Für Tierfreunde im besten Alter

Die schönsten Tiergeschichten….

Die schönsten Tiergeschichten….

…. schreibt das Leben! PETA50Plus präsentiert die schönsten Tier-Mensch-Geschichten unserer Leser.

 

Tiere sind treue Freunde und sensible Weggefährten. Kälbchen, Katze, Hund, Eichhörnchen, Schaf – jedes Tier kann uns Menschen berühren und Freundschaften, gekennzeichnet von Vertrauen, Respekt und Sympathie, sind natürlich möglich.

Vor kurzem baten wir Sie – unsere Leser – uns Ihre schönsten Erlebnisse als kurze Geschichte zu mailen. Bei uns eingegangen sind wunderbare Berichte, die berührensten stellen wir Ihnen nun vor.

Wer seinem tierischen Freund zu Ehren auch gerne seine Geschichte an uns senden möchte, der ist herzlich eingeladen dies zu tun. Bitte mailen Sie an: tierische-freunde@peta50plus.de - Wir freuen uns darauf!
Maja – Mutterliebe und Mitgefühl

Zum Geburtstag meines Mannes brachte unsere Tochter Lisa eine kleine und schmutzige Katze von der Straße mit. Wir nannten sie Maja, und sie fühlte sich bei uns sofort wie zuhause. Sie schlief überall gern, doch am liebsten unter der Bettdecke. Als wir Maja schon eine ganze Weile bei uns hatten, bemerken wir eines Tages, dass ihr Bäuchlein dicker wurde. Wir erwarteten Nachwuchs. Natürlich bekam sie Billi, Willi und Zilli in unserem Bett. 🙂

Katzenwelpen brauche Ruhe, Wärme, Muttermilch und Liebe. Foto: (c) frei / pixabay

Katzenwelpen brauche Ruhe, Wärme, Muttermilch und Liebe. Foto: (c) frei / pixabay

Wir richteten ihr neben unserem Bett ein Nestchen für ihre kleine Familie ein, und sie machte es sich dort auch sofort gemütlich. Nun musste Maja natürlich ab und zu rausgehen, zum Jagen oder um ihr Geschäft zu machen. War das am Abend der Fall, holte ich Billi, Willi und Zilli zu mir ins Bett unter die Decke. Wenn Maja zurückkam und ihre Babys nicht sofort fand, schaute sie unter meiner Decke nach und holte sie wieder zurück ins Nest.

Dieses Spiel wiederholte sich ein paar Tage lang – und dann geschah etwas Wundervolles: Nachdem Maja ihre Babys wieder einmal zu sich ins Nestchen gebracht hatte, kam sie mit einem Katzenbaby zu mir zurück und legte es mir unter die Decke. Man glaubt es kaum, aber sie hat mir das Kleine überlassen. So etwas habe ich nie zuvor erlebt – und auch danach nie wieder.

So viel Mitgefühl und Liebe bekommt man von manchen Menschen nicht. Auch wenn ich heute daran zurückdenke, bin ich noch immer zu Tränen gerührt.

 

Hope - Liebe und Sehnsucht

An einem Sonntagmorgen im Oktober beschloss ich, mit meiner fast zweijährigen Tochter Alina einen langen Spaziergang zu machen. Wir kamen an einem nahegelegenen Landwirtschaftsbetrieb mit Dutzenden Schweinen, Schafen, Kühen und Kälbern in sogenannten „Kälberbuchten“ vorbei.

Eine wundervolle Freundschaft. Foto: (c) privat

Eine wundervolle Freundschaft. Foto: (c) privat

Meine Tochter erblickte die Kälbchen, lief freudig darauf los und sogleich war es um uns alle geschehen. Dieser Moment, dieser einzigartige Augenblick, als „Hope“ (so nannten wir das Kalb) uns in die Augen sah, ist mit Worten nicht zu beschreiben. In ihren Augen war so viel Trauer zu sehen, so viel Schmerz, so viel Einsamkeit … und so viel Liebe.

Meine Tochter ging ganz nah an Hope heran und umarmte sie. Und Hope? Sie genoss die zärtlichen Berührungen sichtlich und konnte kaum genug davon bekommen. Noch nie in meinem Leben hatte ich eine solch intensive und vertrauliche Begegnung mit einem Kalb erlebt. Hope vertraute uns sofort. Sie schmiegte sich an uns und wir hielten sie einfach nur fest. Dieser Moment schien ewig zu dauern. Er war endlos, zeitlos. Einfach im Hier und Jetzt. In diesem Moment voller Liebe und Sehnsucht.

Meine Tochter küsste Hope immer wieder auf die Stirn, und das Kälbchen hatte keinerlei Berührungsängste. Im Gegenteil: Hier war vollkommene, bedingungslose, wertfreie, kindliche Liebe zu sehen. Langsam kamen mir die Tränen, und die Wut stieg in mir hoch, wenn ich daran dachte, was diesem wunderbaren Geschöpf noch alles bevorstehen würde. Meine Tochter sah mich fragend an und ich erklärte ihr, dass dieses Baby seine Mama vermisst; dass es sich einsam und alleine fühlt, und dass wir ihm nun ganz viel Liebe geben, damit es ihm etwas besser geht.

Das machten wir auch – und besuchen unsere Hope seit diesem Tag regelmäßig. Wir hoffen und beten für sie und alle anderen „Nutztiere“, dass der Mensch endlich aufwacht und dieses sinnlose Blutbad beendet.

 

Tom und Mickey – aus der Tötungsstation in ein echtes Zuhause
Tom & Mickey kuscheln im neuen Zuhause. Foto: (c) privat

Tom & Mickey kuscheln im neuen Zuhause. Foto: (c) privat

Mein Freund und ich haben uns Mitte Dezember unseren Traum erfüllt und zwei Katzen zu uns nach Hause genommen.

Die beiden stammen aus Rumänien, aus einer Tötungsstation. Anfangs war es schwer mit ihnen, da beide sehr schüchtern waren.

Aber die beiden Kater haben sich schnell an uns gewöhnt und bedanken sich jeden Tag bei uns. Sie sind sehr zutraulich geworden, lieben uns abgöttisch.

Ich bin froh, dass wir die Entscheidung getroffen haben, Tom und Mickey zu uns zu holen. Ein Leben ohne die beiden kann ich mir nicht mehr vorstellen.

 

Holly

… eine wahre Silvester-Hundegeschichte, die sich so oder ähnlich am 31. Dezember jedes Jahres tausendfach auf der ganzen Welt wiederholen kann

Als ich mich an diesem Abend für ein buntes Silvester-Abendessen im Kreise meiner großen angeheirateten Familie ahnungslos zurechtmachte, wusste ich noch nicht, dass sich nur wenige Kilometer entfernt eine Tragödie anbahnte.

Holy - für immer im Herzen. Möge es ihr gut gehen... Foto: (c) privat

Holy – für immer im Herzen. Möge es ihr gut gehen… Foto: (c) privat

Kurz nach ein Uhr morgens verließen wir das Fest und begaben uns auf den Heimweg. Und dann, nur wenige hundert Meter von unserem Zuhause entfernt, trat SIE in unser Leben: eine zauberhafte, zu Tode erschrockene, wunderschöne Schäferhund-Mix-Dame, gertenschlank, doch mit großem Gesäuge. Schon von Weitem sahen wir sie orientierungslos mitten auf der Hauptstraße entlanglaufen. Mehrere Male entkam sie nur knapp einem fatalen Zusammenstoß mit einem Auto. Wir fuhren an den Straßenrand, ich stieg aus dem Wagen und versuchte, sie anzulocken. Doch in ihrer Angst war sie unzugänglich für jegliche Annäherung. Sie trabte an mir vorbei, ihr Anblick ein einziger Schrei nach Hilfe. Ich sprang wieder ins Auto, wir wendeten, folgten ihr und versuchten, ihr den Weg abzuschneiden. Nach mehreren missglückten Versuchen gab sie sich endlich selbst einen Ruck und ließ sich davon überzeugen, unsere Hilfe anzunehmen und in unser Auto zu springen. Ihr Gesichtsausdruck, schwankend zwischen unaussprechlichem Terror und zaghafter Hoffnung, schnitt jedem von uns ins Herz.

So nahmen wir sie also mit zu uns nach Hause. Wohin sonst hätten wir sie mitten in der Nacht auch bringen sollen? Zumindest körperlich schien sie unversehrt zu sein, auch wenn sie einen etwas verwahrlosten Eindruck machte und ein bisschen streng roch. Trotzdem flogen ihr unsere Herzen zu. Wie könnte es auch anders sein bei dieser Schönheit? Groß und schlank war sie, dunkelhaarig mit beigen Flecken, die ein interessantes Tupfenmuster auf ihren langen Beinen bilden. Mit schokobraunen Augen blickte sie uns melancholisch an, ihre weißen Zähne zeugten von ihrer Jugend.

Wir stellen fest, dass sie wahrscheinlich bereits Mutter ist. In unseren Köpfen spielte sich ein Film ab: Wahrscheinlich wurde sie ausgesetzt oder ihre Kinder wurden ihr weggenommen. Sonst hätte sie die Kleinen doch niemals verlassen, Silvester hin oder her.

Den gesamten 1. Januar drehte sich unsere Welt um sie. Mein Haushalt stand praktisch still, während wir sie begluckten und ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen versuchten. Sie aß mit gutem Appetit die Futtervorräte unseres eigenen Hundes auf und schenkte uns im Gegenzug ihr Vertrauen – und ab und an ein zaghaftes Schwanzwedeln. Die meiste Zeit jedoch schaute sie traurig ins Nichts und hing ihren eigenen Gedanken nach. Ich durchstöberte das Internet nach einer Vermisstenmeldung, doch anscheinend wurde ihr Verschwinden bisher noch nicht entdeckt. Wir schalteten selbst zahlreiche Onlineanzeigen mit Fotos der unbekannten Schönheit. Tja, was nun?

Holy und ihre Kinder bei der Geburt. Foto: (c) privat

Holy und ihre Kinder bei der Geburt. Foto: (c) privat

Je mehr sich der Tag dem Ende zuneigte, desto unruhiger wurde die Hübsche. Schließlich kauerte sie sich in der Schlafwanne unseres Hundes Luna zusammen und beschäftigte sich ausgiebig mit ihrer Intimpflege. Wenig später erklangen unbekannte Geräusche aus der kleinen Ecke: Ein spitzes, forderndes Wimmern veranlasste die gesamte Familie, alles stehen und liegen zu lassen und sich eilig um unseren Gast zu gruppieren. Das Wimmern kam eindeutig von hier, doch sie selbst schien es nicht auszustoßen … was war das? Eine winzige, zittrige Bewegung zwischen ihren Hinterbeinen! Ein schwarz-glänzendes Körperchen, winzig, nicht größer als ein Smartphone, schob sich an die Zitzen seiner Mutter und begann, mit schmatzenden Sauggeräuschen zu trinken. Wir schmolzen regelrecht dahin. Und an diesem Punkt taten wir endlich, was wir schon bei der ersten Sichtung des hilfsbedürftigen Vierbeiners hätten tun sollen: Wir riefen die Polizei.

Als zwei freundliche und erwartungsvolle Beamte mit einem Tierschutzbeauftragten im Schlepptau bei uns eintrafen, hatte ein weiteres Hundebaby in unserem Wohnzimmer das Licht der Welt erblickt. Dank eines speziellen Lesegerätes stellten die Polizisten fest, dass Madame einen Mikrochip trug. Noch während die Halter der vierbeinigen Mama mithilfe des Chips ermittelt wurden, betrat ein weiterer winziger Welpe vor unseren Augen die Bühne des Lebens. Einer der Beamten fuhr zum Haus der Hundehalter; die Beamtin mit dem netten Lispeln blieb bei uns und hielt über Funk Kontakt mit ihrem Kollegen. So bekamen wir mit, dass dieser die Halter der Hündin ausfindig gemacht hatte und sich bereits mit ihnen auf dem Weg zu uns befand. Während wir also auf die Herrschaften warteten, schlüpfte das vierte Hundebaby ans Licht. Wie sauber die ganze Geburt ablief! Mama putzte und schleckte ohne Unterlass und wurde nicht müde, alles so rein wie möglich zu halten. Mit ihrer Zunge animierte sie jedes Baby zu atmen, dann biss sie die Nabelschnur durch und schob die kleinen Körperchen an ihr milchvolles Gesäuge. Voller Stolz blickte sie dann in die Runde, die Strapazen der Geburt schien sie gut zu bewältigen.

Vier Welpen waren es also bis jetzt: winzig und zerbrechlich – und so niedlich, dass man schon beim bloßen Anblick einen Zuckerschock bekam. Jedenfalls verstanden wir nun, wie sie ihre Trächtigkeit so gut hatte verbergen können. Sicher, das Gesäuge hatte auf Welpen hingewiesen, doch aufgrund der schlanken Gestalt von Mama dachten wir, dass die Kleinen bereits geboren waren. So kann man sich irren.

Schließlich kam der Polizist in Begleitung der wahren Hundehalter wieder. Es handelte sich um ein älteres Ehepaar, Bauern dem Anschein nach. Sie hatten geglaubt, EINEN Hund verloren zu haben und wurden nun von FÜNF Hunden erwartet. Das Verhalten der vierbeinigen Mutter sprach Bände: Sie blickte ihren Leuten gleichgültig entgegen, ohne eine sichtbare Reaktion des Erkennens. Wahrscheinlich kannten sich Herrchen, Frauchen und Hund nur von der täglichen Übergabe des Futternapfes. Das würde auch den unglaublich starken Parasitenbefall der Hündin erklären, die von einer wahren Hundertschaft Flöhe terrorisiert wurde und sich an manchen Stellen bereits blutig gekratzt hatte. Auf meinen dezenten Hinweis, dass die arme Hündin von den Flöhen lebendig verspeist würde, meinte die Frau lakonisch: „Normalerweise hat sie um diese Jahreszeit nicht so viele.“ Ach so!

So nahmen sie sie also mit: die stolze Hundemama, ihre Neugeborenen und die Schlafwanne unseres Hundes Luna. Mama wollte lieber bei uns bleiben und startete einen Fluchtversuch zurück in unsere Wohnung, doch das Winseln ihrer Babys verleitete sie schließlich, ihren Haltern zum Auto zu folgen. Zurück blieb eine Familie zwischen Erstaunen, Verblüffung, Unverständnis und mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Welches Schicksal erwartete unseren liebgewonnenen Gast bei diesen Leuten nun?

Als ich am nächsten Morgen aufstand, fiel mein Blick auf die nun leere Ecke im Wohnzimmer, wo tags zuvor das einzigartige Wunder der Geburt stattgefunden hatte. Wie es ihr wohl gehen mag, fragte ich mich stumm und spürte einen Kloß im Hals. Pass auf dich auf, Holly, dachte ich traurig. Denn so nannte ich sie: Holly. Der Name passt viel besser zu ihr als „Olly“, der des bekannten dickleibigen Komikers aus den dreißiger Jahren.

Ich muss mich damit trösten, dass wir Holly wahrscheinlich vor dem sicheren Tod auf der Straße bewahrt haben und ihr für 20 Stunden ein gemütliches Plätzchen geben konnten. Wir haben sie mit Zuneigung und Streicheleinheiten überschüttetet und ihr die Geburt in einem warmen Wohnzimmer ermöglicht – statt allein und frierend in einer eiskalten Nacht. Meine Jungs durften hautnah das Wunder der Geburt miterleben, eine einzigartige Erfahrung in ihrem jungen Leben. Und deshalb blicke ich auch voller Dankbarkeit auf diesen Tag zurück, an dem wir diese tapfere und liebenswerte Hündin kennenlernen durften. Holly und ihre Welpen bleiben unvergessen und werden für immer einen besonderen Platz in unserem Herzen haben.

Wir DANKEN unseren Lesern für Ihre persönlichen und rührenden Geschichten!

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