Für Tierfreunde im besten Alter

Freizeitparks mit Meeressäugern: Kein Spaß für Tiere

Sie sind anmutig und wunderschön, deshalb macht das beobachten von Delfinen und Walen in der Natur große Freude. Kinder lieben die schlauen Tiere und der Wunsch, diese aus der Nähe zu erleben ist verständlich.

Was der Mensch in Freizeitparks aus diesen Tieren macht, sieht nur vor den Kulissen nach Spaß aus.

In Meeresparks innerhalb der EU springen Delfine und Schwertwale für eine Handvoll Fische durch die Luft und machen Kunststückchen wie ferngesteuertes Spielzeug. Touristen sind begeistert von Freizeitparks, die ihnen die Möglichkeit geben, mit Delfinen zu schwimmen oder mit ihnen fotografiert zu werden. Diese Freizeitparks sind ein Millionengeschäft, die intelligente, soziale Lebewesen ausbeuten.

Doch bis die Meeressäuger in den Wasserbassins in Europa ankommen, habe sie eine Tortur hinter sich:
Delfintrainer aus der ganzen Welt kommen jedes Jahr nach Taiji, einer kleinen Bucht in Japan, um sich hier die schönsten Exemplare auszusuchen. Für jeden Delfin zahlen sie bis zu 150.000$. Die restlichen Tiere, mehr als 20.000 Delfine, werden brutal ermordet und zu Fleisch verarbeitet, das mit Quecksilber verseucht ist und kaum jemand essen möchte. Obgleich der Import von Wildfängen in deutsche Delfinarien verboten ist, ist es nicht auszuschließen, dass sie über Drittländer, die nicht zur EU gehören, schließlich doch auch in unsere Delfinarien gelangen.

Jeder Delfinarienbesucher muss folglich wissen, dass Delfinarien diese Methoden unterstützen und fördern, denn ohne die Delfinarienindustrie wären die Massaker nicht rentabel und kämen zum Erliegen.

Familien werden auseinander gerissen
Auch Schwertwale oder Orkas gehören zur Familie der Delfine. Sie sind die größten, in Gefangenschaft gehaltenen Tiere. In der freien Natur bleiben Orkas ein Leben lang mit ihren Müttern zusammen. Familienverbände oder Schulen bestehen aus einer Mutter, ihren ausgewachsenen Söhnen und Töchtern und den Kindern ihrer Töchter. Mitglieder einer Schule kommunizieren in einem eigenen, spezifischen “Dialekt”. Delfine schwimmen gemeinsam in Schulen die aus Hunderten von Tieren bestehen können.

Das Fangen nur eines einzigen freilebenden Delfins oder Orkas reißt die gesamte soziale Gruppe auseinander. Die Tiere geraten in Panik, viele sterben bei dieser Prozedur.
Orkas und Delfine, die dem schlimmen Schicksal der Gefangennahme entkommen, geraten bei dem Anblick ihrer gefangen Freunde außer sich und versuchen zuweilen sogar, sie zu retten.

 

Meeressäuger brauchen die Freiheit. Foto: Delfine-2-(c)-joakant-pixelio.d

Meeressäuger brauchen die Freiheit. Foto: Delfine-2-(c)-joakant-pixelio.d

Anpassung an eine fremde Welt
In der Natur schwimmen Orkas und Delfine bis zu 150 Kilometer am Tag und tauchen bis zu 300 Meter tief. In Gefangenschaft lebende Delfine werden in Becken gepfercht, die oft nur 10 Meter lang, 10 Meter breit und 5 Meter tief sind.

In Freiheit orientieren sie sich mit Hilfe ihres Echolots, indem sie eine Serie von Impulsen und Klicklauten aussenden. Die Schallwellen treffen auf Objekte im Wasser und werden dann an den Delfin in Form eines Echos zurückgegeben, fast wie bei einem Sonargerät. So können sie die Form, Dichte, Entfernung und den Standort dieser Objekte bestimmen und Fische aufspüren; in Aquarien jedoch hallen ihre eigenen Schallwellen von den Wänden zurück, was manchen Delfin zum Wahnsinn treibt.

Tiere in Delfinarien leben kürzer als ihre Artgenossen in Freiheit. Der permanente Stress durch viele Besucher, Enge, gechlortes Wasser und das Erlernen von Tricks unter oftmals quälenden Methoden wie Isolation und Hunger schaden den Lebewesen.

Hier finde Sie weiterführende Informationen über Delfine: http://www.peta.de/delfingefaengnisse

Was Sie tun können

  • Besuchen Sie keine Freizeitparks oder Zoos, die Meeressäuger in Gefangenschaft halten.
  • Fordern Sie bei PETA Unterlagen an.
  • Ermutigen Sie Ihr Aquarium vor Ort, keine neuen Delfine aufzunehmen, denn die Nachzuchten gelingen eh nicht.
  • Melden Sie alle Missstände der zuständigen Behörde.
  • Teilen Sie Flugblätter bei Freizeitparks aus.
  • Schreiben Sie Leserbriefe an Ihre örtliche Presse und üben Sie Druck auf die Verantwortlichen aus, damit derartige Einrichtungen schließen.
  • Informieren Sie Ihre Freunde und Familie über die skandalösen Hintergründe, die Massenschlachtungen und das Leid der Delfine in Gefangenschaft.
  • Schreiben Sie Leserbriefe an Ihre örtliche Presse und üben Sie Druck auf die Verantwortlichen aus, damit derartige Einrichtungen schließen.
  • Informieren Sie Ihre Freunde und Familie über die skandalösen Hintergründe, die Massenschlachtungen und das Leid der Delfine in Gefangenschaft.

Bitte nehmen Sie auch an unserer Online-Petition an die Botschafter der japanischen Regierung teil und fordern Sie das sofortige Ende der blutigen Treibjagd, der Massenabschlachtungen sowie des Fangs von lebenden Delfinen, die über Umwege auch nach Europa importiert werden.


Lesen Sie unsere Pressemitteilung: Aktuelle GfK-Studie zeigt: Die Mehrheit der Deutschen lehnt Delfinarien ab

Lesen Sie die gemeinsame Stellungsnahme von PETA und anderen beteiligten Organisationen

Lesen Sie die offene Stellungnahme von MdB Undine Kurth (Bündnis 90/ Die Grünen) zur umstrittenen Delfinhaltung im Nürnberger Tiergarten.

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