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Landkreis Görlitz: Wolf mutmaßlich erschossen

Landkreis Görlitz: Wolf mutmaßlich erschossen

Es ist schon wieder passiert! Trotz strenger Gesetze wurde wieder ein Wolf Opfer menschlicher Gewalt. PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise auf den oder die Täter.

Tierrechtsorganisation vermutet Täter in Jägerkreisen

Landkreis Görlitz: Wolf mutmaßlich erschossen: Medienberichten zufolge ist in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli 2015 in der Nähe der Bundesautobahn 4 in der Gemeinde Vierkirchen ein Wolf getötet worden. Wölfe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland streng geschützt und ihre Tötung stellt eine Straftat dar.

Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Ermittlungen aufgenommen. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen.

Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 – 73 733 41 an PETA oder direkt an die Polizei. Eine Untersuchung des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ergab mittlerweile, dass der Wolf sehr wahrscheinlich erschossen wurde.

Die Expertin zum Thema

„Es ist nicht das erste Mal, dass Mitglieder der Jägerschaft einen natürlichen Konkurrenten mit einem gezielten Schuss ausschalten“, so Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Seit Jahrhunderten setzen Jäger alles daran, die natürlichen Beutegreifer erheblich zu dezimieren. Denn dann können sie ihre Jagdlust ungehindert ausleben.“

Über unseren Freund den Wolf

Über 100 Jahre hat die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland gedauert, nachdem er gnadenlos verfolgt und ausgerottet wurde. Die Maßnahmen zum Schutz der Tiere haben erste Erfolge gezeigt. Mittlerweile leben mindestens 25 Wolfsrudel in Deutschland, Platz gäbe es für etwa 400. Der Wolf hat sich in seinem einst natürlichen Verbreitungsgebiet noch nicht einmal vollständig angesiedelt und schon starten Jäger sowie einige Politiker (meist selbst Jäger) eine regelrechte Hetzkampagne gegen die streng geschützten Tiere. Das Ganze mit dem Ziel, dass der Wolf nach und nach seinen Schutzstatus verliert und als jagdbares Wild ins Jagdrecht aufgenommen wird. Schon jetzt wurden in Sachsen und Brandenburg bereits elf Fälle illegal erschossener Wölfe registriert. Die Täter werden nahezu nie gefasst.

Bauernbund Brandenburg ruft zum Abschuss streng geschützter Wölfe auf

In einem Interview mit der Tageszeitung taz rief der Sprecher und Geschäftsführer des Brandenburger Bauernbundes, Reinhard Jung, Anfang Juli zum Abschuss der streng geschützten Wölfe auf. „Schießen! Sofort schießen! […] Bei uns auf dem Land wollen wir ihn jedenfalls nicht haben“, lautete der taz zufolge die Antwort des Landwirts auf die Frage, wie man mit der wachsenden Population von Wölfen umgehen solle. Die illegale Tötung von Tieren, die unter dem besonderen Schutz des Naturschutzgesetzes stehen, ist kein Kavaliersdelikt und kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Laut Strafgesetzbuch ist auch der öffentliche Aufruf zu einer rechtswidrigen Tat verboten. Deshalb hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun Strafanzeige gegen Reinhard Jung bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin erstattet.

Das fordert PETA zum Schutz der Tiere

PETA fordert ein Verbot der „Hobbyjagd“. Eine Reduktion des Wildtierbestandes durch Jäger ist nicht erforderlich. Auch namhafte Biologen wie Prof. Dr. Josef Reichholf von der TU München vertreten die Auffassung, dass waldbewohnende Tierpopulationen selbst zu Zeiten von Wolf und Bär durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten reguliert wurden.

Weitere Informationen
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Jagd
PETA.de/Jagdunfaelle

Hinweis: Das Foto ist exemplarisch und zeigt nicht das getötete Tier!

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