Für Tierfreunde im besten Alter

Ein Schaf will seine Wolle behalten

Eigentlich eine nette Geschichte: Das neuseeländische Merino-Schaf Shrek hatte sich sechs Jahre lang in den Bergen von Süd-Neuseeland vor der jährlichen Schur versteckt. Als er in einer Höhle gefunden wurde, wirkte er durch die gewachsenen Wollberge dreimal so groß wie normal. Von ganzen 27 Kilogramm Fell wurde er freigeschoren. Shrek wurde daraufhin zu einer Berühmtheit und ist nun im Alter von 16 Jahren gestorben. Den ganzen Bericht können Sie hier nachlesen.

Lämmer in Neuseeland. Foto: (c) frei

Lämmer in Neuseeland. Foto: (c) frei

Nur „Eigentlich nett“ ist die Geschichte, weil Shrek fliehen und sich sechs Jahre selbst versorgen konnte, was zeigt, wie intelligent Schafe sind. Die Geschichte zeigt aber auch, wieviel Angst die Schur den Tieren bereitet, auch wenn sie immer wieder als “harmlos und schmerzlos” dargestellt wird. Shrek steht stellvertretend für die Ausbeutung der “Wollschafe” in Australien und Neuseeland. Dass sein Fell so massiv gewachsen ist, zeigt wie unnatürlich und pervers die Züchtung angelegt ist – ausschließlich an mehr Ausbeute und damit mehr Gewinn orientiert.

Mit derzeit mehr als 100 Millionen Schafen produziert Australien 30 Prozent des weltweiten Wollaufkommens. Die Methoden sind grausam: Die Tiere werden körperlich verstümmelt, da die Schur sehr schnell gehen muss und keine Rücksicht auf die Tiere und ihre Schmerzen genommen wird. Die Schafe werden so gezüchtet, dass sie einen Hautüberschuss haben, so dass möglichst viel Wolle entsteht. Das führt dazu, dass die Hautfalten unhygienisch werden, was medizinische Probleme mit sich bringt. Wenn die Schafe älter werden und ihre “Wollproduktion” nachlässt, werden viele von ihnen lebend per Schiff in den Nahen Osten und nach Nordafrika transportiert, wo dann oft nur ein Tod durch betäubungsloses Schlachten bei vollem Bewusstsein auf sie wartet.

Wenn Ihnen das, was Sie hier gelesen haben, nicht gefällt und sie die Quälerei der Schafe nicht (mehr) unterstützen wollen, können Sie folgendes tun:

Kaufen Sie keine Wolle! Modische, haltbare, warme Alternativen zu Wolle gibt es reichlich.

Zahlreiche Unternehmen haben sich schon gegen den Verkauf von “Mulesing-Wolle” ausgesprochen  so zum Beispiel H&M, Perry Ellis, C&A, Hugo Boss, Adidas u.v.m. Fragen Sie bei Unternehmen an, woher die Wolle ihrer Produkte kommt und weisen Sie sie auf die grausamen Produktionsmethoden hin.

Schreiben Sie an den australischen Botschafter, sich umgehend für ein Ende der grausamen Mulesing-Prozedur einzusetzen!

Mehr Informationen über die Schaf-Schur und die grausame Methode „Mulesing“ finden Sie hier:

www.peta.de/web/mulesing.572.html

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