Für Tierfreunde im besten Alter

Frohe Ostern für alle Lebewesen

Frohe Ostern für alle Lebewesen

Ostern steht vor der Tür, ein Familienfest und ein hoher, kirchlicher Feiertag. Ostern verbinden die meisten Menschen mit Tieren – Küken, Hasen, Lämmern. PETA50Plus erläutert, wie Ostern schön werden kann für Menschen und Tiere.

Frohe Ostern für alle Lebewesen: Es sind fröhliche Feiertage, Frühling liegt in der Luft. Kinder und Enkelkinder lieben es, kleine Geschenke zu Ostern zu erhalten. Lachend und begeistert wird im Garten gesucht, was der „Osterhase“ versteckt hat. An Ostern verbinden sich Religion und Heidnische Bräuche zu einem Fest für alle.

Das denkt man zumindest. Aber ist es wirklich ein Fest für ALLE? PETA50Plus möchte es genau wissen…

Über Eier, Hühner und Küken

Wo kommen all die Eier her, die zu Ostern gefärbt und versteckt werden?

Die heutige Tierhaltung hat nichts mehr mit einem idyllischen Leben auf einem Bauernhof zu tun. Tiere werden im Rahmen aufwendiger Programme auf immer mehr Leistung gezüchtet, denn nur diese ist in der Branche von Bedeutung. Hühner bilden hier keine Ausnahme. Die Züchter haben schnell gemerkt, dass eine hohe Eianzahl negativ mit hohem Fleischansatz korreliert, sprich: Hühner, die viele Eier legen sollen, nehmen gleichzeitig nicht schnell genug zu. Daher gibt es heute zwei extrem gezüchtete „Hühnerlinien“, die beide ein entbehrungsreiches Leben führen müssen: sogenannte Legehennen und Masthühner.
Die kleinen Brüder der späteren „Legehennen“ sind wertlos für die Industrie, da sie weder Eier legen können noch einen wirtschaftlich rentablen Fleischansatz haben (1).

Jeder Deutsche isst durchschnittlich 231 Eier jährlich – so viele, wie nie zuvor. Für die billigen Eier aus Legebatterien werden alleine in Deutschland 23 Millionen Hennen unter schlimmsten Bedingungen gehalten (2).

Aus diesem Grund werden für die Eierproduktion allein in Deutschland jährlich mehr als 50 Millionen männliche Küken routinemäßig in den Brütereien vergast oder lebendig geschreddert – dies gilt auch für Bio-Eier .

Hühnerleid zu Ostern muss nicht sein! Man kann Kindern und Enkelkindern tolle Sachen verstecken, für die kein Tier leiden musste. Schokohasen- und Eier gibt es aus köstlicher, veganer Schokolade.

Männliche Küken haben ein Recht auf Leben! Foto: (c) PETA / Karremann

Männliche Küken haben ein Recht auf Leben! Foto: (c) PETA / Karremann

Über Kaninchen, Kinder und Verantwortung

Sollten Kaninchen „angeschafft“ werden, weil Kinder es sich wünschen?

Ja, Tierkinder sind entzückend. Kleine Kaninchen rühren das Herz und viele Kinder wünschen sich Kaninchen. Gerade zu Ostern werden Eltern und Grosseltern gerne nachgiebig und möchten einen Kinderwunsch erfüllen. Es sei an dieser Stelle jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass Kaninchen kein Spielzeug sind. Sie möchten nicht herumgetragen und in einem kleinen Käfig gehalten werden, sondern sie haben ein Recht auf ein artgerechtes und schönes Leben – jahrelang. Das bedeutet: keine Einzelhaltung – mindestens 2 Tiere, besser mehr. Pro Tier muss ein Auslauf von 4qm zur Verfügung stehen, besser mehr. Damit ist nicht ein kurzes Hoppeln gemeint, sondern dieser Platz muss ihnen immer zur Verfügung stehen. Der Auslauf muss sicher eingezäunt und abgedeckt sein, eine Schutzhütte mit viel Heu und Stroh gehört auch dazu. Kaninchen sind sehr reinlich, wir müssen ihnen helfen, ihren Lebensraum sauber zu halten, sie haben keine Ausweichmöglichkeit in ihrem Stall und Gehege. Kaninchen können bei guter Haltung 10 Lebensjahre erreichen, daran sollte jeder bei der Anschaffung denken. Sie haben hohe Haltungsansprüche, 365 Tage im Jahr.

Zu Ostern eignet sich daher für Kinder ein Fachratgeber über Kaninchenhaltung. Dieser kann zusammen mit dem Kind gelesen und besprochen werden. So kann man als Familie ins Gespräch kommen und dann gemeinsam entscheiden, ob man dies Verantwortung für ein glückliches Kaninchenleben übernehmen kann und möchte. Kommt man zu dieser Entscheidung, so warten im Tierheim sehr viele Tiere auf ein tolles zuhause.

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Über Lämmer, Schafe und ein köstliches Ostermenü

Schlemmen und genießen als festlichen Höhepunkt – bitte ohne Tierleid.

Essen ist ein Mittelpunkt von Festen mit Freunden und Familie. Das „traditionelle“ Osterlamm steht dann leider noch häuftig auf dem Speiseplan. Ist das fair?

Lämmer sind Kinder. Sie haben Mütter, die sie lieben und die sich rührend um ihren Nachwuchs kümmern. Zu Ostern werden diese Bande auseinander gerissen und junges Leben wird getötet – damit es auf unseren Tellern landet. Für die Schafsmütter ein traumatisches Erlebnis, das ohne Rücksicht auf ihre Gefühle durchgezogen wird. Tiere haben ein Recht auf ihr eigenes Leben und es soll schön und glücklich sein.

Es gibt unzählige vegane – also rein pflanzliche – Rezepte, die einfach köstlich sind und für die kein Tier leiden musste. Viele davon finden Sie hier bei uns oder in unserem Kochbuch.

Foto: 8c) PETA / Conny Maisch

Foto: (c) PETA / Conny Maisch

Was Sie tun können

Wir bitten Sie, ein tierfreundliches Ostern zu feiern, damit kein Tier leiden muss. Vermitteln Sie Familie, Kindern, Enkelkindern und Freunden, wie schön Feste sind, die vegan gefeiert werden. Fröhlich, lustig und bunt soll es sein – für alle Lebewesen. Die Redaktion von PETA50PLus wünscht Ihnen FROHE OSTERN!

Weitere Informationen

PETA.de/eier

PETA.de/Kaninchenhaltung

PETA.de/laemmer

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Quellen:
1) Planet Wissen: „Hühnerwirtschaft – Vom Tier zum Produkt“ (Stand vom 10.11.2014) http://www.planet-wissen.de/natur_technik/haustiere/huehner/huehnerwirtschaft.jsp

2) http://www.radiobremen.de/wissen/nachrichten/eier148.html

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