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Blutiges Hobby: Trophäenjagd

Blutiges Hobby: Trophäenjagd

Trophäenjagd in Afrika ist das „Hobby“ vieler reicher Menschen. Der Tod von „Cecil“ ließ die Welt kurz aufschreien, doch das Töten geht weiter…

Blutiges Hobby: Trophäenjagd ist leider auch bei Deutschen beliebt. Erst vor wenigen Tagen sorgte der Abschuss des Löwen Cecil in Simbabwe durch einen US-amerikanischen Zahnarzt für einen internationalen Eklat. Doch offensichtlich ist die Trophäenjagd in Afrika in betuchten Kreisen kein Einzelfall – in einem Interview [1] mit dem Kölner Stadt-Anzeiger bekannte sich auch der Mediziner Prof. Dr. med. Christian E. Elger, Direktor der Abteilung für Epileptologie an der Universitätsklinik Bonn, zu diesem verwerflichen „Hobby“. In dem Gespräch gab der Arzt an, selbst Großwild in Afrika gejagt zu haben und beschönigt den Tod eines fühlenden Lebewesens als „großartiges, unglaublich intensives Naturerlebnis“ mit besonderem Nervenkitzel.

Die Expertin zum Thema

„Durch seinen Beruf als Mediziner unterliegt Prof. Dr. med. Elger der ethischen Verpflichtung, empfindsame Lebewesen vor Leid und Tod zu bewahren“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin bei PETA Deutschland e.V. „Insbesondere vor diesem Hintergrund ist das Verhalten des Professors, sensible Tiere zum Spaß zu töten und dies noch dazu öffentlich zu verteidigen, ausgesprochen unmoralisch.“

Worum geht es bei der Trophäenjagd?

Bei der Trophäenjagd geht es den Jägern vornehmlich um die Lust am Töten und darum, sich in heimischen Jägerkreisen mit Trophäen zu brüsten. Insbesondere auf Jagdfarmen dienen die Tiere einigen Menschen, die mehr Geld als Moral besitzen, als lebendige Zielscheibe. Viele Tiere werden von den Hobbyjägern zunächst nur angeschossen, anschließend durch die Wildnis gehetzt und sterben einen langsamen und qualvollen Tod. – Gezahlt werden dafür jeweils mehrere zehntausende Dollar!

Für Trophäenjäger aus der ganzen Welt ist Afrika ein beliebtes Reiseziel, denn nur hier können sie sogar vom Aussterben gefährdete Tierarten wie Elefanten, Löwen und Nashörner töten.

Erste rechtliche Verbesserungen - doch nicht genug

Der Tod von „Cecil“ in Simbabwe führte zumindest dazu, dass das Jagen von Löwen, Leoparden und Elefanten in Gebieten, die an den Nationalpark grenzen, ab sofort ausgesetzt wird. Die Jagd wird nur noch nach einer schriftlichen Erlaubnis der Behörde und im Beisein von Parkpersonal gestattet, so die offiziellen Aussagen der Nationalparkverwaltung. Zudem gibt es ab jetzt Beschränkungen für das Jagen mit Pfeil und Bogen.

Das ist ein Anfang, aber wahrlich nicht genug! Die Debatte um die Trophäenjagd hat von neuem begonnen und das ist gut so. Denn es reicht nicht aus, dass der Nationalpark Hwange und Simbabwe die Regeln verschärfen. Ganz Afrika muss sich für den Schutz der Tiere einsetzen.

PETA fordert ein Verbot - für den Artenschutz!

PETA fordert auch aus Artenschutzgründen ein Verbot der Trophäenjagd, da diese den illegalen Handel mit Teilen von geschützten Tieren begünstigt. Weil „legale“ Trophäen wie Stoßzähne oder Tierhäute im Umlauf sind, fällt es Artenschützern und Behörden schwer, diese von den illegal gejagten Körperteilen zu unterscheiden.

Trophäenjagd muss verboten werden. Foto: (c) PETA

Trophäenjagd muss verboten werden. Foto: (c) PETA

Dem Schmuggel, teilweise mit in afrikanischen Herkunftsländern gefälschten Papieren, ist somit Tür und Tor geöffnet. Des Weiteren begehren Trophäenjäger in der Regel die stärksten und schönsten Tiere. Gerade diese sind aber am wichtigsten für die Arterhaltung, da sie in der Regel für Nachkommen und das Überleben einer Art sorgen.

Die Population der Afrikanischen Elefanten und vieler anderer Tierarten wie Löwen, Nashörner oder Leoparden verzeichneten in den letzten Jahren starke Rückgänge. Aus einer wissenschaftlichen Studie über die Jagd auf Löwen in Tansania geht hervor, dass die legale Trophäenjagd – und nicht etwa Wilderei oder der Verlust von Lebensräumen – der Hauptfaktor für den deutlichen Rückgang der Wildtiere ist. [2]

Was Sie tun können

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition: PETA.de/Trophaeenjagd – mit Ihrem Engagement können Sie uns helfen, den Tieren zu helfen. Je mehr Menschen sich für den Artenschutz in Afrika und gegen das sinnlose Morden aussprechen, um so eher kann PETA etwas bewirken.

Weitere Informationen

PETA50plus.de/loewe-cecil-wurde-opfer-eines-trophaeenjaegers

PETA50plus.de/trophaeenjagd-namibia-peta-fordert-das-toeten-zu-beenden

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Quellen:

[1] http://www.ksta.de/panorama/-sote-interview-christian-elger-grosswild-jagd-,15189504,31351354.html
[2] Packer C., Brink H., Kissui B.M., Maliti H., Kushnir H. & Caro T. (2011): Effects of Trophy Hunting on Lion and Leopard Populations in Tanzania. Conservation Biology. Volume 25, Issue 1, p. 142–153.

 

 

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