Für Tierfreunde im besten Alter

Koblenz: Mit Angelhaken gespickte Köder ausgelegt

Koblenz: Mit Angelhaken gespickte Köder ausgelegt

Mit Angelhaken gespickte Köder in Koblenz ausgelegt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Aufgepasst in Koblenz: Mit Angelhaken gespickte Köder ausgelegt. Ein bislang unbekannter Tierquäler hat vergangene Woche in Koblenz-Metternich mit Angelhaken präparierte Fleischstücke im und um den Rohrerpfad ausgelegt. Mindestens zwei Hunde mussten notoperiert werden, nachdem sie die Köder gegessen hatten. Medienberichten zufolge fanden Anwohner rund 20 Fleischteile allein im Rohrerpfad und in der Trierer Straße. Auch in der Straße In der Laach im Stadtteil Güls wurde am Freitagabend ein solcher Köder aufgefunden.

Die Polizei sucht nach dem Täter und rät Hundehaltern zur besonderen Vorsicht. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Um die Suche nach dem oder den Tierquäler/n zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte telefonisch unter 01520 – 73 733 41 oder per E-Mail an PETA oder direkt an die Kriminalinspektion Koblenz unter der Telefonnummer 0261 – 10 30. Tierhalter, deren Hunde Opfer der Köder wurden, sollten unbedingt bei der Polizei Anzeige erstatten.

Die Expertin zum Thema

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder gefahrlos ausgeführt werden können“, betont Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die präparierten Köder auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein. Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Angelhaken oder Ähnlichem gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.“

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen
PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Hat ein Tier einen vergifteten oder mit scharfkantigen oder spitzen Gegenständen präparierten Köder gegessen, muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht höchste Lebensgefahr, da das Tier an inneren Verletzungen qualvoll sterben kann. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

PETA fordert eine Melderegister für Anschläge auf Hunde

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen
PETA.de/Tierquälerei

PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/themen/Heimtierschutzgesetz

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund
PETA.de/Erste-Hilfe-fuer-den-Hund

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