Für Tierfreunde im besten Alter

Klare Kennzeichnungspflicht von Pelzen gefordert

Klare Kennzeichnungspflicht von Pelzen gefordert

Ist Pelz an Jacken, Mützen und Handschuhen echt oder unecht? Wann kann der Konsument sicher sein, kein Tierleid zu unterstützen? Nur eine strenge Kennzeichnungspflicht kann Klarheit schaffen.

 

Klare Kennzeichnungspflicht von Pelzen gefordert: Da viele Echtpelz-Produkte mit unklarer oder sogar fehlender Deklaration in den Handel gelangen, fordert die SPD aktuell eine Verschärfung der Kennzeichnungspflicht. Um über eine klare Regelung zu beraten, kündigten die Sozialdemokraten für diese Woche Gespräche mit der Union an.

Aus diesem Anlass appelliert PETA an Verbraucherschutz-Sprecherin Elisabeth Winkelmeier-Becker und an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sich in der Regierungskoalition ebenfalls für eine entsprechende Verordnung einzusetzen. Bislang erwerben Verbraucher häufig unwissentlich Tierfell – auch wenn sie Echtpelz aus Tierschutzgründen meiden. Denn die Tierrechtsorganisation fordert eine erweiterte Deklarationspflicht von Echtpelzen, bei der Tierart, Herkunft und Haltungsbedingungen klar ersichtlich sind.

PETA entdeckte diesen Winter zum Beispiel Marderhundefell an einer falsch deklarierten Bommelmütze des deutschen Strickwarenherstellers Stöhr. Das Fernsehmagazin ARD Plusminus fand bei Stichproben in Münchner Geschäften ebenfalls echten Pelz an Mützen und Jacken, der nicht oder fälschlich als „Fake Fur“ gekennzeichnet war.

Der Experte zum Thema

„Im Laden lassen sich Echtpelz und hochwertiges Kunstfell heutzutage nur schwer unterscheiden. Es ist deshalb höchste Zeit für eine klare Kennzeichnungspflicht und verschärfte Kontrollen im Handel“, so Frank Schmidt, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Viele Kunden möchten kein Echtfell kaufen. Deshalb müssen Verbraucher davor geschützt werden, unwissentlich Hundefell-Bommeln oder Waschbär am Kragen zu tragen.“

Die derzeitige Kennzeichnungspflicht

Genaue Angaben über Pelz fehlen bisher. Foto: (c) frei / pixabay

In Europa gilt seit 2012 die Textilkennzeichnungsverordnung. Mit dem sperrigen Hinweis „Enthält nichttextile Bestandteile tierischen Ursprungs“ muss Echtpelz seitdem deklariert werden. PETA befürwortet eine spezifische Deklarationspflicht von Pelzen, wie sie seit 2014 in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben ist. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband bemängelt die aktuelle Kennzeichnung von Echtpelzen in Deutschland als nicht aussagekräftig und schwammig.

Gut zu wissen!

Alleine in China werden jedes Jahr schätzungsweise 70 Millionen Nerze, Füchse und Marderhunde sowie rund 2 Millionen Hunde und Katzen für die Pelzproduktion getötet. Zahlreiche Kauf- und Modehäuser haben den Pelzverkauf in den vergangenen Jahren eingestellt, darunter ESPRIT, H&M, Tom Tailor und Hallhuber.

Was Sie tun können

Bitte kaufen Sie keine Produkte, bei denen Sie nicht zu 100 Prozent sicher sein können, das kein Tier leiden musste. Kleidung, die mit Pelz verbrämt ist, ist manchmal nur sehr schwer als Tierqualprodukt zu erkennen, wenn die Beschilderung irreführend ist. Verzichten Sie lieber auf modische Accessoires und seien sie so ein mündiger Konsument, der sich gegen Pelz ausspricht. Informieren Sie Freunde und Familie über Pelz an Jacken, Handschuhen und Mützen – so kann zukünftig Tierleid gemindert werden.

Weitere Informationen

PETA50plus.de/echtpelz-oder-kunsthaar/

PETA50plus.de/modemythen-ueber-pelz-leder-und-wolle/

PETA50plus.de/sky-dumont-klaert-ueber-pelz-auf/

PETA50plus.de/bibi-johns-peta-anzeige/

 

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