Für Tierfreunde im besten Alter

Der tierfreundliche Einkaufszettel

Tierschutz? Muss sein. Ganz klar. Eine moralische und ethische Selbstverständlichkeit. Wie schön, dass es Tierschutzvereine gibt, deren Mitglieder sich ehrenamtlich um Tiere in Not kümmern. Sollte man sich selbst nicht auch ein wenig engagieren? Wäre schon gut. Aber wann? Der Beruf verlangt mehr Zeit denn je, das bisschen Freizeit reicht sowieso nirgends hin. Ein Dilemma…

Bewusst Einkaufen. Foto: (c) johannes-vortmann_pixelio.de

Bewusst Einkaufen. Foto: (c) johannes-vortmann_pixelio.de

Vielleicht gehen Ihnen diese Gedanken auch immer mal wieder durch den Kopf. Wenn ich ehrlich bin, hat es bei mir bisher zu mehr als einer passiven Mitgliedschaft in der einen oder anderen Tierschutzorganisation nicht gereicht. Ist das nun schlecht?

Nein, ganz und gar nicht. Wir können nämlich mit minimalem Aufwand Tierschutz betreiben. Wie? Indem wir einfach im Alltag unsere Gewohnheiten ein wenig ändern. Das kostet keine Zeit und meist auch nicht mehr Geld.

Zum Beispiel können wir auf tierische Lebensmittel verzichten und stattdessen pflanzliche Nahrung kaufen. Schon mal eine Tofu-Wurst probiert? Oder einen Soja-Nachtisch? Die Regale der Bioläden und Supermärkte sind inzwischen voll von leckeren Produkten, für die kein Tier leiden muss und die phantastisch schmecken. Wir müssen nur liebe Gewohnheiten ablegen, Geschmackspräferenzen ändern und der pflanzlichen Alternative eine Chance geben. Glauben Sie mir: Als ehemaliger Fleischesser und Milchjunkie weiß ich, wovon ich spreche.

Ein weiterer Bereich, in dem wir alltäglichen Tierschutz betreiben können, ist die Kosmetik. Haben Sie sich beim Haare waschen schon einmal überlegt, dass dieses Shampoo, das Sie sich gerade in die Haare reiben, höchstwahrscheinlich Inhaltsstoffe enthält, die in grausamen Tierversuchen getestet wurden? Zwar gilt in Deutschland seit  1998 und in der EU seit 2005 ein Verbot für Tierversuche für Kosmetik, doch gibt es leider noch genügend Ausnahmen und Schlupflöcher, weshalb Kosmetikhersteller nach wie vor Inhaltsstoffe verwenden dürfen, für die Tiere wie Mäuse oder Kaninchen grausamen und tödlichen Versuchen unterzogen wurden. Was können wir dagegen tun? Kosmetik kaufen, die ohne Tierversuche hergestellt wird. Und davon gibt es jede Menge. In den Läden von Body-Shop zum Beispiel. Eine Positivliste mit Herstellern, die tierversuchsfreie Kosmetik produzieren, finden Sie auf www.peta.de/kosmetik.

Ein weiterer Punkt ist die Bekleidung. Dass an Tierpelzen Blut klebt, weiß inzwischen jeder. Aber wie sieht es mit Leder aus? Ist ja nur ein Abfallprodukt aus der Schlachtung, sagen die Gedankenlosen. Weit gefehlt: Das Leder ist nach dem Fleisch Gewinnträger Nummer zwei bei der Tierschlachtung und damit ein entscheidender Grund, Tiere zu töten. Weniger Nachfrage nach Leder, weniger tote Tiere. Ganz einfach. Und ganz einfach ist auch die Konsequenz für uns:  Statt Lederbekleidung kaufen wir eben Jacken, Hosen, Röcke und Schuhe aus Textil. Sieht nicht schlechter aus und ist frei von Blut.

Textil statt Leder gilt übrigens auch für Accessoires wie Taschen und Geldbörsen.

Sie sehen, Möglichkeiten, den Einkaufszettel tierfreundlicher zu gestalten, gibt es viele. Wir müssen uns nur bewegen.

Dieser Beitrag stammt von unserem Gastautor Martin Schempp, vielen Dank dafür!

 

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