Für Tierfreunde im besten Alter

Giftköder im Ilm-Kreis – PETA setzt 500 Euro Belohnung aus

Die Giftköder-Anschläge auf Hunde mehren sich. Eine alamierende Situation für alle die Menschen, die zusammen mit einem Hund leben und Tiere lieben. Damit Hundefreunde schnellen Zugriff auf gesicherte Informationen über Köder finden können, fordert die Tierrechtsorganisation PETA ein zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde.

Derzeit aktuell eine Warnung für den Ilm-Kreis:

Giftköder

Giftköder – eine große Gefahr für Kinder, Hunde und frei lebende Tiere. Foto (c) PETA

In den vergangenen Wochen haben ein oder mehrere Tierquäler mit Gift gespickte Köder an Spazierwegen abgelegt oder sie nachts auf die Grundstücke von Hundehaltern geworfen. Zahlreiche Vierbeiner mussten aufgrund von Vergiftungserscheinungen tierärztlich behandelt werden. Einige der Tiere starben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Es liegen bereits drei Anzeigen von insgesamt neun Geschädigten vor. Die Polizei bittet die Bevölkerung, mögliche Giftköder oder verdächtige Personen umgehend zu melden. Tierfreunde, deren Hunde Opfer von Anschlägen wurden sind dazu aufgerufen, bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Um die Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA oder direkt an die Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau unter der Telefonnummer 03677 60 11 24.

Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder gefahrlos im Ilm-Kreis ausgeführt werden können. Denn neben der Gefährdung für Hunde stellen die vergifteten Lebensmittel auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein und im Falle eines Verdachts auf vergiftete Köder umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Durch eine Registrierung von Giftköder-Anschlägen könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Vergiftungs-Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren eine erhöhte Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:

PETA.de/Tierqual
PETA.de/Haustiere
PETA.de/Staatsanwalt

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