Für Tierfreunde im besten Alter

Darf man Tiere essen?

Darf man Tiere essen?

Was unterscheidet eine Katze von einem Meerscheinchen? Darf man ein Tier essen und das Andere nicht? PETA50Plus hinterfragt die Unterscheidung zwischen sogenannten Nutztieren und Haustieren.

 

Darf man Tiere essen? Wenn ja, welche? Und welche nicht? Und warum ist das so? Das sind viele Fragen, die zumeist vor dem traditionellen Hintergrund einer Gesellschaft beantwortet werden.  In Südamerika gelten in manchen Ländern Meerschweinchen als Delikatesse, bei uns sind sie vierbeinige Freunde der Familie. In Asien werden Hunde und Katze verspeist, was bei uns die Nation empört. In Deutschland werden Rinder verzehrt, was wiederum in Indien unvorstellbar ist. Stellt sich da nicht automatisch die Frage, ob der Verzehr von Tieren grundsätzlich unzulässig ist?

 

Gegrillte Katze - ein Skandal

Immer wieder wird über das illegale zubereiten von Hunden und Katzen in Deutschland berichtet. Medienberichten zufolge soll gerade jüngst ein Mann im rheinland-pfälzischen Andernach von Nachbarn dabei beobachtet worden sein, wie er eine Katze getötet und gegrillt habe, um diese zu essen. Bisher ist jedoch unklar, ob der Mann tatsächlich eine Katze zum Verzehr zubereitet hat oder nicht. Während die Nation den Mann moralisch verurteilt, weist PETA Deutschland e.V. darauf hin, dass es grundsätzlich nicht in Ordnung ist, Lebewesen zu essen: egal ob Katze, Hund, Schwein oder Kuh.

Alle Tieren haben ein Recht auf ihr Leben!

Die Expertin zum Thema

„Eine Katze zu töten, um sie zu essen ist furchtbar und sollte strafrechtlich verfolgt werden“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Trotzdem sollte sich jeder Einzelne die Frage stellen, warum es in Deutschland verboten ist, eine Katze zu grillen, ein Schwein jedoch zum Verzehr getötet werden darf. Beides sind sensible Lebewesen, die nicht sterben wollen, um auf einem Teller zu landen.“

Zeit für Veränderung. Zeit für Gedanken.

Es ist an der Zeit sich zu fragen, warum wir Menschen uns das Recht herausnehmen, Tiere für unsere Ernährung zu töten und warum wir emotional zwischen den bei und im Haushalt lebenden Tieren und den Lebewesen, die wir Essen, unterscheiden.

Aus psychologischer Sicht gibt es hierfür zwei Gründe. Der erste lautet „Versachlichung“. Menschen nehmen eine große Anzahl von Tieren nicht mehr als Lebewesen mit Gefühlen wahr, sondern als „Biomaschinen“. Diese verbringen ihr kurzes Leben weit von uns weg in großen Mastanlagen und werden dann als große Menge geschlachtet. Gerechnet wird hier nicht in leidensfähigen Lebewesen, sondern in Tonnen. Das macht es einfacher.

Der zweite Grund ist die „Ent-Individualisierung“. Man ist es gewohnt, die Tiere nur noch als Gruppe bzw. Gattung zu sehen. Es gibt Schweine, Kühe und Schafe. Aber man weiß nichts über das einzelne Tier. Nichts über seine Gewohnheiten und Vorlieben. Es ist Teil einer großen, undefinierten Masse. Man kann sich selber fragen: Würde ich das Steak essen, wenn ich wüsste, dass die Kuh am liebsten hinter den Ohren gestreichelt wurden? Dass sie sehr gerne Löwenzahn mochte, aber meistens Getreidemehl zu fressen bekam und dass sie mehrere Tage trauerte, als man ihr ihr Kälbchen nahm? Über den eigenen vierbeinigen Freund wie Hund und Katze weiß man alles. Ihn würde man nicht essen.

Gut zu Wissen!
Jedes Jahr werden allein in deutschen Schlachthöfen über 3 Millionen Rinder, 58 Millionen Schweine und 620 Millionen Hühner zu Nahrungszwecken getötet. Alle diese Tiere sind – genau wie Hunde oder Katzen – empfindsame und intelligente Lebewesen, die Schmerzen und Angst fühlen. In der heutigen Gesellschaft werden Tiere klassifiziert. Dadurch werden einige Arten als „Nutztiere“ eingestuft. Das suggeriert, dass sie kein Recht auf ein erfülltes und langes Leben haben, sondern ausschließlich für die Lebensmittelindustrie existieren. Auf der anderen Seite stehen sogenannte Haustiere, die zumeist verwöhnt und umsorgt werden und deren Verzehr absolut ausgeschlossen ist.

Jedes einzelne Leben ist schützenswert. Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.

Weitere Informationen
Veganstart.de
PETA.de/Themen/Ernährung
PETA.de/Tierrechte
PETA50plus.de/streicheln-oder-essen/

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