Für Tierfreunde im besten Alter

Hunde-Senior, Katzen-Senior und Co

Hunde-Senior, Katzen-Senior und Co

Wir alle werden älter, das ist so und das ist auch gar nicht schlimm. Senioren gibt es bei den Tieren ebenso wie bei den Menschen. PETA50Plus zeigt auf, was wir für unsere vierbeinigen Rentner machen können, damit es ihnen stets bis ins hohe Alter so gut wie möglich ergeht. Hunde-Senior, Katzen-Senior und alle anderen in die Jahre gekommenen Tiere brauchen uns ganz besonders – lassen wir sie nicht im Stich, sondern begleiten wir sie.

Im fortgeschrittenen Alter – je nach Größe mit 6 bis 9 Jahren – kommen auch auf unsere tierischen Mitbewohner einige körperliche Veränderungen zu, dann beginnt die Lebensphase des Tier-Seniors. Es ist wichtig, dass wir stets genau aufpassen, um diese Veränderungen nicht zu übersehen. Wenn wir uns also mit unseren Vierbeinern beschäftigen, ist es wichtig, ihnen nicht nur Zuneigung und Aufmerksamkeit zu schenken, sondern sie gleichzeitig durchzuchecken – und zwar jeden Tag.

 

Aufmerksam und achtsam sein - tagtäglich!

Schauen Sie Ihrem Tier in den Mund, die Ohren, unter den Schwanz, teilen Sie sein Fell mit den Fingern, sehen Sie sich seine Füße, einschließlich Fußballen und Nägeln, an und tasten Sie den ganzen Körper einmal ab. Wenn ein neues, seltsames Verhalten oder ein Symptom auftritt, nehmen Sie bitte niemals einfach an, es läge am Alter. Fühlen Sie, überprüfen Sie, riechen und tasten Sie – Sie stoßen vielleicht auf etwas, das ihrem tierischen Freund Unbehagen bereitet oder sogar lebensbedrohlich sein könnte. Ihr Tier braucht Sie und es liegt an Ihnen, derartige Zeichen zu deuten. Denn wenn Ihrem Tier wirklich etwas fehlt, kommt es vielleicht auf jede Sekunde an!

 

Nicht nur für Senioren – Achten Sie auf folgende Symptome

Diesen Krankheitsanzeichen, sollte man nachgehen– egal, wie alt das Tier ist!

Sie wissen nicht, nach welchen Anzeichen auf Gesundheitsprobleme Sie Ausschau halten müssen? Hier eine Liste, aufgeteilt nach Körperregionen:

 

  • Verhalten: Lethargie, exzessives Schlafen, Depression, Rückzug, mangelndes Interesse, Wimmern, Keuchen, Verdruss, Schnappen, Aggression, Verwirrtheit/fehlende Orientierung, im Kreis laufen
  • Allgemein: aufgeblähter Bauch, Muskelschwund, plötzlicher Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, Abmagern, Übergewicht, Dehydrierung (Haut springt nicht zurück, nachdem sie vom Körper weg gezogen wurde), Krümmen (Buckel machen), hängender Kopf, vermehrte Wasseraufnahme, vermehrtes Urinieren, auffällig wässriger oder konzentrierter Urin
  • Fell: verfilztes Fell, öliges Aussehen, raues Fell, auffälliger Geruch, exzessiver Haarausfall, Schuppen, Glanzlosigkeit, ungleichmäßiges Fell/teils ausgerupfte Stellen
  • Haut: Rötung, wunde/raue Haut, aufgequollene/nässende Stellen, heiße Stellen, Beulen, Warzen, Schorf, Parasiten (Flöhe, Zecken), Juckreiz
  • Knochen/Skelett: Steifheit, Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Gehen, Unfähigkeit sich zu putzen, Hinken, eingeschränkte Bewegungen, eingeschränkte Koordination, ungewöhnliche Bewegung oder Positionierung der Gliedmaßen, ungewöhnliches Auftreten mit den Zehen
  • Augen: Schielen, Trübheit, wässrige Augen, trockene Augen, Juckreiz (kratzen mit den Pfoten), Ausfluss, Schwellungen, Verfärbung, Rötung, sichtbares drittes Augenlid, schlechte Sehkraft
  • Ohren: Kopfschütteln, geneigter Kopf, Juckreiz, Schorf, verfilztes Fell, fauler Geruch, Rötung, Krusten, schwarzer oder eitriger Ausfluss (innen oder außen), Schwellung im Außenohr, Hämatome, schlechtes Gehör
  • Nase: Ausfluss, Schorf, Risse, Krusten, verstopfte Nase
  • Mund: schlechter Geruch, Zahnstein/Plaque, gerötetes/bleiches Zahnfleisch, zurückgezogenes Zahnfleisch, gebrochene/eingerissene Zähne, lose Zähne, exzessives Sabbern, Schwierigkeiten beim Kauen/Schlucken
  • Atmung: Röcheln, schwere Atmung, unregelmäßige Atmung, seichte/schnelle Atmung, Husten, Würgen, Rückwärtsniesen, Kongestion, Atmen mit offenem Mund
  • Verdauung: fehlender Appetit, Durchfall, lockerer/blutiger/schwarzer Stuhl, schmerzhafter Stuhlgang, Verstopfung, Erbrechen
  • Anus/Genitalien: Rötung, Ausfluss, Schwellungen, ungewöhnlicher Geruch, ständiges Lecken und Nagen an den betroffenen Stellen, Wetzen
  • Füße: zu lange oder eingewachsene Nägel, gespaltene Nägel, Leckgranuloma, Schürfwunden/Abnutzung an den Pfoten, Schmerzempfindlichkeit, ungewöhnliche Ablehnung von Berührungen an den Füßen

Viele dieser Symptome werden durch Erkrankungen oder Verletzungen hervorgerufen, die einfach behandelt werden können. Sollten Sie also eines oder mehrere dieser Anzeichen feststellen, bringen Sie Ihr Tier umgehend zum Tierarzt; nur so können Sie sicherstellen, dass es ihm bald besser geht.

 

Die Do’s und Don’ts im Umgang mit einem alten Tier
  • Bringen Sie Futter- und Wassernapf Ihres Tieres in einer erhöhten Position an, damit sich das Tier zum Essen und Trinken nicht hinunter beugen muss.
  • Gehen Sie weiterhin mit Ihrem Tier Gassi und spielen Sie mit ihm – Bewegung und Aktivität tun dem Körper gut.
  • Lassen Sie Ihren Hund häufiger nach draußen, damit er sich erleichtern kann; Ihrer Katze sollte ständig ein sauberes Katzenklo zur Verfügung stehen.
  • Halten Sie Ihr Tier im Winter warm (Mantel, Pullis, Heizkissen); im Sommer ist für die nötige Kühlung zu sorgen (Kinderplanschbecken, Ventilatoren, Klimaanlage).
  • Im Haus sollten Sie rutschsichere Böden haben (Hartholzböden, Fliesen oder Linoleum mit Teppichen mit Rutschschutz oder Yogamatten).
  • Stellen Sie Ihrem Tier eine gemütliche und qualitativ hochwertige Unterlage zur Verfügung; das tut den alten Gelenken gut.
  • Ihr Tier braucht einen ruhigen und sicheren Rückzugsort.
  • Bringen Sie für Ihren Hund eine Rampe im/vor dem Haus an, damit er nicht über Stufen gehen muss. Für Autofahrten sollten Sie eine klappbare Rampe dabeihaben.
  • Lassen Sie einmal im Jahr das Blut Ihres Tieres untersuchen, selbst wenn Sie meinen, dass alles in Ordnung ist.
  • Ihr Tier sollte nicht mehr aus dem Auto heraus oder von der Couch oder dem Bett herunter springen.
  • Gehen Sie nicht davon aus, dass gesundheitliche Probleme einfach ein Nebeneffekt des Alterns sind, gegen die man nichts tun kann – lassen Sie sich von einem Tierarzt beraten.
  • Lassen Sie keine schmerzhaften Operationen oder andere Eingriffe an Ihrem Tier durchführen, die sein Leben kaum oder gar nicht verlängern werden, eine lange oder schwierige Genesungsphase nach sich ziehen und/oder seine Lebensqualität schmälern (z.B. Amputation eines Beines im Falle von Knochenkrebs).

 

Der Abschied - den richtigen Zeitpunkt erkennen

Einige Erkrankungen sind nicht heilbar und verursachen große Schmerzen. Wenn Sie der Meinung sind, Ihr Tier hat jeden Tag Schmerzen und/oder leidet an einer unheilbaren Erkrankung, dann verlängern Sie sein Leiden nicht unnötig, nur weil Ihnen die Entscheidung zu schwer fällt. Das Wohlbefinden Ihres Tieres muss an erster Stelle stehen. Unsere tierischen Begleiter verdienen einen würdevollen und schmerzlosen Tod – und dieser sollte VOR dem Zeitpunkt stattfinden, an dem die Schmerzen unerträglich werden. Sollten Sie sich nicht sicher sein, besprechen Sie die Situation mit jemandem, dem Sie vertrauen und der ihr Tier gut kennt und einschätzen kann.

Holen Sie eine zweite Meinung ein und wenn nötig eine dritte – aber wenn Ihr Bauchgefühl Ihnen sagt, dass Ihr Tier leidet, dann lassen Sie keine weitere Zeit verstreichen: Lassen Sie Ihr Tier so bald wie möglich einschläfern, wenn möglich zu Hause, umgeben von seinen Liebsten.

Mehr Informationen zum Thema

PETA50plus.de/abschied-trauer-und-moral/

 

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