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Hobbyjäger eröffnen Jagd auf Blässhühner

Hobbyjäger eröffnen Jagd auf Blässhühner

NRW: Hobbyjäger eröffnen Jagd auf Blässhühner – PETA fordert ein Verbot des sinnlosen Tötens.

Im frühen Herbst beginnt in Nordrhein-Westfalen erneut die Saison des Tötens – das bedeutet die Hobbyjäger eröffnen die Jagd auf Blässhühner. Bis zum 20. Februar werden den Jägern voraussichtlich wieder tausende Tiere zum Opfer fallen. Obwohl es in NRW nur wenige tausend Brutpaare gibt, wurden im Jagdjahr 2012/2013 rund 2.400 Blässhühner erschossen.

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. fordert Umweltminister Johannes Remmel jetzt auf, die Jagd auf Blässhühner zu verbieten. Da das Fleisch der Tiere wegen seines Geschmacks nicht verzehrt wird, verstößt die massenhafte Tötung der Vögel gegen das Tierschutzgesetz. Nach §1 dürfen Tiere nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden.

PETA setzt sich zusammen mit Tier- und Naturschutzverbänden dafür ein, dass der Tierschutz bei der anstehenden Reform des Landesjagdgesetzes in NRW Berücksichtigung findet. Zu den Forderungen des Bündnisses gehört insbesondere, die Jagd auf Tierarten zu verbieten, die von Jägern nur zum Spaß getötet werden.

Der Experte zum Thema
„Die Jäger benutzen Blässhühner als lebende Zielscheiben. Tausende dieser Vögel werden jedes Jahr erschossen, weil ein paar Menschen Vergnügen am Töten haben“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V. „Die Politik muss diesem Wahnsinn endlich ein Ende bereiten.“

Über Blässhühner

Blässhühner leben vorwiegend an den Ufern von Seen und langsam fließenden Gewässern. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus frischen und faulen Pflanzenteilen. Die zu der Familie der Ralle gehörende Vogelart brütet in der Regel ein- oder zweimal im Jahr. Im Winter zieht ein Großteil der Vögel in mildere Gefilde.

Über das sinnlose Töten bei der Jagd

PETA setzt sich für die Abschaffung der Jagd ein. Zahlreiche Studien belegen, dass der Abschuss von Tieren nicht dazu geeignet ist, Wildtierpopulationen dauerhaft zu regulieren. Wissenschaftler wiesen nach, dass beispielsweise bei Wildschweinen und Füchsen die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere aufgrund der Bejagung früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt. Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass in dem Gebiet die Anzahl der betreffenden Wildtiere ansteigt. Auch Prof. Dr. Josef Reichholf, ein namhafter Biologe der TU München, sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

Weitere Informationen

PETA.de/Jagd_Hintergrundwissen
PETA.de/Jagdirrtümer

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