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Brandenburg – Wer hat auf den Wolf geschossen?

Brandenburg  – Wer hat auf den Wolf geschossen?

Erneut auf Wolf in Brandenburg geschossen – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Brandenburg  – Wer hat auf den Wolf geschossen? Eine circa fünf Monate alte Wolfsfähe wurde Medienberichten zufolge Mitte September im brandenburgischen Cammer von einer Erntemaschine überrollt. Die Wölfin musste vor Ort eingeschläfert werden. Wie eine Obduktion im Berliner Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ergab, hatte das Jungtier eine zwei Wochen alte Schusswunde an den Hinterläufen.

Da Wölfe nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland streng geschützt sind und ihre Tötung eine Straftat darstellt, ermittelt nun die Polizei . Um die Suche nach dem Schützen zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus , die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 – 73 733 41 an PETA oder direkt an die Polizei. Erst im August wurde in einem Naturschutzgebiet bei Lieberose ein erschossener Wolf aufgefunden, dessen Kopf abgetrennt worden war.

Die Expertin zum Thema

„Wir gehen davon aus, dass der Täter in lokalen Jägerkreisen zu finden ist. Es ist nicht das erste Mal, dass Mitglieder der Jägerschaft einen natürlichen Konkurrenten mit einem gezielten Schuss ausschalten“, so Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Seit Jahrhunderten setzen Jäger alles daran, die natürlichen Raubfeinde erheblich zu dezimieren. Denn dann können sie ihre Jagdlust ungehindert ausleben, die unter dem Deckmantel des Naturschutzes stattfindet.“

Die Situation in Brandenburg

Derzeit ist der Wolf in Brandenburg nicht dem Jagdrecht unterstellt, sondern dem Naturschutz. Es plädieren jedoch CDU und FDP für eine Aufnahme der geschützten Tiere in das Jagdrecht – mit ganzjähriger Schonzeit. Das bedeutet jedoch, dass „Problemwölfe“ geschossen werden dürfen – ein „Problem“ ist reine Definitionssache. Wolfspopulationen regulieren sich selber, das bedeutet, es wird nur eine gewisse Anzahl von Tieren pro Quadratkilometer geben, da Wölfe große Reviere bejagen. Es wird daher keine Überpopulation geben, denn einer Erhöhung der Wolfsdichte in den bereits besiedelten Gebieten sind von Natur aus enge Grenzen gesetzt. Der Wolf wird sich flächenmäßig ausbreiten.

Die schätzungsweise 95 Wölfe, die in Brandenburg leben sind Teil einer deutsch-westpolnischen Population, die zwischen 400 und 500 Tieren umfasst. Ihr Leben wird derzeit durch den „Wolfsmanagement-Plan“ geregelt, der das zusammenleben von Menschen und Wölfen in Brandenburg handeln soll.

Die Zukunft des Wolfes ist unsicher, zahlreiche Interessen spielen gegeneinander.

PETA plädiert für ein Ende der sogenannten Hobby-Jagd

PETA fordert ein Verbot der „Hobbyjagd“. Eine Reduktion des Wildtierbestandes durch Jäger ist nicht erforderlich. Auch namhafte Biologen wie Prof. Dr. Josef Reichholf von der TU München vertreten die Auffassung, dass waldbewohnende Tierpopulationen selbst zu Zeiten von Wolf und Bär durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten reguliert wurden.

Weitere Informationen

PETA.de /Jagd
PETA.de/Jagdunfälle

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