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Langfristiger Einkaufsstopp von Angora-Produkten bei C&A

Langfristiger Einkaufsstopp von Angora-Produkten bei C&A

Positive Reaktion auf PETA-Undercover-Recherche: Die Modehauskette C&A wird langfristig keine Produkte aus Angorawolle mehr einkaufen.

PETA-Appell: Bitte kaufen Sie keine Produkte mit Kaninchenfell. (c) Jo McArthur - We Animals

PETA-Appell: Bitte kaufen Sie keine Produkte mit Kaninchenfell. Foto: (c) Jo McArthur – We Animals

 

Grund für diese Maßnahme sind die schockierenden Aufnahmen der Tierrechtsorganisation PETA Asia-Pacific, die das Leiden der Kaninchen beim Lebensrupf von Angorawolle zeigen. Als eine der ersten Modefirmen verhängte C&A bereits im Dezember 2013 einen Einkaufsstopp für Produkte aus dieser Wolle, um eine interne Überprüfung der Lieferkette vornehmen zu können. Gegenüber PETA Niederlande erklärte der Modekonzern nun, dass man aus Tierschutzgründen auch weiterhin keine Produkte mit Angorawolle mehr ordern werde. PETA bedankt sich bei C&A für diese zukunftsweisende Entscheidung. Zudem appelliert die Tierrechtsorganisation an Verbraucher, keine Kaninchenfellprodukte zu kaufen.
Insbesondere für China, dem Land, aus dem 90 Prozent der weltweiten Angora-Produkte kommen, kann die hiesige Textilindustrie weder den Tierschutz noch eine sichere Nachverfolgbarkeit garantieren. Daher bittet PETA Unternehmen und Verbraucher, keine Kaninchenfellprodukte zu kaufen und sich stattdessen für warme Bekleidung aus Viskose, Polyestervlies oder Baumwoll-Flanell zu entscheiden.

Zuvor hatte bereits H&M nach eingehender Prüfung einen kompletten Angora-Ausstieg bekannt gegeben.

Wichtig zu wissen:

Für die Fellproduktion werden die langhaarigen Angorakaninchen ohne Schutz vor Kälte und Witterung einzeln in engen Drahtkäfigen gehalten und bis zu viermal im Jahr gerupft, geschoren oder rasiert. Insbesondere das Rupfen der Kaninchen bis auf die Haut ist für Farmer lukrativ, da so die gesamte Haarfaser verkauft werden kann. Das Scheren ist ähnlich brutal: Die Tiere werden dafür auf eine Art Streckbank gespannt und erleiden durch die Metallscheren oftmals schwere Hautverletzungen.

Tiere, die diese extrem qualvollen Bedingungen überleben, werden in der Regel alle zwei bis fünf Jahre ausgetauscht und getötet. Arbeiter brechen den Kaninchen dabei das Genick; das Fleisch der Tiere verkaufen die Farmer an lokale Märkte. In China gibt es kein Tierschutzgesetz, und der Umgang mit Tieren auf Angora-Farmen wird weder kontrolliert noch bestraft.

Weitere Informationen:

PETA.de/Angora

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