Ort verweilen und so etwaigen amtstierärztlichen Vollzugsmaßnahmen entgehen.

So werden die Tiere ihrer natürlichen Bedürfnisse beraubt, was zu Schmerzen und Leiden führt: Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Weitere Folgen sind eine erhöhte Sterblichkeit bei vielen Tierarten und schwere Verhaltensstörungen. Schon dadurch, dass die Tiere einen Großteil ihres Lebens in Transportwagen verbringen, sind ihre Möglichkeiten, sich artgemäß zu bewegen, stark eingeschränkt. Angeborene Verhaltensweisen wie graben, klettern, schwimmen und sprinten werden permanent unterbunden. Während des Winters, also außerhalb der Saison, verbringen Tiere im Zirkus die meiste Zeit in Transportverschlägen oder in Scheunen; manche Tiere leben dann sogar in LKWs. Diese ununterbrochene Gefangenschaft auf engstem Raum hat schwerwiegende Auswirkungen auf den physischen und psychischen Zustand der Tiere. Elefanten beispielsweise erreichen im Zirkus durchschnittlich nur etwa die Hälfte ihrer natürlichen Lebensdauer. Bei den Überlebenden sind schwere Verhaltensstörungen, wie das symptomatische „Weben“ mit dem Kopf und dem Rüssel, weit verbreitet.

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie keinen Zirkus – auch nicht mit Kindern. Jeder Zirkus Besucher unterstützt mit dem Kauf seiner Eintrittskarte das Leiden der Tiere. Kinder lernen an diesem Ort nichts über Tiere und der gezeigte Umgang mit den Tieren ist nicht empathisch. Denn kein Tiger springt freiwillig durch einen Feuerreifen…

Gabriele Kirch - Über ihr Leben und Werk
(c) privat

(c) privat

Sie wurde 1953 in Finsterwalde in der Niederlausitz geboren. Die schönsten Jahre der Kindheit und Jugend verbrachte Gabriele Kirch in der Pfalz. Nach verschiedenen Stationen quer durch Deutschland hat sie ihren Lebensmittelpunkt seit 30 Jahren an der Ostsee bei Kiel gefunden.
Ihre große Begeisterung und Freude und das reges Interesse an der Literatur führten unweigerlich zu den ersten eigenen Notizen und Niederschriften. Sehr schnell merkte sie, dass die verschiedenen Formen der Lyrik das Ausdrucksmittel für ihr Werk sind. Ihr Anliegen ist es immer, mit wenigen klaren Worten das Leben und den Menschen in all den von ihr beobachtenden Momenten festzuhalten. In jüngster Zeit schrieb sie mit Leidenschaft lyrische Miniaturen in Anlehnung an das japanische Haiku.

Das Thema Tierrechte beschäft Gabriele Kirch sehr, denn es ist das Verhalten der Menschen, welches Tierleid hervorruft. Vor diesem Hintergrund darf PETA50Plus ausgewählte Werke von ihr präsentieren. Die Redaktion von PETA50Plus bedankt sich hierfür sehr herzlich!

Mehr Informationen: gabrielekirch-lyrik.de

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