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Hirschfeld: Erneut Wolf in Brandenburg erschossen und geköpft

Hirschfeld: Erneut Wolf in Brandenburg erschossen und geköpft

Schon wieder wurde ein Wolf in Brandenburg erschossen und geköpft – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Tierrechtsorganisation vermutet Täter in Jägerkreisen

Hirschfeld: Erneut Wolf in Brandenburg erschossen und geköpft! Am Sonntag wurde an der Landesgrenze zu Sachsen eine erschossene, enthauptete Wölfin gefunden. Sie wurde wahrscheinlich bereits am zweiten Weihnachtstag getötet und ihr Kopf als Trophäe mitgenommen. Wölfe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland streng geschützt und ihre Tötung stellt eine Straftat dar. Daher haben das Landesumweltamt und die Kriminalpolizei nun Medienberichten zufolge die Ermittlungen aufgenommen. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA oder direkt an die Polizei. Bereits im August war ein männlicher Wolf in einem Naturschutzgebiet bei Lieberose (Dahme-Spreewald) erschossen und sein Kopf abgetrennt worden. Eine Untersuchung des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ergab, dass der erwachsene Rüde durch einen erfahrenen Jäger erschossen wurde. Laut Nabu war dies der sechste Fall in Brandenburg, bei dem ein Wolf von Menschen getötet wurde.

Der Experte zum Thema

„Es ist nicht das erste Mal, dass Mitglieder der Jägerschaft einen natürlichen Konkurrenten mit einem gezielten Schuss ausschalten. In diesem Fall zeugt der abgetrennte Kopf von besonderer Skrupellosigkeit“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Seit Jahrhunderten setzen Jäger alles daran, die natürlichen Beutegreifer erheblich zu dezimieren. Denn dann können sie ihre Jagdlust ungehindert ausleben.“

Interessant zu wissen!

PETA fordert ein Verbot der „Hobbyjagd“. Eine Reduktion des Wildtierbestandes durch Jäger ist nicht erforderlich. Auch namhafte Biologen wie Prof. Dr. Josef Reichholf von der TU München vertreten die Auffassung, dass waldbewohnende Tierpopulationen selbst zu Zeiten von Wolf und Bär durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten reguliert wurden.

Weitere Informationen
PETA.de/themen/Jagd
PETA.de/jagdunfaelle

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