Für Tierfreunde im besten Alter

Das Gesundheits-ABC

Das Gesundheits-ABC

Was braucht der Körper, um fit zu sein? PETA50Plus informiert über die Bausteine unserer Ernährung.

Man ist, was man isst! Dieses Sprichwort gilt schon sehr lange. Aber warum eigentlich – und ist dem wirklich so? PETA50Plus hat das Wichtigste zum Thema Ernährung auf den Punkt gebracht. Unser Körper ist ein Kunstwerk, ein Hochleistungs-Gerät, das gut gepflegt sein will, damit alle Funktionen ausgeführt werden können.

Grundsätzlich gilt: Der menschliche Körper braucht nicht bestimmte Nahrungsmittel, sondern bestimmte Nährstoffe.

Die Amerikanische Gesellschaft für Diätetik und Ernährung (A.N.D.) und der Verband kanadischer Ernährungswissenschaftler (DC) haben in ihren Positionspapieren wiederholt festgehalten, dass „eine gut geplante vegane Ernährung oder andere Arten vegetarischer Ernährung für alle Phasen des Lebens geeignet sind (…)“.

 

Das braucht unser Körper
Die wichtigsten Bausteine der menschlichen Ernährung im Überblick

„C“ WIE …
Calcium:  Calcium wird im Körper zusammen mit Phosphat zum Aufbau und Umbau der Knochen gebraucht. Wer gerne Mandeln, Brokkoli, Kohl, Grünkohl, Sesam Tahini, Bohnen und Tofu verzehrt und ab und zu einen mit Calcium angereicherten Pflanzendrink und calciumreiches Mineralwasser zu sich nimmt, der ist bestens versorgt.

„E“ WIE …
Eisen:  Eisen gehört zu den wichtigsten essenziellen Spurenelementen, die im Körper nur in geringen Mengen vorkommen, aber lebensnotwendig sind. Da der Körper Eisen nicht lange speichern kann, muss das Spurenelement regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Veganer finden ausreichende Mengen an Eisen in Bohnen, Linsen, Haferflocken, Trockenfrüchten, Sojabohnen, Spinat, Sonnenblumenkernen, Kichererbsen, Tempeh, Quinoa und zahlreichen anderen pflanzlichen Lebensmitteln. Am besten in Kombination mit einem Vitamin-C-reichen Saft, Obst oder Gemüse – so wird Eisen am besten vom Körper aufgenommen.

„F“ WIE …
Fett: Fette bestehen u. a. aus Fettsäuren. Fette dienen dem Körper nicht nur zur Energielieferung. Sie sind auch Grundgerüst der Zellmembran, Ausgangsstoff für Hormone oder hormonähnliche Substanzen. Der Mensch ist zur Eigensynthese von Fettsäuren fähig. Nur langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (engl. PUFA = polyunsaturated fatty acids) müssen dem Körper zugeführt werden. Sie sind essentiell. Die wichtigsten sind die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure. Die Verzehrempfehlung für Fette liegt bei 30-35 % der täglichen Energiezufuhr.

„K“ WIE …
Kohlenhydrate:  Sie dienen dem Körper als Brennstoff und Energiespeicher und sind das Grundgerüst unserer DNS. Die Aufnahme sollte vor allem in Form komplexer Kohlenhydrate erfolgen, da diese zu einem langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. Optimal ist es, wenn diese Lebensmittel Vollkornprodukte sind, da sie dann zusätzlich andere wichtige Nährstoffe enthalten. Ebenfalls zu den Kohlenhydraten zählen die Ballaststoffe, die man sehr gezielt und ausreichend zu sich nehmen sollte.

„M“ WIE …
Makronährstoffe:  Zu den Makronährstoffen zählen Proteine (Eiweiße), Lipide (Fette) und Kohlenhydrate. Auch über Alkohol führen wir dem Körper Energie zu. Zur Deckung des Energiebedarfs benötigt der menschliche Körper die chemische Energie, die in diesen Makronährstoffen steckt.

Mikronährstoffe:  Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe.

Mineralstoffe: Unter Mineralstoffen werden Mengen- und Spurenelemente zusammengefasst. Manche werden für den Aufbau von Körperstrukturen wie Knochen und Zähne benötigt. Andere halten den Wasserhaushalt der Zellen aufrecht oder sind wichtig für Muskelbewegung und Reizweiterleitung. Wieder andere sind am Aufbau von Hormonen oder Enzymen beteiligt.

Essentielle Mengenelemente sind: Calcium, Kalium, Natrium und Magnesium.

Essentielle Spurenelemente sind: Eisen, Zink, Selen, Mangan, Kupfer, Molybdän, Cobalt, Chrom, Silizium, Nickel und Zinn.

„O“ WIE …
Omega-3-Fettsäuren:  Sie sind wichtig für den Körper, können dem Körper aber wunderbar ohne den Verzehr von Fisch zugeführt werden. Der Vorteil: Wer pflanzliche Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, erspart sich gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Quecksilber. Man genießt also besser Walnüsse, Brokkoli, Spinat, Sojabohnen, Rapsöl, Chiasamen, Leinsamen und Mikroalgen.

„P“ WIE …
Proteine:  Proteine sind aus einzelnen Aminosäuren aufgebaut. In der Natur gibt es eine Vielzahl von Aminosäuren. Unser Körper verwendet beim Bau von Proteinen nur 20 Aminosäuren. Acht dieser Aminosäuren kann der menschliche Körper nicht selber synthetisieren. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Proteine übernehmen im Körper eine Reihe verschiedener wichtiger Funktionen.

Pflanzliche Proteine überlasten den Organismus nicht. Studien weisen darauf hin, dass pflanzliche Proteine im Gegensatz zu tierischen Proteinen meist nicht zu Nierenproblemen führen. Ebenso werden Nierensteine, Lebererkrankungen und Osteoporose durch tierische Proteine begünstigt. Gesünder sind Eiweiße, die zum Beispiel aus Spinat, Brokkoli, Avocados, Mais und Artischocken stammen. Echte „Protein-Kraftpakete“ sind Sojaprodukte wie Tofu, Tempeh, Miso und Sojamilch sowie Erbsen, Bohnen, Linsen, Vollkornbrot, Haferflocken, Quinoa, Nüsse und Samen.

Nicht jedes Lebensmittel enthält alle essentiellen Aminosäuren. Es wichtig, möglichst verschiedene pflanzliche Proteinquellen zu verzehren und zu kombinieren. Traditionelle Gerichte wie Linsen mit Spätzle, Falafel mit Fladenbrot oder Bohnen mit Maistortillas weisen diese gezielte Kombination auf. Die Empfehlung für die Aufnahme von Proteinen liegt für Erwachsene bei 0,8 g/kg Körpergewicht und Tag.

„S“ WIE …
Sekundäre Pflanzenstoffe:

Dies sind chemisch sehr unterschiedliche Pflanzeninhaltsstoffe. Ihre Zahl wird in die Zehntausende geschätzt. Die Wirkung ist sehr vielfältig und geht in die Pharmakologie: Diese Stoffe sind entzündungshemmend, antithrombotisch, antioxidativ und cholesterinsenkend.

„V“ WIE …
Vitamine: Dies sind organische Verbindungen, die der Körper nicht oder nicht in ausreichendem Maß bilden kann, sie müssen zugeführt werden. Sie sind nicht Bestandteil des Körperaufbaus, sondern übernehmen verschiedene physiologische Funktionen.

Es gibt die fettlöslichen Vitamine A (plus Provitamin A), D, E und K und die wasserlöslichen Vitamine Thiamin, Riboflavin, Niacin, B6, Folsäure, Pantothensäure, Biotin, C und B12. Hinter jedem Vitamin stecken oft mehrere chemische Verbindungen mit gleicher Wirkung.

Obst und Gemüse stecken voller lebenswichtiger Vitamine, vor allem, wenn sie nicht zerkocht werden.

Vitamin B12:  Vitamin B12 ist wichtig! Dies ist das einzige Vitamin, das dem Körper über angereicherte Pflanzendrinks, eine Vitamintablette oder angereicherte Zahnpasta zugeführt werden muss.

Die vegane Ernährung versorgt den Körper mit allem, was wichtig ist, und erspart ihm die Belastung durch tierische Fette und Proteine. Ein Plus für Körper, Geist und Seele – wer sich fit isst, ist auch fit!

PETA50Plus – Tipps für gesunde Ernährung
  • Essen Sie abwechslungsreich, der Teller sollte immer möglichst bunt aussehen
  • Bereiten Sie Lebensmittel schonend zu und verzehren Sie einiges auch unerhitzt
  • Bevorzugen Sie möglichst gering verarbeitete Lebensmittel
  • Nie vergessen: ausreichend trinken (Wasser und andere zucker- und alkoholfreie Getränke)
  • Für den Körper von großem Vorteil: wenig oder keinen Alkohol konsumieren
  • Beim Kochen möglichst wenig Zucker und Salz verwenden
Veganstart - jetzt kostenfrei anmelden!

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen