Für Tierfreunde im besten Alter

Ich liebe Pelz!

Pelz ist etwas Wunderschönes, etwas sehr, sehr Wertvolles! Wie er durch die Finger gleitet, so glatt und zart. Ein wunderbares, unvergleichliches Gefühl!

Ich genieße den Pelz meiner Katzen: ob “normale” Länge oder Langhaar (typisch Maine Coon eben) – er ist für mich immer ein Genuss.

Schönheit mit weichem Pelz. Foto: Istockphoto.com-Igor-Skrynnikov1

Schönheit mit weichem Pelz. Foto: Istockphoto.com-Igor-Skrynnikov1

Wenn ich mir nun vorstelle, dass meine Katzen das undenkbare Pech hätten, in China in einem Gebiet zu leben, in dem Katzen gejagt werden, um dann als unsinnige Imitationen ihrer selbst – kleine blöde Katzenfigürchen, die schön weich sind! – gestaltet zu werden, oder um aus ihnen Pelzbesatz für Jacken-, Stiefel- oder sonstige Applikationen herzustellen, wird mir schlecht. Diese Reportagen kennt man schon seit vielen Jahren: Katzen (und Hunde leider auch – wie im übrigen auch noch Waschbären, bestimmte Füchse, Marder und viele andere mehr) werden eingefangen – selbst die, die nicht frei laufend sind, sondern eindeutig zu einem Grundstück und damit Besitzer gehören – in Käfige eng zusammengepfercht, verladen, transportiert, abgeladen – indem man sie aus ca. zwei Metern Höhe einfach runter wirft, wobei so ziemlich jeder Knochen gebrochen wird -, um dann erschlagen, erstickt (auf die eine oder andere Weise) oder gehäutet zu werden.

Und dann folgen eben die diversen Produktionsketten: entweder Figuren – das echte, lebendige Tier ist doch viel schöner! – oder Applikationen – mal ehrlich: tut es nicht unechter Pelz auch? – oder gleich ein ganzer Mantel – auch hier: Ich habe schon so viel schönen unechten Pelz gesehen! Und um sicher bei der Einfuhr in unser Land zu gehen, werden Fantasienamen (z.B. „Kojah“ für Nerzfell oder „Genotte“ für Hauskatzen) kreiert. Und der werte Konsument fühlt sich bei einer solchen Produktbezeichnung vom Gewissen her auch gleich erleichtert und kauft … und macht damit möglich, dass dieses Grauen niemals endet.

Wobei: Wie viele dieser Käufer sind wohl selbst Tierhalter und würden es niemals wollen, dass ihr eigenes Tier in die Fänge solcher (Un-)Menschen gerät? Warum wird also nicht konsequent zu Ende gedacht – selbst wenn man zu einem fremden Tier, das auf einem anderen Kontinent lebt, keinen (direkten) Bezug hat – und der Kauf solcher Ware folgerichtig verweigert? Eine Gleichung, die nicht aufgeht.

Würde man diese Käufer, die Tierhalter sind, befragen, würden wohl die meisten es ablehnen, wenngleich wohl auch nur im direkten Affront. Wir, die Konsumenten, haben doch die Macht. Wo keine Nachfrage, da kein Markt! Diese Gleichung geht auf.

In diesem Sinne: Ja, ich liebe Pelz. Aber er muss dort sein, wo er hingehört: am Tier, dem rechtmäßigen Besitzer!

Ein lieber Gruß an alle Pelztierchen dieser Welt!

Dieser Beitrag stammt von unserer Gastautorin Kirstin Barringer, vielen Dank dafür!

 

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