Für Tierfreunde im besten Alter

EU-Textilkennzeichnungen: Woll-Wirrwarr verschleiert die Herkunft der Materialien.

Wolle ist nicht gleich Wolle. Sie können die geschorenen Tierhaare von verschiedensten Schafen,  Lamas oder Yaks stammen. Doch die neue EU-Verordnung über Textilerzeugnisse, welche seit dem 8. Mai 2012 das deutsche Gesetz ablöste, schreibt eine enorme Verallgemeinerung bei den angebrachten Textillabels vor. Halten Sie jetzt einen Pullover in der Hand und betrachten das Textillabel, so darf dort nur noch „Wolle“ stehen und nicht mehr „100% Merino-Wolle“, wo beim kritischen tierfreundlichen Kunden bisher bereits die Alarmglocken klingeln würden.

Wolle ist nicht gleich Wolle. Foto: (c) Petra-Bork_pixelio.de

Wolle ist nicht gleich Wolle. Foto: (c) Petra-Bork_pixelio.de

Australien ist nach wie vor der größte Produzent von Merino-Wolle. Nach Angaben von dortigen Wollauktionen stammen über 90% der angebotenen Wolle von Schafen, denen beim Mulesing tellergroße Fleischstücke rund um den Schwanz herum ohne Schmerzmitteln entfernt wurden, um einen möglichen Fliegenbefall in dieser Körperregion zu verhindern. Der Verband der australischen Wollindustrie (AWI) brach sein Versprechen gegenüber PETA und europäischen Textileinkäufern, bis 2010 eine komplett Mulesing-freie Schafzucht in Australien zu fördern und zu fordern.

Konsumenten sollten beim Kauf neuer Kleidungsstücke genau die Label studieren.

Wir zeigen auf, was sich hinter harmlos klingenden Kennzeichnungen versteckt.

  1.  „Wolle“ – Hier könnten Fasern von blutiger Merino-Wolle aus Australien enthalten sein, aber auch Untermischungen von Kamel bis Biber!
  2. „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“Pelz von Nerzen oder Füchsen fällt ebenso darunter, wie Leder oder Horn
  3. „Tierhaar“ – Recht intransparent, Haare von Kühen aus der Intensivtierhaltung bis zu Pferden
  4. „Seide“ – Abertausende Seidenraupen werden hierfür in ihren Kokons zu Tode gekocht

Informierte Einzelhändler sollten generell in der Lage sein im Laden oder Online-Shop ausführlichere Produktinformationen zu Herkunft und Produktionsbedingungen von Kleidungsmaterialien zu geben. Wer sorgenfrei einkaufen möchte, der achtet auf pflanzliche und synthetische Materialien wie Baumwolle oder Kunstleder, um garantiert kein Tierleid zu unterstützen. Eine ausführliche Auflistung von Online-Shops und Warenhäusern mit tierfreundlichen Angeboten finden Sie im PETA-Shopping-Guide.

 

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