Für Tierfreunde im besten Alter

Gedicht: Daunen aus dem Osten

Gedicht: Daunen aus dem Osten

Daunen aus dem Osten

Ruhig war sie nicht

Die Nacht

Das Geschrei der Gequälten

Hielt an

Stieg auf

Aus Kissen und Decken

Bilder erhellten grell den Raum

Bilder aufstiebender Federn

So leicht so weiß so unschuldig

Federn so viele viele

Zwischen schweren schwarzen Stiefeln

Dicken Männerschenkeln

Bilder

Festgeklemmter kleiner Körper

Gemartert beraubt

Zerstört verworfen

Für eine ruhige Nacht

Einen gerechten Schlaf

 

 

Über das Gedicht

Nachdem die Lyrikerin Gabriele Kirch im Fernsehen einen Bericht über „Daunengewinnung“ sah, verfasste sie dieses Gedicht. Das Werk wurde für seine Sprache im Jahre 2010 ausgezeichnet.

Über Daunen
So sieht ein glückliches Gänseleben aus. Foto: (c) frei

So sieht ein glückliches Gänseleben aus. Foto: (c) frei

In der Daunenindustrie werden Gänse oft bei lebendigem Leib gerupft, um an die Daunen, die unterste Federschicht bei Vögeln, zu kommen. Aus ihren Federn werden Decken und Kleidung hergestellt – für die Gänse ist die „Daunengewinnung“ jedoch eine Qual.

Verdeckte Videoaufnahmen zeigen, wie Mitarbeiter von Gänsefarmen lebenden Vögeln hastig ganze Büschel von Federn ausreißen, was bei den panischen und schreienden Tieren oft blutige Wunden hinterlässt. Die Arbeiter klemmen sich die Gänse häufig einfach kopfüber zwischen die Knie. Hierbei werden den panischen Tieren oft Flügel gebrochen oder Hautlappen herausgerissen. Mit Nadel und Faden werden diese anschließend ohne Betäubung wieder zusammengenäht oder man überlässt die völlig verängstigten Tiere mit offenen Wunden ihrem Schicksal. Einige sterben sogar an den Folgen des „Lebendrupfs“.

PETA50plus.de/bettzeug-ohne-daunen

PETA50plus.de/warum-werden-tiere-noch-immer-ausgebeutet

PETA.de/daunen

Veganblog.de/2015/09/kuschelig-warm-ohne-daunen-und-lebendrupf

Gabriele Kirch - über Ihr Leben
(c) privat

(c) privat

Sie wurde 1953 in Finsterwalde in der Niederlausitz geboren. Die schönsten Jahre der Kindheit und Jugend verbrachte Gabriele Kirch in der Pfalz. Nach verschiedenen Stationen quer durch Deutschland hat sie ihren Lebensmittelpunkt seit 30 Jahren an der Ostsee bei Kiel gefunden.
Ihre große Begeisterung und Freude und das reges Interesse an der Literatur führten unweigerlich zu den ersten eigenen Notizen und Niederschriften. Sehr schnell merkte sie, dass die verschiedenen Formen der Lyrik das Ausdrucksmittel für ihr Werk sind. Ihr Anliegen ist es immer, mit wenigen klaren Worten das Leben und den Menschen in all den von ihr beobachtenden Momenten festzuhalten. In jüngster Zeit schrieb sie mit Leidenschaft lyrische Miniaturen in Anlehnung an das japanische Haiku.

Das Thema Tierrechte beschäft Gabriele Kirch sehr, denn es ist das Verhalten der Menschen, welches Tierleid hervorruft. Vor diesem Hintergrund darf PETA50Plus ausgewählte Werke von ihr präsentieren. Die Redaktion von PETA50Plus bedankt sich hierfür sher herzlich!

Mehr Informationen: gabrielekirch-lyrik.de

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