Für Tierfreunde im besten Alter

Karnevalsumzüge bitte ohne Pferde

Karnevalsumzüge bitte ohne Pferde

Die wilde Faschingszeit ist zumeist Freude für die Menschen. Für die Pferde bei den Rosenmontagsumzügen bedeutet dies Sedierung, Stress und Lebensgefahr.

Karnevalsumzüge bitte ohne Pferde: Jetzt ist sie wieder da, die Hochsaison der Karnevals-Jecken. Bunt, schrill und laut – das macht vielen Menschen Freude. PETA50Plus denkt dabei auch an die Tiere und berichtet darüber, warum Karneval toll ist – aber bitte ohne Tierleid.

Die Rosenmontagsumzüge

Beim diesjährigen Rosenmontagszug in Köln sollen wieder 480 Pferde eingesetzt werden, für den Umzug in Mainz sind 200 Tiere eingeplant. Laute Musik, fliegende Pralinenschachteln und grölende Narren setzen die sensiblen Tiere ständigem Stress aus. Pferde sind Fluchttiere und sehr schreckhaft. Jedes Jahr werden Menschen und Tiere bei Karnevalsumzügen zum Teil schwer verletzt. Selbst bei trainierten Pferden kann bereits eine geringe Störung den Fluchtinstinkt auslösen.

In den vergangenen Jahren gab es vermehrt Berichte über Tiere, die im Vorfeld verschiedener Umzüge mit Beruhigungsmitteln sediert wurden, um der Strapaze standzuhalten.
Die Experten zum Thema
„Der Einsatz von Pferden bei Karnevalsumzügen ist unverantwortlich. Durch den Lärm, die Menschenmassen und das hektische Treiben sind Mensch und Tier einem enormen Risiko ausgesetzt“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V. „Für die Feiernden ist der Umzug ein Vergnügen, für die Pferde hingegen purer Stress.“

Auch der Zugmarschall des Mainzer Carneval-Vereins, Kay-Uwe Schreiber, forderte 2013 kurz nach dem Rosenmontagszug in Mainz einen pferdefreien Umzug. Er begründete dies mit der hohen Unfallgefahr und dem Stress, dem die Pferde ausgesetzt sind.

PETA bittet im Namen der Pferde...

PETA  fordert das Festkomitee und die Kölner Behörden nun auf, von einem Einsatz von Pferden beim Rosenmontagszug künftig abzusehen. Außerdem plädiert die Tierrechtsorganisation für ein generelles Verbot von Pferden im Straßenkarneval.

Wissenswertes über Pferde
So sieht ein glückliches Pferd aus. Foto: (c) PETA

So sieht ein glückliches Pferd aus. Foto: (c) PETA

Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

Hunde, Katzen und Co

Bitte denken Sie an den närrischen Tagen auch an Hunde, Katzen und andere Tiere. Durch laute Geräusche und ungewohnte Situationen können sich die Tiere erschrecken und Fluchttendenzen entwickeln oder sich insgesamt ängstlich verhalten. Bitte nehmen Sie keine Tiere mit zu den Umzügen und bitte ziehen Sie ihrem tierischem Liebling kein Faschingskostüm an. Suchen Sie sich für Gassigänge ruhige Grünanlagen aus. Sichern Sie Ihren vierbeinigen Liebling mit einer Leine ab, damit Sie ihn gesund und munter wieder mit nach Hause nehmen können.

 

Foto: (c) frei / pixabay

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